Liebe Senegal-Freunde,

unser kleiner Verein hat sich in den letzten 20 Jahren durch eure Spenden zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, mit dem Ergebnis Tausenden von Menschen im Senegal auf unterschiedlichste Weise geholfen zu haben. 20 Jahre zielgerichteter und effektiver Projektarbeit in der Entwicklungshilfe sind ein Grund zu feiern, ein Grund Stolz zu sein und ein Grund weiterzumachen!
Schule in Diohine
Schule in Diohine
Ein Fazit aus den vergangenen 20 Jahren folgt am Ende dieses Infobriefes. Zunächst aber will ich euch auf den neuesten Stand unserer Projekte bringen, die unser Kassenwart Dirk und ich während unserer Reise im Senegal im Frühjahr gemeinsam mit unseren Mitarbeitern und Freunden Jean-Paul, Nicolas sowie dem besten Fahrer des Senegals Antoine besichtigen konnten. Wir glauben, schon immer jegliche Form von Armut und schlimmen Zuständen gesehen zu haben, aber bei jeder Reise werden wir eines Besseren belehrt. Was wir jedoch auch sehen, sind die unglaublich tollen Resultate unserer Projektarbeit, seht selbst…

18 Jahre Brunnenbau = 160 (!!!) Brunnen

Einer unserer Brunnenbauer bei der Arbeit! Handarbeit und Schwerstarbeit zugleich!

Die Anzahl unserer Brunnen wächst stetig. 161 Brunnen sind fertig gestellt, sechs weitere sind geplant bzw. schon im Bau. Über diesen großartigen Erfolg können alle Spender gleichermaßen stolz sein. Unsere Brunnen sind aus gutem Grund der Spendenmagnet unserer Projektarbeit, denn nur durch Trinkwasser kann eine gewisse Entwicklung stattfinden.
Ungeschützte Toilette
neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye
Bei der Kontrollfahrt unserer Brunnen in der Region Passy kamen wir ins Gespräch mit einem Mann mittleren Alters, der zusammen mit anderen ein Feld errichten will. „Ohne euren Brunnen hätten wir weiterhin neun Monate im Jahr keine Arbeit!“ Manche Konsequenzen durch Wassermangel sind selbst uns nicht immer gleich bewusst. Nur während der dreimonatigen Regenzeit ist es den Menschen im Senegal möglich, kleinbäuerliche Landwirtschaft zu betreiben, sofern sie keinen Trinkwasserbrunnen zur Verfügung haben wie einen der unseren. Man kann es sich kaum vorstellen, aber es gibt einfach keine Arbeit, die die Menschen verrichten könnten außer eben der kleinbäuerlichen Landwirtschaft.
Ungeschützte Toilette

Nicolas löscht seinen Durst

Was für ein Ergebnis durch unsere Brunnen! 

Unsere Brunnen sind eine außerordentlich große Hilfe für die Menschen in der Savanne. Sie dienen als Trinkwasser für den eigenen Bedarf, aber auch für Tiere, zum Bewässern von Pflanzen und auch zur Herstellung von Lehmziegeln.
neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye
Mittlerweile können wir sagen, dass wir Tausenden Menschen mit unseren Brunnen eine Existenzgrundlage geschaffen haben. Bei unserer Kontrollfahrt in diesem Jahr sind wir zu unserem allerersten gebauten Brunnen bei Diohine gefahren. Ich kann euch sagen, dass es ein Glückgefühl war, zu sehen, dass dieser Brunnen nach 18 Jahren immer noch Wasser führt!

Unsere aktuellen Schulprojekte

Die Schule in Louly Mbafaye – Aus alt mach neu!

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye
Es hat etwas gedauert, aber nun ist das über lange Zeit nicht nutzbar gewesene Gebäude wieder intakt und dient einer Kindergartengruppe als Unterrichtsraum. Wie wir berichteten, war das Dach defekt und der obere Teil der Mauern rissig und marode, so dass das Gebäude in sich einzustürzen drohte. Der größte Teil der Mauern konnte aber gerettet werden und diese wurden im oberen Bereich fachmännisch aufgestockt.

Die Schule in Ngohé Cop – Schon wieder eine Strohhütte!

Noch vor der Regenzeit im Sommer 2025 hatten wir in der Schule Ngohé Cop das damals so dringend benötigte Schulgebäude für 35 Schüler fertigstellen können. Die 35 Schüler hatten zuvor auf 24qm zwischen zwei Gebäuden zwangsläufig Platz gefunden, provisorisch geschützt durch Stroh und Säcke. Da Dirk und ich das neue Gebäude noch nicht kannten, statteten wir der Schule also einen Besuch ab. Dort angekommen, konnten wir es kaum glauben, dass schon wieder eine Strohhütte rechts von unserem neu gebauten Schulgebäude errichtet wurde. Unsere Entscheidung zu helfen, trafen wir noch vor Ort. Das neue Gebäude befindet sich schon im Bau und wird noch vor der Regenzeit fertig gestellt. Somit werden auch diese Schüler in einer würdigen Atmosphäre unterrichtet werden können.
Kosten für dieses Bauprojekt: € 6.500
neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

Die Schule in Ngolna – Es kann gekocht werden!

Gemeinsam vor Ort entwickelten wir letztes Jahr die Idee, dass wir für die benötigte Küche in der Schule von Ngolna uns die Lücke zwischen zwei Schulgebäuden zu Nutze machen könnten, um einen neuen Raum zu schaffen. Gesagt, getan! Die Lücke wurde geschlossen und die Köchinnen müssen nicht mehr ungeschützt das Essen zubereiten. Vielleicht erinnert ihr euch, einst diente diese ungeschützte Lücke als Kindergarten, danach als Küche.

vorher…

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

…jetzt!

Da nach der Regenzeit ein zusätzlicher Lehrer in Ngolna unterrichten wird, könnte eine Doppelklasse nun aufgeteilt werden und somit eine Klasse mit „normaler“ Schüleranzahl entstehen. Allerdings fehlt dafür (mal wieder) ein Gebäude. Wir wollen der Schule helfen und rechts neben unserem ersten großen Gebäude anbauen.
Kosten für dieses Bauprojekt: € 6.500

Die Schule in Diohine Poultock – Philipp machte es wieder möglich!

Nachdem Philipp schon die gesamten Baukosten für die 2024 benötigte Doppelklasse in der Schule von Nobandane übernommen hatte, kam nun auch noch seine unglaubliche Hilfe für die Schüler in Diohine. Spontan spendete Philipp die gesamte Summe der benötigten Baukosten. Die Strohhütte, in der die 69 Schüler unterrichtet wurden, gibt es Gott sei Dank nicht mehr. Allerdings ist die Anzahl der Schüler überdurchschnittlich hoch und wir werden nach dem Abarbeiten sämtlicher Bauprojekte schauen, ob wir der Schule mit noch einem Klassenraum helfen können. Philipp, was du mit deinen Spenden für die Menschen in den letzten Jahren getan hast, ist kaum in Worte zu fassen. Du hast die Welt und die Nöte der Menschen verstanden! Ich danke dir!

vorher…

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

…jetzt!

Die Schule in Garage Diahere – Es wird Zeit für neuen Glanz!

Die extreme Witterung im Senegal nagt auch an den Schulgebäuden. Somit wird es nach gut sechs Jahren Zeit unsere Schulgebäude und das Toilettenhaus erneut zu streichen. Hierbei geht es nicht um eine schöne Optik, sondern um Konservierung und Schutz der Gemäuer vor eindringender Feuchtigkeit während der Regenzeit. Hinzukommend äußerten die Lehrer den Wunsch nach einer weiteren Toilette, den wir ihnen gerne erfüllen wollen.
Kosten für dieses Bauprojekt:
Toilette € 1.000
Anstrich € 1.500

Die Schule in Gourou – 206 Kinder und keine Toiletten

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye
Oft glauben wir, schon alle Varianten an Mangel und schlechten Zuständen bei unseren Besuchen der vielen Schulen, die wir mittlerweile kennen, gesehen zu haben. Die 206 Schüler und die Lehrer der Schule in Gourou haben keine einzige Toilette! Vor einiger Zeit hatten die Dorfbewohner angefangen, 8 Toiletten zu bauen, allerdings konnte der Bau nicht vollendet werden. Zudem gab es ein Problem mit der Konstruktion der Klärkammer unter der Toilettenanlage. Wir gaben die Zusage, die Toiletten benutzbar zu machen. Die Baumaßnahmen hatten bereits kurzfristig nach unserem Besuch begonnen. Zum Glück konnten wir einen Teil der errichteten Toiletten erhalten und die Klärkammer umbauen.
neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye
Neben dem Problem mit den Toiletten, gibt es auch mehrere Schulgebäude, die renovierungsbedürftig sind. Auch hier haben wir geholfen und schon eines der Gebäude wieder instandgesetzt, bei dem das Dach kaputt war und der Boden gefliest werden musste. Dieses Gebäude dient nun als Kindergarten.
Für die Renovierung weiterer Gebäude müssen wir auf weitere Spenden hoffen.
Kosten für dieses Bauprojekt:
Umbau der Toilettenanlage € 4.500

Instandsetzung des Kindergartens

€ 3.000

Eine zusätzliche Sickergrube…

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

…ACHT Toiletten für Lehrer und Schüler sind fertig!

Die Schule in Nobandane – Der Platzmangel nimmt kein Ende!

Erst 2024 hatten wir durch die enorm großzügige Spende von Philipp K. aus Hamburg ein Schulgebäude für zwei Schulklassen in Nobandane gebaut. Jetzt, zwei Jahre danach, bekamen wir einen verzweifelten Anruf des Schuldirektors, dass er nicht mehr wüsste, wie der Unterricht unter den derzeitigen katastrophalen Bedingungen fortgeführt werden sollte. Das Rotationssystems des Unterrichts (einige Schulklassen werden nur vormittags, die anderen nur nachmittags unterrichtet), verhindert nicht, dass es bei 340 Schülern in sieben Klassen eine durchschnittliche Klassenstärke von 49 Schülern je Klasse gibt. Den größten Platzmangel trifft gerade zwei Klassen der 15- und 16-jährigen Schüler, die sich mit 63 Schülern einen Klassenraum teilen müssen, in dem sie parallel unterrichtet werden. Wie so oft wurde versucht an einem der Schulgebäude einen provisorischen Klassenraum aus Stroh zu errichten. Und ebenso oft hält so ein Klassenraum den Witterungsbedingungen nicht stand.
Somit mussten sich die 63 Schüler in den einen Klassenraum quetschen. Zum Teil sitzen hier die nahezu erwachsenen Schüler zu Dritt in einer Schulbank. Es war ein unglaubliches Bild, welches sich uns dort bot. Wir konnten gar nicht anders, als dem verzweifelten Schuldirektor unsere Zusage zu geben, dass wir zeitnah für den Bau zwei weiterer Klassenräume sorgen werden, uns derzeit aber noch die finanziellen Mittel fehlen. Um Material zu sparen, werden wir das von uns bereits gebaute Gebäude an der rechten Seite verlängern. Die Baukosten für dieses Bauprojekt betragen rund € 12.000. Bitte spendet für dieses Bauprojekt… und für die Schüler von Nobandane!

Die Schule in Podome – Es gibt sie, diese unglaublichen Glücksmomente!

Mitten im heißen Savannensand stand sie mit einem Mal dort, diese Strohhütte, die aussah, als würde sie als Unterstand für Vieh dienen. Es handelte sich jedoch um die provisorisch errichtete Schulklasse für 37 Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren. Ein Anblick, der uns auch nach all unseren Jahren im Senegal betroffen und traurig macht. Kaum, dass wir die Hütte betraten, wurden wir freundlich begrüßt und die Kinder sangen für uns. Neben dem fehlenden Gebäude gibt es ebenfalls keinen Brunnen in der Nähe, durch den die Kinder und der Lehrer ihren Durst stillen könnten. Die fast wie selbstverständlich fehlenden Toiletten will ich nicht unerwähnt lassen.
Noch vor unserem Besuch bei unserer täglichen Besprechung von Jean-Paul, Nicolas, Dirk und mir erklärte ich den anderen, dass wir mit Zusagen für Projekte nun etwas vorsichtig sein müssten, da wir schon viele Spenden verplant hatten. Als wir betroffen von der Schule wegfuhren und keine rechte Lösung zur Finanzierung für den Bau eines weiteren Schulgebäudes hatten, informierte ich eine kleine Gruppe von regelmäßigen Spendern per Whatsapp, um zumindest auf die schrecklichen Bedingungen der 37 Kinder aufmerksam zu machen. Und dann geschah das Unglaubliche!
neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye
Mirko Lenuweit, ein treuer Spender für unsere Brunnenprojekte rief mich an und sagte: “Fahrt bitte zurück und sagt dem Lehrer und den Kindern, dass sie von mir ein Schulgebäude mit zwei Klassen bekommen!“ Es gibt diese Momente, die einem vor Rührung die Tränen in die Augen treiben, dieses war so ein Moment! Noch vor unserem Besuch wussten wir nicht, wie wir dieses Projekt finanzieren sollten und dann diese Nachricht! Zudem spendete Mirko über den benötigten Betrag von € 13.000 hinaus, noch weitere € 1.000 für den Bau des so dringend benötigten Brunnens. Mirko, Sie haben das Herz am rechten Fleck, mehr kann man dazu nicht sagen!

Nach Mirkos Spendeneingang ging es auch schon los…

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

Die Krankenstation in Rôff – Der Stolz einer ganzen Region in der Savanne!

Jean-Paul, Rosi, Dirk, Kathleen und Cheikh sowie zwei Krankenpflegerinnen 

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

Wenn Einen Zahlen berühren können, dann diese unserer Krankenstation in Rôff! 

700 (!!!) Patienten behandelt der Sanitäter und Leiter der Krankenstation Cheikh Faye und sein Team mittlerweile monatlich. 2024 waren es noch 500 Patienten. 2025 erblickten 86 Neugeborene das Licht der Welt in unserer Krankenstation. Im letzten Infobrief hatten wir euch von den angeschlossenen Erweiterungen der Krankenstation berichtet. Das Ergebnis vor Ort selbst zu sehen, war einmal mehr beeindruckend. Und auch bei unserem Besuch war der Wartebereicht mit Patienten gut gefüllt, außerdem waren fast alle Betten mit Patienten belegt. Krankenstation hört sich so klein an, nennen wir sie doch ab jetzt einfach Gesundheitszentrum, denn das ist sie mittlerweile! 

Patienten im Wartebereich…

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

Ein Video von unserem Rundgang findet ihr bei Instagram unter helping_hands_senegal oder auf Torsten Rosenfels auf Facebook. Anschauen lohnt sich! 

Ein Brunnen für das Waisenhaus La Pouponnière in Nianing

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Schwester Marthe begrüßte uns mit Küsschen und nahm uns an die Hand. Es waren nur weitere Beweise für die Herzlichkeit und Wärme, die die Leiterin des Waisenhauses ausstrahlt. In ihrer Obhut und zweier weiterer Nonnen, sowie der Kinderpflegerinnen, befinden sich gerade 35 Kleinstkinder im Alter bis zwei Jahren. 

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Unter den Kindern gibt es eine kleine, wenn auch traurige Sensation. Eine Mutter, die im Februar Drillinge bekam, hatte diese dem Waisenhaus anvertraut, da sie akute Probleme hatte und die Drillinge nicht versorgen konnte. Nun sind die Drei im Waisenhaus in guten Händen. 

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Bei unserem Besuch konnten wir jede Menge Säuglings- und Babykleidung überreichen, die von Mirko und Freunden aus Zarrentin gespendet wurden. Hinzukommend hatten wir viele Windeln gekauft, die in Unmengen für die Kinder benötigt werden. 

Die Krankenstation von Rôff

Bei unserem Rundgang durch das Waisenhaus äußerte Schwester Marthe zwei Wünsche. Erstens benötigt das Waisenhaus dringend einen Minibus, um die Einkaufsfahrten und Arztbesuche besser bewerkstelligen zu können. Und zweitens möchte das Waisenhaus einen eigenen Brunnen im hinteren Teil des Grundstücks, um selbst etwas Gemüse anbauen zu können. 

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Den Minibus werden wir aus unseren finanziellen Mitteln für das Waisenhaus leider nicht beschaffen können. Aber einen Brunnen werden wir in jedem Fall bauen! 

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Sein Name ist Elhadj Cisse…

Elhadj ist 41 Jahre alt, lebt in dem Dorf Keur Baba Kane in der Nähe von Passy, einer der heißesten Regionen im Senegal… und Elhadj leidet unter Kinderlähmung. Wir hatten Elhadj während unserer jährlichen Kontrollfahrt unserer Brunnen kennengelernt. Uns stockte der Atem, als wir Elhadj über den sandigen Boden kriechen sahen, wobei seine Knie über den Boden schleiften und er sich mit der Kraft seiner Arme vorwärtsbewegte. Es war ein wirklich trauriges Bild, das uns zutiefst berührte. Elhadj hatte keinen Rollstuhl und keine Gehhilfen. Für uns stand augenblicklich fest, dass wir ihm diese Hilfsmittel besorgen wollten. Elhadj selbst äußerte einen ganz anderen Wunsch. „Könnt ihr mir nicht einen Brunnen bauen? Ich habe ein kleines Feld, aber kein Wasser. So könnte ich etwas anpflanzen und arbeiten.“ Was sollten wir ihm dazu anderes antworten, als „Ja, du bekommst deinen Brunnen!“ Unmittelbar nach unserem Facebook-Aufruf gab es von Andrea vorm Walde und Ihrer Familie die Zusage, die € 450 für den Rollstuhl und die Gehhilfen zu spenden. Elhadjs Leben ist nun etwas leichter. Den Brunnen werden wir hinzukommend aus vorhandenen Spenden bauen und somit wird Elhadjs Wunsch in Erfüllung gehen, eigenständig arbeiten zu können. 

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Wir hatten nie das Gefühl, Elhadj würde besonders behandelt werden, sondern er ist ein Teil der Dorfgemeinschaft, wie jeder andere. Gelebte Inklusion im Senegal… 

Moustafa lacht nicht so wie sonst…

Es gibt keinen Senegalaufenthalt ohne einen Besuch bei Moustafa. Der 23-jährige Moustafa gehört seit vielen Jahren zu unseren Schützlingen. Leider können wir nicht viel mehr tun, als ihn und seine Familie mit Kleinigkeiten zu versorgen und für Notfälle zur Verfügung zu stehen. Dieses Jahr war Moustafa leider nicht ganz so gut zurecht im Vergleich zu unseren Besuchen in den letzten Jahren. Moustafa, wir hoffen, dass du uns nächstes Jahr wieder dein so erfrischendes Lächeln schenkst! 

Thérèse und ihre tollen Freunde

Sie heißen Sanou (13), Thomas (17), Ousseynou (19) Issa (15) und Mori (16) und sie sind Thérèses Freunde. Diese wunderbaren Kinder leben gemeinsam in einer Einrichtung für behinderte Kinder. 

Diese Kinder berühren uns bei jedem unserer Besuche aufs Neue! Man spürt wirklich, wie glücklich sie hier zusammenleben. Thérèse begleiten wir schon nahezu ihr ganzes Leben und freuen uns, dass es ihr hier so gut geht. Sie geht mit ihren Freunden in die Schule des Dorfes. Auch hier wird Inklusion gelebt. Das benötigte Schulgeld wird, seit Thérèse in dieser Einrichtung lebt, von unserer langjährigen Unterstützerin Claudia bezahlt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, auch im Namen von Thérèse und ihrer Familie! 

Moustafa

Nächstes Jahr werden wir wieder gemeinsam spielen!

Thérèse, mittlerweile 13 Jahre alt 

Ein Fazit nach 20 Jahren Projektarbeit…

Wenn ich eine einzige Aussage über 20 Jahre Helfende Hände Senegal treffen müsste, dann diese, dass wir etwas bewirken. Die Art und Weise wie wir helfen, ist richtig und verändert etwas zum Positiven im Leben der Menschen. Unser Motto „Hilfe zur Selbsthilfe!“ haben wir in all den Jahren nicht aus den Augen verloren. Wir machen durch unsere Projekte keine Geschenke, sondern sind der Motor für das, was folgt. Dazu gehört der wertvolle Zugang zu Trinkwasser, der die minimalste Grundlage zum Aufbau einer sicheren Existenz darstellt. Ebenso versuchen wir möglichst vielen Kindern ein Lernen in einer würdigen Atmosphäre zu ermöglichen und eben auch in den Pausen eine Toilette zu benutzen (für uns selbstverständlich, im Senegal leider oft nicht). Wir schlagen in Europa die Hände über den Kopf zusammen, wie viele Menschen Afrikas unzivilisiert leben, aber Europa sorgt auch nicht gerade dafür, dass sich diese Zustände im Wesentlichen verbessern. So haben sich auch in Deutschland die Ausgaben für die Entwicklungshilfe in den letzten Jahren verringert. „Wir“ haben auch kein Verständnis für die Wirtschaftsflüchtlinge, wollen sie in Europa nicht aufnehmen, sorgen aber nicht ausreichend dafür, dass sie erst gar keinen Grund haben, ihr Land zu verlassen, …ihre Heimat! Es ist grotesk, auf der einen Seite wollen „wir“ die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge nicht, aber wenn sie als unverzichtbare Erntehelfer besonders in Spanien und Italien dafür sorgen, dass wir täglich unsere frischen Tomaten im Supermarkt kaufen können, dann passen sie uns!? Solange wir afrikanische Länder mit subventionierten EU-Waren überschütten, die in Afrika selbst produziert werden können, machen wir es diesem Kontinent schwer voranzukommen. Neben den Problemen, die durch andere Staaten verursacht werden, muss man natürlich auch den Senegal und seine eigenen Defizite betrachten. Ein Staat der restriktive Gesetze gegenüber Minderheiten erlässt und weiterhin den Muslimen die Heirat mit bis zu vier Frauen erlaubt, trägt maßgeblich zu Problemen im eigenen Land bei. Der Senegal hat eine junge Bevölkerung. 2023 lebten im Senegal 17,8 Millionen Menschen. Die Prognose für 2030 liegt dann schon bei 21,5 Millionen Menschen (Quelle Wikipedia). Bei dieser rasanten Bevölkerungsentwicklung ist es wenig erstaunlich, dass uns in den letzten Jahren verstärkt die Strohhütten auffallen, die als provisorische Klassenräume dienen. Und dann ist da traurigerweise das ungenutzte Potenzial besonders im Tourismusbereich. Die Küste von Mbour bis Joal, an der wir jedes Jahr Station machen, ist in weiten Teilen extrem vermüllt, vor allem durch Plastikabfälle. Dieser einst landschaftlich und normalerweise touristisch attraktive Küstenstreifen verkommt, seit große Hotels vor einigen Jahren geschlossen haben. Das Müllproblem sorgt dafür, dass Touristen ausbleiben und die Handvoll vorzufindende Touristen werden sehr wahrscheinlich durch die mangelnde Sauberkeit und der damit verbundenen Unattraktivität nicht wiederkehren. Neben all den existierenden Problemen sehe ich Menschen im Senegal, die Charaktereigenschaften besitzen, die in unseren Wohlstandsländern gefühlt langsam abhandenkommen. Dazu gehören für mich vorneweg die Bereitschaft zu teilen und abgeben zu können und in jedem Fall auch der respektvolle Umgang gegenüber älteren Menschen, Schwächeren und auch gegenüber Lehrern und Polizisten. 

Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing

Diese Lagebeschreibung soll nur verdeutlichen, dass es Probleme gibt, deren Lösungsfindung nicht unsere Aufgabe sein kann. Unsere Aufgabe muss es sein, dass wir den Ärmsten der Armen weiterhelfen. Zu glauben, dass die Menschen in der senegalesischen Savanne in einigen Jahren aus eigener Kraft auch nur annähernd unseren Begriff von Wohlstand leben könnten, ist schlichtweg utopisch. Ein Lichtblick in dieser sehr komplexen Problematik seid IHR! IHR seid es, die dafür sorgen, dass sich die Zustände für einzelne und doch sehr viele Menschen verbessern! Mit jedem einzelnen gespendeten Euro helft ihr diesen Menschen, die selbst nicht aus ihrer miserablen Lebenslage herausfinden können und bietet ihnen eine Perspektive. Und darauf kommt es an! Es berührt mich bis heute, dass wir Mitglieder und treue Spender haben, einige von euch sind von der ersten Stunde an dabei, die nur Eines wollen: HELFEN! Eine Freundin fragte mich letztens, was mich motiviert immer weiter zu machen, wo doch die Not so endlos scheint. Ich antwortete ihr: „Es ist ganz klar Mitleid, dass mich über die Jahre antreibt. Wir können helfen, also sollten wir helfen! Für Verzweiflung ist kein Platz. Und warum sollte ich verzweifelt sein, wenn ich sehe, was durch unsere Arbeit im Senegal entstanden ist!?“ Und da komme ich mal kurz zu ein paar Zahlen, die den Erfolg unserer Arbeit durch eure Spenden verdeutlichen: 

20 Jahre Helfende Hände Senegal in Zahlen bedeuten: 

(1) Mehr als eine halbe Million Euro an Spenden 

(2) Mehr als 160 gebaute Brunnen mit Trinkwasser 

(3) Mehr als 25 gebaute Klassenräume 

(4) Mehr als 35 gebaute Toiletten 

(5) Mittlerweile mehr als 700 Patienten monatlich in unserer Krankenstation in Rôff 

Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing

Dieser Rückblick bedeutet Eines für mich: Weitermachen! Ich kann euch sagen, es gibt Schöneres für Jean-Paul, Nicolas, Antoine, Dirk und mich, als 10 Stunden durch die heiße Savanne zu fahren und einen Brunnen nach dem anderen zu kontrollieren. Es gibt aber eben auch nichts Schöneres, als in dieser tollen Gemeinschaft die Früchte unserer Arbeit zu sehen. 

Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing

20 Jahre Helfende Hände Senegal bedeuten auch eine enorme Dankbarkeit! Ich danke allen Spendern für das, was uns alle eint: helfen zu wollen! Ich danke euch für euer Vertrauen und die fortwährende Bereitschaft für die Armen im Senegal da zu sein! Bitte behaltet euer Mitgefühl und euer Engagement bei! GEMEINSAM mit euch, freue ich mich, noch mehr Menschen im Senegal zu helfen! Ich danke Jean-Paul für nahezu 20 Jahre exzellente Projektarbeit! Ich danke Dirk für 20 Jahre aufwendiger Kassenwartarbeit! Ich danke Elke für 20 Jahre Helfende Hände Senegal erstklassig im Internet präsentiert zu haben! Ich danke Werner und Demba… ihr bleibt für immer ein Teil des Großen Ganzen! Danke an Schwester Marthe für ihr Vertrauen und ihre Zuversicht! Und… Thérèse und Moustafa euch verspreche ich, wir werden immer für euch da sein!

Torsten

„Was im Leben zählt, ist nicht, dass wir gelebt haben. 

Sondern, wie wir das Leben von anderen verändert haben.“ 

Nelson Mandela