Liebe Senegal-Freunde,
18 Jahre Brunnenbau = 160 (!!!) Brunnen
Einer unserer Brunnenbauer bei der Arbeit! Handarbeit und Schwerstarbeit zugleich!
Unsere aktuellen Schulprojekte
Die Schule in Louly Mbafaye – Aus alt mach neu!
Die Schule in Ngohé Cop – Schon wieder eine Strohhütte!
| Kosten für dieses Bauprojekt: | € 6.500 |
Die Schule in Ngolna – Es kann gekocht werden!
| Kosten für dieses Bauprojekt: | € 6.500 |
Die Schule in Diohine Poultock – Philipp machte es wieder möglich!
Die Schule in Garage Diahere – Es wird Zeit für neuen Glanz!
| Kosten für dieses Bauprojekt: | |
| Toilette | € 1.000 |
| Anstrich | € 1.500 |
Die Schule in Gourou – 206 Kinder und keine Toiletten
| Kosten für dieses Bauprojekt: | |
| Umbau der Toilettenanlage | € 4.500 |
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Instandsetzung des Kindergartens |
€ 3.000 |
Die Schule in Nobandane – Der Platzmangel nimmt kein Ende!
Die Schule in Podome – Es gibt sie, diese unglaublichen Glücksmomente!
Nach Mirkos Spendeneingang ging es auch schon los…
Die Krankenstation in Rôff – Der Stolz einer ganzen Region in der Savanne!
Wenn Einen Zahlen berühren können, dann diese unserer Krankenstation in Rôff!
700 (!!!) Patienten behandelt der Sanitäter und Leiter der Krankenstation Cheikh Faye und sein Team mittlerweile monatlich. 2024 waren es noch 500 Patienten. 2025 erblickten 86 Neugeborene das Licht der Welt in unserer Krankenstation. Im letzten Infobrief hatten wir euch von den angeschlossenen Erweiterungen der Krankenstation berichtet. Das Ergebnis vor Ort selbst zu sehen, war einmal mehr beeindruckend. Und auch bei unserem Besuch war der Wartebereicht mit Patienten gut gefüllt, außerdem waren fast alle Betten mit Patienten belegt. Krankenstation hört sich so klein an, nennen wir sie doch ab jetzt einfach Gesundheitszentrum, denn das ist sie mittlerweile!
Ein Video von unserem Rundgang findet ihr bei Instagram unter helping_hands_senegal oder auf Torsten Rosenfels auf Facebook. Anschauen lohnt sich!
Ein Brunnen für das Waisenhaus La Pouponnière in Nianing
Schwester Marthe begrüßte uns mit Küsschen und nahm uns an die Hand. Es waren nur weitere Beweise für die Herzlichkeit und Wärme, die die Leiterin des Waisenhauses ausstrahlt. In ihrer Obhut und zweier weiterer Nonnen, sowie der Kinderpflegerinnen, befinden sich gerade 35 Kleinstkinder im Alter bis zwei Jahren.
Unter den Kindern gibt es eine kleine, wenn auch traurige Sensation. Eine Mutter, die im Februar Drillinge bekam, hatte diese dem Waisenhaus anvertraut, da sie akute Probleme hatte und die Drillinge nicht versorgen konnte. Nun sind die Drei im Waisenhaus in guten Händen.
Bei unserem Besuch konnten wir jede Menge Säuglings- und Babykleidung überreichen, die von Mirko und Freunden aus Zarrentin gespendet wurden. Hinzukommend hatten wir viele Windeln gekauft, die in Unmengen für die Kinder benötigt werden.
Bei unserem Rundgang durch das Waisenhaus äußerte Schwester Marthe zwei Wünsche. Erstens benötigt das Waisenhaus dringend einen Minibus, um die Einkaufsfahrten und Arztbesuche besser bewerkstelligen zu können. Und zweitens möchte das Waisenhaus einen eigenen Brunnen im hinteren Teil des Grundstücks, um selbst etwas Gemüse anbauen zu können.
Den Minibus werden wir aus unseren finanziellen Mitteln für das Waisenhaus leider nicht beschaffen können. Aber einen Brunnen werden wir in jedem Fall bauen!
Sein Name ist Elhadj Cisse…
Elhadj ist 41 Jahre alt, lebt in dem Dorf Keur Baba Kane in der Nähe von Passy, einer der heißesten Regionen im Senegal… und Elhadj leidet unter Kinderlähmung. Wir hatten Elhadj während unserer jährlichen Kontrollfahrt unserer Brunnen kennengelernt. Uns stockte der Atem, als wir Elhadj über den sandigen Boden kriechen sahen, wobei seine Knie über den Boden schleiften und er sich mit der Kraft seiner Arme vorwärtsbewegte. Es war ein wirklich trauriges Bild, das uns zutiefst berührte. Elhadj hatte keinen Rollstuhl und keine Gehhilfen. Für uns stand augenblicklich fest, dass wir ihm diese Hilfsmittel besorgen wollten. Elhadj selbst äußerte einen ganz anderen Wunsch. „Könnt ihr mir nicht einen Brunnen bauen? Ich habe ein kleines Feld, aber kein Wasser. So könnte ich etwas anpflanzen und arbeiten.“ Was sollten wir ihm dazu anderes antworten, als „Ja, du bekommst deinen Brunnen!“ Unmittelbar nach unserem Facebook-Aufruf gab es von Andrea vorm Walde und Ihrer Familie die Zusage, die € 450 für den Rollstuhl und die Gehhilfen zu spenden. Elhadjs Leben ist nun etwas leichter. Den Brunnen werden wir hinzukommend aus vorhandenen Spenden bauen und somit wird Elhadjs Wunsch in Erfüllung gehen, eigenständig arbeiten zu können.
Wir hatten nie das Gefühl, Elhadj würde besonders behandelt werden, sondern er ist ein Teil der Dorfgemeinschaft, wie jeder andere. Gelebte Inklusion im Senegal…
Moustafa lacht nicht so wie sonst…
Es gibt keinen Senegalaufenthalt ohne einen Besuch bei Moustafa. Der 23-jährige Moustafa gehört seit vielen Jahren zu unseren Schützlingen. Leider können wir nicht viel mehr tun, als ihn und seine Familie mit Kleinigkeiten zu versorgen und für Notfälle zur Verfügung zu stehen. Dieses Jahr war Moustafa leider nicht ganz so gut zurecht im Vergleich zu unseren Besuchen in den letzten Jahren. Moustafa, wir hoffen, dass du uns nächstes Jahr wieder dein so erfrischendes Lächeln schenkst!
Thérèse und ihre tollen Freunde
Sie heißen Sanou (13), Thomas (17), Ousseynou (19) Issa (15) und Mori (16) und sie sind Thérèses Freunde. Diese wunderbaren Kinder leben gemeinsam in einer Einrichtung für behinderte Kinder.
Diese Kinder berühren uns bei jedem unserer Besuche aufs Neue! Man spürt wirklich, wie glücklich sie hier zusammenleben. Thérèse begleiten wir schon nahezu ihr ganzes Leben und freuen uns, dass es ihr hier so gut geht. Sie geht mit ihren Freunden in die Schule des Dorfes. Auch hier wird Inklusion gelebt. Das benötigte Schulgeld wird, seit Thérèse in dieser Einrichtung lebt, von unserer langjährigen Unterstützerin Claudia bezahlt. Vielen lieben Dank an dieser Stelle, auch im Namen von Thérèse und ihrer Familie!
Ein Fazit nach 20 Jahren Projektarbeit…
Wenn ich eine einzige Aussage über 20 Jahre Helfende Hände Senegal treffen müsste, dann diese, dass wir etwas bewirken. Die Art und Weise wie wir helfen, ist richtig und verändert etwas zum Positiven im Leben der Menschen. Unser Motto „Hilfe zur Selbsthilfe!“ haben wir in all den Jahren nicht aus den Augen verloren. Wir machen durch unsere Projekte keine Geschenke, sondern sind der Motor für das, was folgt. Dazu gehört der wertvolle Zugang zu Trinkwasser, der die minimalste Grundlage zum Aufbau einer sicheren Existenz darstellt. Ebenso versuchen wir möglichst vielen Kindern ein Lernen in einer würdigen Atmosphäre zu ermöglichen und eben auch in den Pausen eine Toilette zu benutzen (für uns selbstverständlich, im Senegal leider oft nicht). Wir schlagen in Europa die Hände über den Kopf zusammen, wie viele Menschen Afrikas unzivilisiert leben, aber Europa sorgt auch nicht gerade dafür, dass sich diese Zustände im Wesentlichen verbessern. So haben sich auch in Deutschland die Ausgaben für die Entwicklungshilfe in den letzten Jahren verringert. „Wir“ haben auch kein Verständnis für die Wirtschaftsflüchtlinge, wollen sie in Europa nicht aufnehmen, sorgen aber nicht ausreichend dafür, dass sie erst gar keinen Grund haben, ihr Land zu verlassen, …ihre Heimat! Es ist grotesk, auf der einen Seite wollen „wir“ die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge nicht, aber wenn sie als unverzichtbare Erntehelfer besonders in Spanien und Italien dafür sorgen, dass wir täglich unsere frischen Tomaten im Supermarkt kaufen können, dann passen sie uns!? Solange wir afrikanische Länder mit subventionierten EU-Waren überschütten, die in Afrika selbst produziert werden können, machen wir es diesem Kontinent schwer voranzukommen. Neben den Problemen, die durch andere Staaten verursacht werden, muss man natürlich auch den Senegal und seine eigenen Defizite betrachten. Ein Staat der restriktive Gesetze gegenüber Minderheiten erlässt und weiterhin den Muslimen die Heirat mit bis zu vier Frauen erlaubt, trägt maßgeblich zu Problemen im eigenen Land bei. Der Senegal hat eine junge Bevölkerung. 2023 lebten im Senegal 17,8 Millionen Menschen. Die Prognose für 2030 liegt dann schon bei 21,5 Millionen Menschen (Quelle Wikipedia). Bei dieser rasanten Bevölkerungsentwicklung ist es wenig erstaunlich, dass uns in den letzten Jahren verstärkt die Strohhütten auffallen, die als provisorische Klassenräume dienen. Und dann ist da traurigerweise das ungenutzte Potenzial besonders im Tourismusbereich. Die Küste von Mbour bis Joal, an der wir jedes Jahr Station machen, ist in weiten Teilen extrem vermüllt, vor allem durch Plastikabfälle. Dieser einst landschaftlich und normalerweise touristisch attraktive Küstenstreifen verkommt, seit große Hotels vor einigen Jahren geschlossen haben. Das Müllproblem sorgt dafür, dass Touristen ausbleiben und die Handvoll vorzufindende Touristen werden sehr wahrscheinlich durch die mangelnde Sauberkeit und der damit verbundenen Unattraktivität nicht wiederkehren. Neben all den existierenden Problemen sehe ich Menschen im Senegal, die Charaktereigenschaften besitzen, die in unseren Wohlstandsländern gefühlt langsam abhandenkommen. Dazu gehören für mich vorneweg die Bereitschaft zu teilen und abgeben zu können und in jedem Fall auch der respektvolle Umgang gegenüber älteren Menschen, Schwächeren und auch gegenüber Lehrern und Polizisten.
Diese Lagebeschreibung soll nur verdeutlichen, dass es Probleme gibt, deren Lösungsfindung nicht unsere Aufgabe sein kann. Unsere Aufgabe muss es sein, dass wir den Ärmsten der Armen weiterhelfen. Zu glauben, dass die Menschen in der senegalesischen Savanne in einigen Jahren aus eigener Kraft auch nur annähernd unseren Begriff von Wohlstand leben könnten, ist schlichtweg utopisch. Ein Lichtblick in dieser sehr komplexen Problematik seid IHR! IHR seid es, die dafür sorgen, dass sich die Zustände für einzelne und doch sehr viele Menschen verbessern! Mit jedem einzelnen gespendeten Euro helft ihr diesen Menschen, die selbst nicht aus ihrer miserablen Lebenslage herausfinden können und bietet ihnen eine Perspektive. Und darauf kommt es an! Es berührt mich bis heute, dass wir Mitglieder und treue Spender haben, einige von euch sind von der ersten Stunde an dabei, die nur Eines wollen: HELFEN! Eine Freundin fragte mich letztens, was mich motiviert immer weiter zu machen, wo doch die Not so endlos scheint. Ich antwortete ihr: „Es ist ganz klar Mitleid, dass mich über die Jahre antreibt. Wir können helfen, also sollten wir helfen! Für Verzweiflung ist kein Platz. Und warum sollte ich verzweifelt sein, wenn ich sehe, was durch unsere Arbeit im Senegal entstanden ist!?“ Und da komme ich mal kurz zu ein paar Zahlen, die den Erfolg unserer Arbeit durch eure Spenden verdeutlichen:
20 Jahre Helfende Hände Senegal in Zahlen bedeuten:
(1) Mehr als eine halbe Million Euro an Spenden
(2) Mehr als 160 gebaute Brunnen mit Trinkwasser
(3) Mehr als 25 gebaute Klassenräume
(4) Mehr als 35 gebaute Toiletten
(5) Mittlerweile mehr als 700 Patienten monatlich in unserer Krankenstation in Rôff
Dieser Rückblick bedeutet Eines für mich: Weitermachen! Ich kann euch sagen, es gibt Schöneres für Jean-Paul, Nicolas, Antoine, Dirk und mich, als 10 Stunden durch die heiße Savanne zu fahren und einen Brunnen nach dem anderen zu kontrollieren. Es gibt aber eben auch nichts Schöneres, als in dieser tollen Gemeinschaft die Früchte unserer Arbeit zu sehen.
20 Jahre Helfende Hände Senegal bedeuten auch eine enorme Dankbarkeit! Ich danke allen Spendern für das, was uns alle eint: helfen zu wollen! Ich danke euch für euer Vertrauen und die fortwährende Bereitschaft für die Armen im Senegal da zu sein! Bitte behaltet euer Mitgefühl und euer Engagement bei! GEMEINSAM mit euch, freue ich mich, noch mehr Menschen im Senegal zu helfen! Ich danke Jean-Paul für nahezu 20 Jahre exzellente Projektarbeit! Ich danke Dirk für 20 Jahre aufwendiger Kassenwartarbeit! Ich danke Elke für 20 Jahre Helfende Hände Senegal erstklassig im Internet präsentiert zu haben! Ich danke Werner und Demba… ihr bleibt für immer ein Teil des Großen Ganzen! Danke an Schwester Marthe für ihr Vertrauen und ihre Zuversicht! Und… Thérèse und Moustafa euch verspreche ich, wir werden immer für euch da sein!
Torsten
























































