RSS Feed
  1. Aktuelles Herbst 2018

    8. November 2018 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    gemeinsam erreicht man definitiv mehr! Unser größtes Bauprojekt in Louly Mbafaye und unsere zahlreichen Brunnenbauprojekte sind der beste Beweis hierfür. In den letzten Tagen erreichte uns die Erfolgsmeldung unserer Mitarbeiter Jean-Paul Sarr und Demba Diouf, dass die Sanierung der Schule in Louly Mbafaye abgeschlossen und parallel dazu unser 61. Brunnen bei dem Dorf NGarigne Nébane fertig gebaut wurde. Dieser Erfolg konnte nur durch eure Spenden ermöglicht werden!

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Werner Dienst und Demba Diouf (Mitte) mit Schülern in der Schule von Louly Mbafaye, 2. v. links der Schuldirektor

    Die Schule in Louly Mbafaye

    Bei dem letzten Besuch unseres Projektbegleiters Werner Dienst im Senegal, konnte dieser sich von der im Bau befindlichen Schule ein Bild machen und schilderte begeistert seine Eindrücke nach seiner Rückkehr. Bis zur Regenzeit im Juni waren bereits die wichtigsten Baumaßnahmen abgeschlossen. Sämtliche noch benutzbaren Gebäude wurden innen und außen komplett renoviert, ein neues Gebäude wurde errichtet. Die Dächer wurden erneuert und haben nun eine sehr stabile Unterkonstruktion.

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schüler von Louly Mbafaye in ihrem gefliesten Klassenraum

    Alle Gebäude haben jetzt vorgebaute Schattendächer, unter denen sich eine Terrasse vor dem Eingang befindet. Innen und außen wurden die Gebäude mit einer langhaltenden Farbe gestrichen. Außen ist der Anstrich besonders wichtig, um einer zu schnellen Abnutzung durch die extreme Witterung vorzubeugen.

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Dank Werners Besuch wussten wir, wo wir nach der Regenzeit ansetzen mussten, damit noch notwendige Arbeiten koordiniert werden konnten. Die Terrassen unter den von uns neu gebauten Schattendächern mussten gefliest werden. Dieses war ursprünglich nicht geplant und auch nicht in den damaligen Kosten enthalten. Wir sehen aber an anderen Schulen, dass sich der Beton des Sockels durch ständiges Rein- und Rauslaufen im Eingangsbereich jedes Raumes zu schnell abnutzt. Somit sollte durch noch nachträglich verlegte Fliesen ein langjähriger guter Zustand der Böden gewährleistet bleiben. Wir konnten durch großzügige Spenden in den letzten Monaten auch diese Bauarbeiten glücklicherweise zusätzlich finanzieren.

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Die Toiletten, ein Teil unseres Bauprojekts

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Somit sind alle von uns geplanten Baumaßnahmen realisiert worden. Die mehr als 300 Schülerinnen und Schüler samt ihrer Lehrer sind begeistert von ihrer neuen Schule und der verbesserten neuen Lernatmosphäre. Schüler, Lehrer und Dorfbewohner gemeinsam hatten Werner, Jean-Paul und Demba ihren herzlichsten Dank übermittelt, den wir hiermit nur zu gerne an alle Mitglieder und Spender weitergeben. Besonders möchten wir uns noch einmal bei der Steuerkanzlei in Hamburg für ihr Vertrauen in unsere Arbeit bedanken und selbstverständlich auch für ihre Großspende, durch die dieses Projekt zum größten Teil finanziert wurde.

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Vorheriger Zustand…

    Schule Louly Mbafaye - 2018

    Jetzt…

    Weitere Schulprojekte

    Neben der Kontrolle unserer Brunnen behalten wir ebenso den Zustand der von uns gebauten Schulgebäude im Auge. Ziel ist es, die Gebäude so langfristig wie möglich zu erhalten. Hierzu werden wir bei auftretenden Mängeln wie Risse, Löcher in Wänden und Böden, aber auch defekte Fenster oder Dächer kurzfristig Reparaturmaßnahmen ergreifen.

    Die Schule in Passy

    Ende 2017 wurde das Gebäude für zwei Schulklassen durch uns komplett saniert. Das Gebäude war zuvor nicht mehr als Schulgebäude wegen defekter Dächer und Wände benutzbar gewesen. Wir hatten bislang noch keine guten Fotos der Außenansicht liefern können, diese möchten wir euch nun voller Stolz nachreichen.

    Schule in Passy

    Schule in Passy

    Schule in Passy

    … rechts das durch uns ssanierte Schulgebäude in Passy

    Die Schule in Garage Diahere

    Die Schule in Garage Diahere war vor dem Bauprojekt der Schule in Louly Mbafaye unser bis dahin größtes Bauprojekt. Maßgeblich trug diese Erfahrung dazu bei, sich der Herausforderung einer Komplettsanierung der Schule von Louly Mbafaye zu stellen. Ihr erinnert euch vielleicht, dass der jetzige Schuldirektor von Louly Mbafaye, zuvor der Direktor der Schule in Garage Diahere war und über diese Verbindung unser Engagement für die Schule in Louly Mbafaye entstand.

    Die Schule befindet sich in einem sehr guten Zustand. Allerdings gab eine Enttäuschung für die Lehrer und besonders die Schüler bezüglich des Schulgartens. Noch im letzten Jahr konnten wir uns davon überzeugen, wie engagiert die Schüler den Anbau von jungen Mangobäumen und diversen Gemüsesorten in dem Schulgarten betrieben hatten. Leider war der um den Schulgarten gezogene Maschendrahtzaun nicht ausreichend. Er bot zu wenig Schutz vor frei herumlaufenden Rindern, die im Senegal überwiegend in dieser Haltungsform anzutreffen sind. Die Tiere sahen in dem Zaun keinerlei Hindernis, um sämtliche angebaute Pflanzen zu fressen oder zu zertrampeln. Da das Engagement und Interesse am Anbau nutzbarer Pflanzen durch die Schüler sehr groß ist, werden wir das Projekt Schulgarten hier in jedem Fall wieder ins Leben rufen. Diese Mal werden die Lehrer und Schüler den Schulgarten rundum mit Dornensträuchern verbessert sichern, so wie es die Bauern in der Savanne handhaben. Sie bieten einen idealen natürlichen Schutz, ähnlich wie Stacheldraht.

    Schule in Garage Diahere

    Werner zu Besuch in der Schule von Garage Diahere, rechts die Schuldirektorin Jean-Paul begutachtet die Zäune

    Zäune in Garage Diahere

    Jean-Paul begutachtet die Zäune

    Die Schule in Rôff

    Die Schule in Rôff unterstützen wir seit vielen Jahren durch Bauprojekte sowie durch die Ausstattung der Schulklassen mit Schulmaterialien. Während des Besuchs unseres Projektbegleiters Werner entstand Diskussionsbedarf. Werner musste feststellen, dass an mehreren Gebäuden und auch den Toiletten Mängel entstanden waren. Diese mussten beseitigt werden, um größere Folgeschäden zu verhindern. Das Problem sind gar nicht die Mängel als solches bzw. deren Reparatur, sondern die Hemmungen der Dorfbewohner diese an uns bzw. an unsere senegalesischen Mitarbeiter Jean-Paul und Demba zu melden. Immer wieder bekommen wir zu hören: “Ihr habt doch schon so viel geholfen.“ Nach einer Dorfversammlung, bei der Jean-Paul und Demba unsere Bitte vortrugen, dass doch in Zukunft trotz allem bitte schneller reagiert werden möchte, wurde beschlossen, dass es ab jetzt einen Dorfrat geben soll. Dieser wird den Zustand der Schulgebäude, der Sanitätsstation, aber auch der Brunnen kontrollieren und auftretende Mängel an uns melden.

    Schule in Rôff

    Schule in Rôff

    Brunnen von der Krankenstation in Rôff

    Der Brunnen vor der Krankenstation in Rôff wies Schäden auf. Er wurde nach der Versammlung Instand gesetzt.

    Wie auch in den vergangenen Jahren, werden wir die Schule in Rôff mit Schulbüchern und Arbeitsheften versorgen und jeden Schüler mit einer Schulweste ausstatten. Ebenso soll die Schulspeisung keine Unterbrechung erfahren. Die zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel reichen meist nur bis ca. April aus. Danach helfen wir bis zu den Sommerferien, die Ende Juni beginnen, mit Reis, Öl und Gemüse, um dem Hunger der Kinder an den langen Schultagen entgegenzuwirken.

    Unser Anliegen ist es, auch die anderen Schulen mit sämtlichen notwendigen Schulmaterialien auszustatten (außer die Schule in Keur Martin, wo wir zwar ein Gebäude errichtet hatten, die Schule aber durch einen Schweizer Verein unterstützt wird). Die vier o.g. Schulen zählen zusammen ca. 1000 Schüler/innen. Schulmaterialien für diese hohe Zahl an Schülern zu besorgen, würde unsere finanziellen Möglichkeiten übersteigen, da wir unsere Brunnenbauprojekte auf keinen Fall gefährden wollen. Allein die Schulen in Louly Mbafaye, Passy und Garage Diahere würden bei Arbeitsheften und Büchern für ca. 800 Schüler ein Budget von mehr als € 2.200 erfordern. Wir werden also in diesem Bereich in kleineren Schritten unterstützend mitwirken, wie es unsere Spendeneingänge zulassen.

    Schule in Rôff

    Schulbücher und Hefte für jeden Schüler/-in „unserer“ Schulen ist eines unserer Ziele – in Rôff ist es uns gelungen

    Die Schule Monéme im Dorf Ngayoheme – ein neues Projekt!?

    Die Aktivitäten unseres Vereins haben sich herumgesprochen und so bekamen wir aus dem Dorf Ngayoheme (Region Fatick) eine Anfrage, ob wir in der Lage wären Schulgebäude zu errichten, da zwei Schulklassen unter wirklich ärmsten Verhältnissen unterrichtet werden müssen. Das zuständige Ministerium stellt für staatliche Schulen oft nur (wenn überhaupt) die Grundlage. Dabei werden aber steigende Schülerzahlen nicht berücksichtigt, so dass die Dörfer versuchen den Schulbetrieb mit Notlösungen aufrechtzuerhalten, damit jeder Schüler der unterrichtet werden kann. Die Fotos erinnern stark an unsere erste Begegnung mit der Schule in Garage Diahere. Nur ein paar Baumstämme, etwas Blech und Stroh bilden den Klassenraum. Dieses ist bei starker Hitze, Wind mit auffliegendem Sand eine unhaltbare Situation zu lehren und zu lernen gleichermaßen. Wie schon die Erfahrungen in anderen Schulen oder Kindergärten dieser Art zeigten, gibt es auch keinen Schutz vor Ungeziefer oder Schlangen die durch den Sandboden in den „Klassenraum“ gelangen können.

    Schule in Ngayoheme

    Jean-Paul und Demba werden in den nächsten Tagen die Schule des Dorfes Ngayoheme besuchen und mit Lehrern und Dorfbewohnern sprechen. Danach werden wir die Baukosten für die zwei Gebäude in Erfahrung bringen. Wir hoffen auch hier helfen zu können und werden euch in unserem nächsten Infobrief über dieses Projekt wieder informieren.

    Schule in Ngayoheme

    Unsere Brunnen

    Dank des Spendenzulaufs besonders im Frühjahr dieses Jahres in Bezug auf unsere Brunnenprojekte, konnten mittlerweile mehr als 60 (!!!) Brunnen fertig gestellt werden. Es gab eine großartige Spendenaktion zum 70. Geburtstag von Herrn Friedbert Doll. Es ist eine Summe zusammen gekommen, die den Bau mehrerer Brunnen ermöglichte. Familie Nagel, Familie Rückert und Margot Gürth spendeten hinzukommend jeweils einen Brunnen. Teilweise sind diese Spender durch unsere Internetseite an uns gelangt, aber auch durch die Weitergabe positiver Erfahrungen früherer Spender, die sich für unsere Projekte stark machen. Allen Spendern gilt unser herzlichster Dank im Namen der senegalesischen Savannenbewohner.

    Brunnenbau im Senegal

    Die Brunnen bilden das Fundament jeglicher Existenz in der Savanne. Ohne unsere Brunnen wäre an vielen Stellen kleinbäuerliche Landwirtschaft in der Savanne nicht möglich, da unsere Brunnen die Bewässerung von Nutzpflanzen ermöglicht. Weiterhin dient das Wasser unserer Brunnen der Ernährung, aber auch dem Waschen von Kleidung und der Hygiene, zum Tränken des Viehs, bis hin zur Herstellung von Lehmziegeln.

    Brunnenbau im Senegal

    Brunnenbau im Senegal

    Brunnenbau im Senegal

    Brunnenbau im Senegal

    Brunnenbau im Senegal

    Brunnenbau im Senegal

    Nachdem wir die Brunnen aus den Spenden des Frühjahrs nunmehr fertig gebaut haben, geht es glücklicherweise unaufhaltsam weiter. Im Mai bekamen wir eine Großspende von € 10.000 aus Niedersachsen für den Bau weiterer Brunnen. Für diese unglaublich hohe Spende und das Vertrauen in unsere Projekte bedanken wir uns außerordentlich. Dass gerade unserem Verein unter der Vielzahl an Vereinen, die in der Entwicklungshilfe aktiv sind, eine solche Großspende zukommt, sehen wir als großes Glück für die Menschen in der senegalesischen Savanne an. Diese Spende bestätigt uns einmal mehr, den richtigen Weg in der Entwicklungshilfe zu beschreiten.

    Die Regenzeit von Anfang Juli bis Ende September unterbricht jedes Jahr weitestgehend unsere Bauprojekte. Nun nach der Regenzeit kann der Bau der Brunnen aus der Großspende erfolgen. Einer dieser Brunnen ist bei dem Dorf Dianda bereits fertig gebaut worden.

    Brunnenbau im Senegal

    Selfie von Jean-Paul mit dem ersten von zehn Brunnen aus der Großspende

    Die Anfragen von Dörfern an unsere Mitarbeiter Jean-Paul und Demba zum Bau eines Brunnens reißen nicht ab. Die Entscheidung wo ein Brunnen gebaut werden soll, fällen unsere beiden Mitarbeiter nach Notwendigkeit, z.B. wofür der Brunnen genutzt wird, wie viele Menschen ihnen nutzen können und besonders nach der Entfernung zum nächstgelegenen Brunnen. Momentan sind wir mit dem Brunnenbau in der Region um Passy (südlich von Kaolack) sehr aktiv, da dort, wie wir schon berichteten, die Trockenheit besonders gravierend ist.

    Brunnenbau im Senegal

    Einer der von uns beschäftigten Brunnenbauer vor dem Brunnen stehend

    Allgemeines

    Unsere Beobachtungen der letzten Jahre in Bezug auf Tourismus und Infrastruktur gelten auch für dieses Jahr.

    Nach wie vor bleiben die Touristen aus. Nur vereinzelt sind Touristen in den nur wenigen geöffneten Hotels zu finden. Ebenso ist immer noch die große Anzahl der zum Verkauf stehenden privaten Häuser und Villen auffällig. Lediglich am südlichen Rande von Nianing wächst ein abgeschottetes Touristendorf aus Villen. Diese dort aber eher geringe Zahl an Touristen reicht nicht aus, um genügend Geld in die Region zu spülen und zur Folge auch nicht, dass Einheimische ihre Existenz durch Arbeit oder Handel sichern könnten. Die lange angekündigte Eröffnung des Club Med für Anfang 2017 auf dem ehemalgien Gelände des Club Aldianas lässt immer noch auf sich warten. Baumaßnahmen sind nicht in Sicht. Den Einheimischen in dieser Region bleibt oft nur der Versuch über die Fischerei, welche durch den mangelnden Tourismus einen wahren Zulauf erfährt, ihre Existenz zu sichern oder alternativ in der angrenzenden Savanne bei anderen Teilen der Familie kleinbäuerliche Landwirtschaft zu betreiben. Existenzsicherung tritt hier in den Vordergrund, von Wohlstand sind nahezu alle Einheimischen weit entfernt.

    Ebenfalls wie in den Vorjahren bleibt die Vermüllung des Meeres und des Strandes ein massives Problem, welches kaum lösbar erscheint. Der Senegal ist wie viele andere Länder auf der Welt hiervon betroffen. Neben dem hauptsächlichen Problem der Gesundheitsgefährdung für Meerestiere und Menschen, ist der Müll natürlich abstoßend und reiht sich als zusätzlicher Grund in den Teufelskreis ausbleibender Touristen mit ein.

    Wenn sich etwas offensichtlich bewegt im Senegal, dann in Bezug auf Verkehr. Es sind immer mehr gut ausgebaute Straßen vorhanden. Auch die roten Schotterstraßen, die immer häufiger in der Savanne zu finden sind, stellen eine positive Entwicklung dar. Die Autobahn in und um die Hauptstadt Dakar ist weiter ausgebaut worden. Der größte positive Aspekt ist aber der seit Dezember 2017 in Betrieb genommene neue Flughafen von Dakar, als westafrikanisches Drehkreuz internationaler Flüge. Wir persönlich haben dadurch den Vorteil, innerhalb von 40 Minuten zu der Region um Nianing zu gelangen, wo wir für unsere Entwicklungshilfeprojekte meistens übernachten. Zuvor dauerte die Fahrt gute zwei Stunden.

    Straßensituation im Senegal

    Savanne

    Ein weiteres bestehendes Problem ist der am Einkommen gemessene immer noch hohe Dieselpreis von derzeit rund 595 CFA = ca. 0,91€ (durchschnittliches Einkommen im Senegal liegt bei 80€ – 100€ monatlich). Weiterhin stellt auch das Stromnetz ein Problem dar. Wie unser Projektbegleiter Werner Dienst berichtete, ist die Stabilität des Stromnetzes mittlerweile wieder unzureichend und es kam während seines Aufenthalts zu täglichen Stromausfällen.

    Medizinische Versorgung

    Unsere Krankenstation in Rôff stellt die Grundversorgung von leicht zu behandelnden Krankheiten und Blessuren der Dorfbewohner sicher. Es freut uns sehr, dass Babys weiterhin in der Krankenstation zur Welt gebracht werden. Hinzukommend kümmern wir uns aber auch wie in den Vorjahren um medizinische Einzelfälle, bei denen Familien entweder keinen Rat wissen oder auch finanziell nicht in der Lage sind eine Behandlung zu bezahlen. Der erste Weg für unsere Mitarbeiter Jean-Paul und Demba führt dann meist zu dem Kinderkrankenhaus von Mbour (in dem aber auch Erwachsene behandelt werden). Je nach Diagnose kann eine Behandlung schon dort erfolgen, ansonsten stellen unsere Mitarbeiter nach Absprache mit einem Arzt den Patienten in einer Klinik in Dakar vor.

    Die Krankenstation in Rôff

    Die Krankenstation in Rôff

    Kein Besuch im Senegal ohne MOUSTAFAS LACHEN

    Moustafa ist uns über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Bei jedem unserer Aufenthalte besuchen wir den schwerstbehinderten Jungen, um ihn für ein paar Minuten wieder lachen zu sehen. Die Medikamente gegen Moustafas epileptische Anfälle werden durch unseren Verein bezahlt. Es ist das Mindeste, was wir für diesen Schicksalsjungen tun können …und ihn natürlich weiterhin zu besuchen und mit ihm zu lachen.

    Moustafa

    Moustafa wollen wir so oft es geht lachen sehen…

    Der Junge ABBO SOW

    Wir berichteten bereits Anfang des Jahres von dem Jungen, der unter einer Fehlstellung der Hände leidet. Er kann nicht gut greifen und viele Aktivitäten sind für ihn nicht möglich. Letzte Woche erst waren unsere Mitarbeiter mit Abbo Sow erneut in Dakar zu einer weiteren Untersuchung und um das weitere Vorgehen zu besprechen. Leider sind die Wege und der Zeitaufwand sehr aufwendig, um bei bestimmten Vorhaben an ein Ziel zu gelangen. Dennoch wissen wir jetzt immerhin, dass in Abbo Sows Händen zwei Knochen zusammengewachsen sind, welche getrennt werden müssen, um dann mit den dazugehörigen Muskeln verbunden zu werden. Eine Operation ist unumgänglich. Die Kosten für diese Operation werden ca. 400.000 CFA (ca. € 620) betragen. Hinzu kommen dann noch die Medikamente zur Nachsorge. Den Termin sprechen Jean-Paul und Demba nun mit den Ärzten in Dakar und Abbo Sows Familie ab. Wir hoffen schon jetzt, dass Abbo Sow durch diesen Eingriff seine Hände in Zukunft normal bewegen kann. Wir werden die Operation aus Spendengeldern ermöglichen und euch weiterhin über Abbo Sow berichten.

    Der Junge Abbo Sow

    Das Mädchen THÉRÈSE

    Jedes Jahr berichten wir über Thérèse. Die von uns vor einigen Jahren organisierte Operation wegen der Fehlstellung ihrer Beine war notwendig, da das Mädchen niemals hätte stehen oder laufen können. Unserer Begeisterung über die Bewegungserfolge des Mädchens in den Monaten nach der Operation weicht nun die Erkenntnis, dass ein weiterer Eingriff nötig sein wird. Thérèse hatte sich über lange Zeit angewöhnt ihre Füße an den Außenseiten aufzusetzen und hatte sich so fortbewegt. Die eh schon zuvor deformierten Füße haben unter dieser Art der Belastung Schaden genommen. Thérèse kann sich zwar immer noch bewegen, aber um Schlimmeres zu verhindern, werden wir nun wieder aktiv werden. Unser Projektbegleiter Werner Dienst hatte schon vor einigen Wochen einen lokalen Spendenaufruf gestartet, um die finanziellen Mittel für eine weitere notwendige Operation aufzubringen. Wir hoffen zusätzlich auf Spenden durch die Veröffentlichung dieses Infobriefes. Unsere Mitarbeiter hatten Thérèse mit Abbo Sow gemeinsam nach Dakar genommen, um Thérèse den Ärzten vorzustellen. Nun hat Thérèse bei einem Spezialisten in Dakar für den vierten Dezember einen Termin bekommen. Auch über ihr Schicksal werden wir euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

    Das Mädchen THÉRÈSE

    Thérèse braucht dringend medizinische Hilfe!

    ZUM SCHLUSS

    Erst mit den Abschlussarbeiten in der Schule in Louly Mbafaye ist dieser Infobrief entstanden, um euch das tolle Gesamtergebnis präsentieren zu können. Es ist das fünfte und größte Schulbauprojekt, das wir in unserer Vereinsgeschichte erfolgreich umgesetzt haben. Unser Dank gilt an dieser Stelle neben den Großspendern für dieses Projekt, allen Spendern und Mitgliedern gleichermaßen. Die enorme Spendenbereitschaft für unsere Brunnen und die langjährige Treue unserer Mitglieder und wiederkehrender Spender ehrt uns. Dieses sehen wir nie als selbstverständlich an, sondern als Signal uns weiterhin zu beweisen. Dass wir nun im elften Jahr unserer Bauprojekte über 60 Brunnen für die senegalesischen Savannenbewohner bauen konnten, ist eurem Vertrauen in unsere Projekte zu verdanken. Und genau dieses Vertrauen motiviert uns, den eingeschlagenen Weg so weiterzugehen. Wir sind stolz darauf, dank eurer Unterstützung einigen Menschen im Senegal das Recht auf Zugang zu Wasser ermöglichen zu können.

    Ein besonderer Dank gilt wieder unseren Mitarbeitern Jean-Paul und Demba, die unermüdlich unsere Hilfsprojekte organisieren und umsetzen. Bedanken möchten wir uns aber auch bei Werner Dienst, der immer für unseren Verein da ist. Werner hat den Blick für das Wesentliche in über 30 Jahren seiner Senegalbesuche nie verloren. Von seiner Erfahrung profitieren wir, wie auch alle Senegalesen, denen unsere Hilfe zukommt.

    Menschen im Senegal

    Ich wiederhole mich gerne in jedem Infobrief: Jeder gespendete Euro kommt den Savannenbewohnern im Senegal durch unsere Projekte zugute. Jegliche administrative Aufwendungen und Reisekosten werden durch den Vorstand getragen. Dieses gilt auch für Fahrten vor Ort im Senegal zu unseren jeweiligen Projekten.

    Solange ihr uns unterstützt, werden wir für Wasser in der senegalesischen Savanne sorgen und alles daran setzen, dass ein Junge wie Abbo Sow mit seinen Händen wieder normal greifen kann, ein Mädchen wie Thérèse bestmöglich laufen wird und ein Junge wie Moustafa sein Lachen behält!

    Herzliche Grüße

    Torsten

    Menschen im Senegal


  2. Aktuelles Januar 2018

    25. Januar 2018 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    das neue Jahr konnte für die Bewohner von Louly Mbafaye nicht besser beginnen, als mit der Nachricht, dass wir die Schule in ihrem Dorf nun doch komplett sanieren können. Dank der jemals größten Einzelspende von € 10.000 einer Steuerberatungsgesellschaft aus Hamburg, ist die bislang fehlende Hälfte der Baukosten nun gedeckt worden. Diese Spende ist ein unglaublicher Erfolg für unseren Verein, somit sicher das größte Bauprojekt unserer Vereinsgeschichte vollständig realisieren zu können. Solch eine Spende ist für uns keinesfalls selbstverständlich. Für dieses enorme Vertrauen und den Glauben in unsere Projektarbeit bedanken wir uns ganz herzlich und außerordentlich. Schon an dieser Stelle. Vorrangig freut es uns natürlich für die Schüler und Lehrer der Schule in Louly Mbafaye, dass in naher Zukunft Unterricht in einem angemessenen Rahmen stattfinden kann.

    Ebenso hat die Großspende der Steuerberatungsgesellschaft den positiven Effekt, dass wir unsere Brunnenprojekte uneingeschränkt voranbringen können. Es zählt aber jede einzelne Spende, egal in welcher Höhe. Jeder gespendete Euro bewirkt etwas! Hervorheben möchten wir dankend noch die Spende des Ehepaars Sigle, das uns seit Jahren vertraut und welches wieder einen Brunnen gespendet hat. Unser Dank gilt euch allen, Mitgliedern und Spendern gleichermaßen, die unsere Entwicklungshilfeprojekte im Senegal seit Jahren unterstützen. Ihr habt mit der Spendenrekordsumme im letzten Jahr von € 36.457,27 (2016 = € 22.155) für die Savannenbewohner durch den Bau unserer Brunnen die wichtigste aller Lebensgrundlagen geschaffen und durch unsere Bildungsprojekte den jungen Senegalesen eine Perspektive gegeben. Bitte helft weiter so!

    Das Schulbauprojekt in Louly Mbafaye

    Noch vor Weihnachten hatten wir den ersten großen Teilbetrag der Baukosten in den Senegal überwiesen. Und wie wir es schon aus vergangenen Bauprojekten kannten, ist das Geld einmal im Senegal angekommen, wird auch sofort mit dem Bau begonnen. Nachstehend seht ihr die ersten Baumaßnahmen für den Neubau und der Sanierung der neun Klassenräume:

    Abriss des mittleren Schulgebäudes

    Neubau des Schulgebäudes

    Die bislang fehlenden Schattendächer vor den Gebäuden werden konstruiert

    Hilfe für Abbo Sow

    Bei seinem letzten Senegalaufenthalt im Dezember ist unser Projektbegleiter Werner Dienst auf den fünf jährigen Abbo Sow aufmerksam geworden. Der Junge hat eine Fehlstellung der Hände, die ihm Schmerzen bereiten. Unsere Mitarbeiter Jean-Paul und Demba werden Abbo Sow in dem uns bekannten Kinderkrankenhaus in MBour untersuchen lassen, um zu erfahren, wie eine Linderung erzielt werden kann oder ob eine Operation zur Korrektur der Hände notwendig wäre. Wir werden euch über Abbo Sow weiterhin informieren. Wie schon in der Vergangenheit bei Mustafa, Thérèse und Modou, werden wir auch in Zukunft Menschen (besonders Kinder), die eine schwere Erkrankung haben, medizinisch unterstützen.

    Danke Werner!

    Am 11. Januar 2018 ist die große Stütze unseres Vereins, Werner Dienst aus Stade, 80 Jahre alt geworden. Hierzu gratulieren wir Werner recht herzlich und wünschen ihm alles erdenklich Gute und beste Gesundheit für die nächsten Jahre. Wir gratulieren Werner aber auch zu seiner Lebensleistung, den Menschen im Senegal seit über 35 Jahren zu helfen. Es gibt nur wenige Menschen wie Werner, die den Blick für das Notwendige und Menschliche nie verloren haben. Hätten wir Werner vor knapp 12 Jahren nicht kennen gelernt, stünde unser Verein heute nicht dort wo er steht, an der Seite der ärmsten Savannenbewohner, die unsere Hilfe brauchen. Werner ist ein echter Macher und wir wünschen uns und ihm, dass er uns noch viele Jahre begleiten wird!

    Eine Bitte zum Schluss

    Durch die Vielzahl an Vereinen, die auf unterschiedlichste Art in der Entwicklungshilfe aktiv sind, ist es für uns schwierig neue Mitglieder zu gewinnen. Daher freuen wir uns umso mehr, dass uns drei neue Mitglieder seit Anfang Januar unterstützen. Mitglieder bilden die sichere Basis dafür, dass durch die Zahlung der jährlichen Mitgliedsbeiträge das Fortbestehen der Projekte garantiert werden kann. Seit unserer Gründung vor fast 12 Jahren haben wir eine recht konstante Anzahl an  Mitgliedern. Für unseren Verein ist das eine gute Grundlage unserer Arbeit in der Entwicklungshilfe. Dennoch möchten wir euch bitten, für unsere Projekte neue Mitglieder zu werben. Selbstverständlich hilft auch jede noch so kleine Einzelspende. An unserem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ haben wir immer festgehalten und der Erfolg, gemessen an eurer langjährigen Unterstützung, bestätigt uns in unserer Arbeit. Ich möchte wieder einmal erwähnen, dass jeder gespendete Euro in unsere Projekte fließt und somit den Menschen im Senegal zu Gute kommt. Sämtliche administrative Kosten werden durch den Vorstand übernommen. Ebenso werden sämtliche Reisekosten, auch vor Ort im Senegal, von jedem Mitreisenden selbst getragen.

    Wir werden mit eurer Hilfe auch in diesem Jahr die Schulen in Rôff, in Garage Diahere, in Passy und in Louly Mbafaye unterstützen, ebenso die Krankenstation in Rôff. Wir werden dieses Jahr nach derzeitigem Spendenstand mindestens weitere 10 Brunnen bauen können und wir werden hinzukommend Kindern wie Abbo Sow helfend zur Seite stehen.

    Allen Mitgliedern und Spendern wünsche ich ein gutes Jahr 2018,
    verbunden mit meinem größten Dank für euer Vertrauen!

    Herzliche Grüße aus Wittenburg

    Torsten

    Schülerinnen und Schüler in Passy in einem der beiden neuen Klassenräume – Dank eurer Spenden!

     


  3. Aktuelles Dezember 2017

    16. Dezember 2017 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    wir wollen euch kurz vor Weihnachten von den Erfolgen unserer Projekte im Senegal berichten:

    Das desolate rechte Gebäude der Schule in Passy wurde Instand gesetzt.

    Bei unserem Besuch im Frühjahr…

    … jetziger Zustand

    Wir haben mehr Brunnen dieses Jahr bauen können als ursprünglich geplant war. Dieses ist nur Dank eurer Spenden und Mitgliedsbeiträge ermöglicht worden.

    Unsere insgesamt 14 Brunnen, deren Bau 2017 vollendet wurden (4 davon Baubeginn 2016):

    Logdir, Bicole, Aga Biram, Diom Nguel, Ngalhayay, Schule Garage Diahere, Passy, Schule Louly Mbafaye, Schule Rôff, Keur Layene Drame, Ndianka Ali, Kebe Medina, Formal, Mbin Singui

    Der neueste Brunnen in Formal Ndianka Ali bei Passy…

    Ndianka Ali bei Passy… trockenste Savanne

    Erst durch unseren Brunnen in Passy ist kleinbäuerliche Landwirtschaft zur Existenzsicherung möglich geworden!

    Jetzt… Gemüsefelder in der kargen Savanne

    Zuvor im Frühjahr…

    Das Schulbauprojekt in Louly Mbafaye

    Seit unserem letzten Infobrief im August, konnten wir leider nur wenige Spendeneingänge verzeichnen. Hinzukommend kam keine konkrete Zusage der Stiftung, die sich für unser Schulbauprojekt in Louly Mbafaye interessierte, um dessen Finanzierung mit den veranschlagten knapp € 19.000 Baukosten zu übernehmen. Und trotz oder gerade wegen dieser kleinen Rückschläge, hatte sich der Vorstand unseres Vereins aktiv bemüht, um potentielle Spender für die Schule in Louly Mbafaye zu gewinnen. Der erste Erfolg kam durch die CT Logistics GmbH, die sich mit € 5.000 an der Bausumme beteiligt. Der Vorstand übernimmt weitere € 5.000. Somit ist bislang etwas mehr als die Hälfte des benötigten Betrags bislang sicher zusammen gekommen. Mit der derzeit verbleibenden Spendensumme auf unserem Vereinskonto, könnten wir zumindest kurzfristig mit dem Umbau und der Sanierung der neun Schulklassen beginnen. Konkret fehlt nun aber das Geld für die Fliesen, welche rund € 8.000 für alle Gebäude kosten. Die Fliesen sind zwingend notwendig, um nicht nach kurzer Zeit wieder abgenutzte Böden mit Löchern und Rissen zu haben.

    Im letzten Monat kam dann auch noch die Nachricht von unseren Mitarbeitern Jean-Paul Sarr und Demba Diouf, dass bei einem weiteren Gebäude der Schule das Dach durch einen Sturm zerstört wurde. Die Zeit drängt somit, um endlich die Schule komplett Instand zu setzen, um sie vor weiteren Schäden zu bewahren.

    Das linke Gebäude ist ohne Dach nicht mehr zu gebrauchen

    Das mittlere Gebäude ist schon seit langer Zeit unbenutzbar Kaputte Böden…

    ohne Fliesen nicht zu vermeiden

    Wir haben die positive Nachricht, sämtliche Gebäude zu sanieren bereits an die Schule in Louly Mbafaye durch Jean-Paul und Demba übermitteln lassen. Schüler, Lehrer und auch die Dorfbewohner konnten ihr Glück kaum fassen. Sie hatten schon die Hoffnung aufgegeben, die Schule jemals wieder hergerichtet zu bekommen.

    Helft bitte mit, dass die über 330 Schüler nun auch noch die Fliesen für gute Böden in den Klassenräumen erhalten, damit diese nachhaltig und ohne Schäden dauerhaft genutzt werden können. Vielen Dank schon jetzt für eure Spenden …jeder, wirklich jeder Euro hilft!

    Die Kinder von der Schule in Louly Mbafaye werden es euch danken…

    Wir bedanken uns auch dieses Jahr wieder bei allen Mitgliedern und Spendern im Namen der Menschen im Senegal, die die Projekte unseres Vereins unterstützt haben. Nur durch eure Spenden und euer langjähriges Vertrauen steht unser Verein dort, wo wir heute sind… bei nahezu 60 Brunnen im Senegal! Die Menschen in der Savanne schaffen es nicht mit eigenen Mitteln Brunnen zu bauen, die über Jahrzehnte halten sollen. Aber ihr und wir und unsere großartigen Mitarbeiter Jean-Paul Sarr und Demba Diouf, wir schaffen das! Für die Menschen in der senegalesischen Savanne!

    Eine besinnliche Weihnachtszeit für euch und eure Familien, verbunden mit herzlichen Grüßen

    Torsten


  4. Aktuelles August 2017

    10. September 2017 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    dank eurer Spenden ist unser im Januar gestecktes Ziel, in diesem Jahr den 50. Brunnen im Senegal zu bauen, bereits jetzt erreicht worden. Während des Senegal-Besuchs von uns (Elke, Karin, Dirk, Torsten) im Frühjahr 2017 hatten wir den Bau sechs weiterer Brunnen geplant, wovon inzwischen bereits fünf fertig gestellt sind. Zwei der neuen Brunnen sind in den Schulen von Rôff und Louly Mbafaye gebaut worden, da die Schüler sehr weite Wege bis zum nächsten Brunnen zurücklegen müssen um an Wasser zu gelangen. Außerdem kann in beiden Schulen weder der Schulgarten, um den Umgang mit Pflanzen zu erlernen, unterhalten werden, noch die Toilette benutzt werden. Drei weitere Brunnen sind in der Region um Passy gebaut worden. Die Bewohner der Dörfer Keur Layene Drame, Ndianke Ali und Kebe Medina haben sich bei unseren Mitarbeitern Jean-Paul Sarr und Demba Diouf für diese lebenswichtige Unterstützung bedankt. Dieser Dank gilt jedem von euch! In der entlegenen Savannenregion um Passy (ca. 140 km südöstlich von Mbour, Fahrzeit ca. 3-4 Stunden) war bereits ein Brunnenbauprojekt Anfang des Jahres von uns vollendet worden. Diese Region ist extrem heiß und trocken. Wir empfanden die Vegetation im Vergleich zu der Savanne rund um Rôff oder Diohine, wo die meisten unserer Brunnen bislang entstanden sind, hier in Passy noch karger. Für die Dorfbewohner ist unser Brunnen ein echter Segen. Ein Dorfbewohner sagte uns, dass es keine Arbeit gibt und der Brunnen nun dafür sorgt, dass er sein eigenes kleines Feld bestellen kann, um somit seine Familie ernähren zu können. Diese Aussage war für uns eine zusätzliche Bestätigung an diesem Ort einen Brunnen gebaut zu haben. Dass die Menschen trotz dieser schwierigen klimatischen Bedingungen versuchen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, indem sie kleinbäuerliche Landwirtschaft betreiben, als einzige Möglichkeit um ihre Existenz zu sichern, hat uns einmal mehr beeindruckt. Unser Hauptaugenmerk bleibt der Brunnenbau, um einem Teil der Savannenbevölkerung den Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen – ein Menschenrecht!

    Brunnen in Aga Biram

    Der Brunnen in Aga Biram, der durch ein Schulprojekt der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg gespendet wurde

    (more…)


  5. Aktuelles Januar 2017

    28. Januar 2017 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    als wir Ende Dezember die Spenden für das Jahr 2016 zusammen addierten, gab es eine denkwürdige Überraschung in unserer Vereinsgeschichte. Ihr Mitglieder und Spender habt für einen Spendenrekord gesorgt. Das bisherige Spendenrekordjahr 2013 mit € 16.460 wurde 2016 mit insgesamt € 22.305 weit übertroffen. Nach unserem letzten Infobrief im Dezember kamen erneut Spenden von etwas über € 9.000 zusammen. Die Großspende der Steuerberatungsgesellschaft Böger Knittel KG aus Hamburg stach hierbei hervor. Mit € 4.000 gehört diese enorme Summe zu einer der größten Einzelspenden, die unseren Projekten und den Menschen im Senegal jemals zu Gute kam. Auf der Internetseite der Böger Knittel KG gibt es einen Punkt SOZIALES, unter dem man folgende Aussage findet:

    Wir sind ein Wirtschaftsunternehmen und werden angetrieben von dem Gedanken unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Ein Unternehmen ist aber immer auch Bestandteil der Gesellschaft und sollte nachhaltig und verantwortungsbewusst agieren und nicht ausschließlich auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sein. Ein fairer Umgang mit Kunden, Dienstleistern, Mitarbeitern und nicht zuletzt der Umwelt sind uns wichtig. (…)

    • Es ist uns ein Anliegen gemeinnützig oder karitative Institutionen durch unsere Leistungen zu unterstützen.

    Die vorbildliche Haltung der Böger Knittel KG hat uns sehr beeindruckt. Diesen Worten sind Taten in Form der Großspende zu Gunsten unserer Projekte und somit für die Menschen im Senegal gefolgt. Unser unendlicher Dank gilt dieser Großspende, wie auch jeder anderen Spende. Jede Spende, jeder Euro bedeutet, dass wir noch mehr Hilfe zur Selbsthilfe leisten können. Das uns entgegen gebrachte Vertrauen wächst und drückt sich natürlich auch in der Spendenbereitschaft aus. Seit Beginn unserer Bauprojekte im Jahre 2008 bis Ende 2016 sind insgesamt € 117.072 (!!!) gespendet worden. Ihr könnt sicher sein, dass wir dieses Vertrauen zu schätzen wissen und wir die Projekte für die Menschen im Senegal voran bringen werden.

    Brunnenbauer bei der Arbeit

    Brunnenbauer bei der Arbeit

    Brunnenbauer bei der Arbeit

    Brunnenbauer bei der Arbeit

    Was ist in den letzten Wochen bei unseren Projekten passiert?

    Drei der zuletzt geplanten Brunnen sind fertig gebaut. Die Bewohner der Dörfer Logdir, Bicole und die Schule in Garage Diahere haben nun ausreichend Wasser durch unsere Brunnen zur Verfügung.

    Unser neuer Brunnen bei dem Dorf Bicole

    Unser neuer Brunnen bei dem Dorf Bicole

    Wie wir im letzten Infobrief berichteten, ist auch das neue Zuhause von Issa Ka fertig gebaut. Die Familie hat gegenüber unseren Mitarbeitern Jean-Paul, Demba und unserem permanenten Projektbegleiter Werner Dienst ihren größten Dank ausgerichtet. Issa Ka und seine Familie können sich nun in einem neu gebauten kleinen Gebäude aufhalten und darin schlafen. Die vorherigen Lebensumstände waren untragbar. Werner Dienst hatte über einen gesonderten Spendenaufruf nahezu die gesamte erforderliche Summe aufgebracht um dieser Familie helfen zu können.

     

    Das Zuhause von Issa Ka - vorher

    vorher

     

    Das Zuhause von Issa Ka - jetzt

    jetzt

    Was ist für die nächste Zeit geplant?

    Wie oben erwähnt haben wir der Schule in Garage Diahere einen Brunnen gebaut. Neben der täglichen Möglichkeit Wasser zu trinken, soll der Brunnen auch für den zukünftigen Schulgarten genutzt werden. Durch den Schulgarten soll den Schülerinnen und Schülern der Umgang mit Pflanzen und die Grundlagen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft vermittelt werden, damit sie sich später selbst und ihre Familien versorgen zu können. Zäune, Pfähle und Tor kosten insgesamt ca. € 550 (CFA 354500).

    Dieses Projekt wird schon in den nächsten Wochen vollendet sein. Weiterhin werden wir die Schule in Garage Diahere streichen lassen, wie schon zuvor die Schule in Rôff, um die Gebäude besser vor Witterungseinflüssen zu schützen.

    Die Schule in Garage in Diahere

    Die Schule in Garage in Diahere…

     

    Schule in Rôff

    …soll bald aussehen, wie die Schule in Rôff

    Die Krankenstation in Rôff bekommt ebenfalls einen neuen Anstrich. Dieses Projekt wird in den nächsten Wochen realisiert. Die Kosten hierfür werden sich auf ca. € 650 (CFA 417.000) belaufen.

    Der Schwerpunkt unserer Projektarbeit liegt im Brunnenbau und der Versorgung der Bevölkerung in der Savanne mit Wasser. Unsere beiden Mitarbeiter bekommen ständig Anfragen von Dorfbewohnern, die um Hilfe bitten, da die Entfernung zur nächsten Wassersstelle sehr weit ist. Nicht selten sind es mehrere Kilometer, wie wir schon bei unseren Reisen in die Savanne feststellen mussten.

    Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, im Laufe des Jahres 2017 den 50. Brunnen bauen zu lassen. Die Brunnen 41 bis 45 befinden sich schon zum Teil in der Bauphase. Diese Brunnen werden bei den Dörfern PASSY, DIOM NGUEL, DIOUROUP, NGALHAYAY und AGA BIRAM entstehen. Nur Dank eurer Unterstützung können wir mit so großen Schritten voran schreiten und den Menschen helfen!

    Brunnenbau im Senegal

    Brunnenbau im Senegal

    Wir hatten diesen Infobrief mit dem großen Spendenzulauf Ende des letzten Jahres begonnen und wir wollen den Infobrief mit einer ebenso erfreulichen Nachricht im neuen Jahr beenden. 19 Schülerinnen und Schüler der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg haben im Rahmen des JUNIOR-Programmes für ein Jahr ein Unternehmen gegründet, bei dem moderne Lampen aus alten Heizungsrohren nach dem Motto „von gestern für morgen“ handgefertigt hergestellt und auch verkauft werden. Die Schülergruppe war über unsere Internetseite auf unseren Verein aufmerksam geworden und hatte beschlossen einen Teil des erwirtschafteten Geldes aus dem Verkauf der Lampen zu spenden. Die Spende ist in der letzten Woche bei uns eingegangen und ermöglicht den Bau eines weiteren Brunnens. Ein großartiges Engagement junger Menschen, für das wir uns im Namen der Menschen im Senegal recht herzlich bedanken!

    Brunnenbau im Senegal

    Die unterschiedlichsten Geschichten hinter mancher Spende und die Bereitschaft vieler Menschen für unsere Projekte zu spenden, erfüllen uns mit Stolz und motivieren uns, die Entwicklungshilfeprojekte im Senegal fortzuführen. Das Vertrauen der Mitglieder und Spender ist keine Selbstverständlichkeit für uns. Wir weisen immer wieder daraufhin, dass jeder gespendete Euro den Menschen im Senegal zu Gute kommt. Sämtliche Kosten für Reisen (auch Fahrten im Senegal zu den Projekten), Portokosten und anderen administrativen Aufwand werden komplett vom Vorstand bzw. von den Mitreisenden selbst getragen. Wer Einblick in unsere Jahresabschlüsse haben möchte, der kann diesen in Abstimmung mit dem Vorstand gerne bekommen. Wir wollen absolut transparent arbeiten, um das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, entsprechend zurückzugeben. Die einzigen Verwaltungskosten, die über das Spendenkonto abgewickelt werden, sind die Kosten für das Konto bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Überweisungskosten auf unser Konto in den Senegal (ca. 35€ je Überweisung, ca. 3 – 4 Überweisungen jährlich). Aber auch diese Kosten werden durch Spenden des Vorstands wieder ausgeglichen.

    Helft den Menschen im Senegal bitte weiterhin! Gemeinsam erreichen wir das, was jedem Menschen auf der Welt zusteht, der Zugang zu sauberem Wasser.

    Brunnenbau im Senegal

    Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein Menschenrecht!

    Am 28. Juli 2010 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit der Resolution 64/292 das Recht auf Wasser als Menschenrecht anerkannt. Die Resolution ist mit 122 Mitgliederstimmen angenommen worden. 41 Staaten haben sich ihrer Stimme enthalten.

    Ihr, die Mitglieder und Spender, sorgt dafür, dass diese Resolution verwirklicht wird. Ihr seid es, die aus freien Stücken und aus den unterschiedlichsten Beweggründen einen Beitrag dazu leistet, dass das Leben von Menschen in einem armen Teil unserer Welt mehr Würde erfährt!

    Helfende Hände Senegal

    Herzliche Grüße, Torsten