Liebe Senegal-Freunde,

normalerweise beginne ich den Weihnachtsinfobrief mit unseren erfolgreich realisierten Projekten. Da mich aber in den letzten Tagen eine Nachricht unseres Mitarbeiters Jean-Paul aus dem Senegal erreichte, in der eine Schule bei Diohine um unsere Hilfe bat, werde ich diesem Hilferuf Vorrang geben. 70 Kinder (!) werden in der Strohhütte unterrichtet, die ihr auf den Fotos seht. In den Schulbänken, die normalerweise für zwei Kinder vorgesehen sind, quetschen sich zum Teil bis zu fünf Kinder. Selten haben wir so schlimme Unterrichtsbedingungen gesehen. Ich bitte euch, lasst uns den Kindern in Diohine helfen!
Schule in Diohine
Schule in Diohine
Schule in Diohine

Ohne die Unterstützung von ausländischen Vereinen wie unseren, werden sich die Bedingungen für die Kinder nicht kurzfristig ändern. Wir müssen gar nicht mehr nach neuen Projekten suchen, sie kommen zu uns. Helfende Hände Senegal e.V. ist in der Region von M’bour über Fatick bis Kaolack dafür bekannt Schulgebäude und Brunnen zu bauen. Die Lehrer in der Region sind über eine Whatsapp-Gruppe vernetzt und so gelangen Missstände und damit verbundene Hilferufe recht schnell zu Jean-Paul, der einen Großteil der Lehrer mittlerweile persönlich kennt.

Der Staat tut sein Möglichstes, aber es gibt viel zu viele Notlagen, die eliminiert werden müssen. Leider gibt es hinzukommend für die Schulklassen für Kinder von 6 – 12 Jahren einen Lehrermangel. Daher ist diese Klasse in Diohine auf 70 Schüler angewachsen und wird von nur einem Lehrer unterrichtet. Die Schule in Diohine wird bestimmt nicht die letzte Schule sein, die gezwungen ist, ihre Kinder in einer Strohhütte unterrichten zu müssen.

WIR sollten JETZT dort helfen. Ich bitte euch!

Kosten für dieses Bauprojekt:
Schulgebäude für eine Klasse: € 8.000
3 Toiletten € 3.000

20 Schulbänke à € 65:

€ 1.300

Somit insgesamt:

€ 12.300

Unsere Projekte

Die Schule in Louly Mbaffaye

Wie ich euch im letzten Infobrief berichtete, gab es die beschämende Situation, dass die Kindergartenkinder ihre Notdurft lediglich auf einer provisorischen und ungeschützten Toilette verrichten konnten. Durch eure Spenden war es möglich, dass wir den Kindern zwei Toiletten bauen konnten.
Ungeschützte Toilette

vorher …

neue Toiletten in der Schule in Louly Mbaffaye

… jetzt!

Und endlich konnten wir durch eure Spenden das extrem marode Schulgebäude Instand setzen. Ein Teil des Mauerwerks konnten wir retten und dadurch die Kosten weit niedriger halten, als wenn wir ein neues Gebäude errichtet hätten.
Marodes Schulgebäude in Louly Mbaffaye

Erste Arbeiten an dem maroden Schulgebäude …

Neues Schulgebäude in Louly Mbaffaye

… Abschlussarbeiten an dem Schulgebäude

In den nächsten Tagen beginnen die Baumaßnahmen, um die Lücke zwischen den zwei Schulgebäuden zu schließen. Der dann neugewonnene Raum soll als Küche dienen. Die noch derzeit existierende Kochstelle ist eine wirkliche Zumutung, da es nicht einmal Schatten gibt. Zum Schutz vor der Sonne müssen die Köchinnen auf die überdachte Terrasse vor den Klassenräumen ausweichen.

Marodes Schulgebäude in Louly Mbaffaye
Neues Schulgebäude in Louly Mbaffaye

Ein Traum ist wahr geworden! Wir sind bei 150 Brunnen angelangt!

In meinen kühnsten Träumen hätte ich seit meiner ersten Reise in den Senegal im Jahr 2005 und nach unserer Vereinsgründung im Jahr 2006 gedacht, dass wir es schaffen würden, so vielen Menschen im Senegal den Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen. Und dieses ist nur durch das Vertrauen von euch Spendern möglich geworden. Ihr seid großartig und dafür möchte ich mich an dieser Stelle schon gesondert bedanken.

Neuer Brunnen der Fa. Ball & Böhm fertiggestellt

Der Maler Matar beschriftet den mittlerweile siebten Brunnen der Firma Ball & Böhm

Die Krankenstation von Rôff – ein Juwel!

Wie sich die Krankenstation entwickelt hat, ist kaum in Worte zu fassen. Diese kleine marode Krankenstation, die sie vor gut 15 Jahren noch war und für die aus Spenden von Dr. Fella eine erste große Sanierung und ein Ausbau ermöglicht wurde, konnte nun dank eurer Spenden eine zweite große Erweiterung erfahren. Ich bin versucht, schon von einem kleinen Krankenhaus zu sprechen. Die Krankenstation wurde um ein weiteres Krankenbettzimmer, ein Untersuchungszimmer, ein Apothekenraum und eine Toilette und eine Dusche erweitert. Es ist ein unglaubliches Ergebnis und der krönende Abschluss dieses Projektjahres mit euch.
Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Lückenschluss, jede verfügbare Mauer wird genutzt, um mehr Räume zu erhalten.

Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff
Die Krankenstation von Rôff

Der Apothekenraum ist Teil der Krankenstation, die aus mehreren Gebäuden besteht

Die Krankenstation von Rôff
Das Team der  Krankenstation von Rôff

Jean-Paul (links) mit dem tollen Team der Krankenstation, welches jeden Monat über 500 Patienten behandelt. Cheikh Faye (rechts) ist Leiter der Station.

Weihnachtsgrüße von unseren Schützlingen

Jedes Jahr, in welchem wir Moustafa und Thérèse begleiten dürfen, ist ein Gewinn, der sich nicht messen lässt. Ein behindertes Leben in einem Land zu führen, in dem es an so Vielem mangelt, ist eine wahre Herausforderung. Dennoch sehen wir diese beiden tollen Menschen bei jedem unserer Besuche lachen, nicht zuletzt, da sie gut umsorgt werden. Auch wenn wir nur kleinere Hilfen leisten, wie durch Thérèses Schulgeld oder den Kauf von Nahrung und Medikamenten für Moustafa, so freuen wir uns, dass wir auch in Zukunft an ihrer Seite bleiben werden. Sollten die Beiden mehr Hilfe benötigen, so werden sich ihre Familien bei Jean-Paul melden. Wir werden gerne helfen!

Moustafa
Thérèse

Zum Jahresende ...

Wir sind mitten im 20. Jahr unseres Vereinsbestehens. Ein Erfolg, den so viele Menschen ermöglicht haben und denen ich zum Jahresende unbedingt noch danken möchte.

Zunächst gilt mein Dank allen Spendern, denn machen wir uns nichts vor, ohne Spenden gibt es keine Projekte! Und wirklich jeder Euro hilft! Dieses Jahr ist bislang kein wirklich gutes Spendenjahr. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass ihr weiterhin für die Menschen im Senegal da seid und euer Möglichstes beitragen werdet, um den Menschen im Senegal zu helfen. Diese Hilfe ist unglaublich wertvoll und das größte Geschenk, dass ihr euch selbst zu Weihnachten machen könnt.

Wir haben uns als Ziel gesetzt, nächstes Jahr mindestens 10 weitere Brunnen zu bauen. Hierfür möchte ich an dieser Stelle der Firma Lenuweit, der Firma CT Logistics, Brigitte Fehring und Dietmar Fehring danken. Sie alle haben schon Spenden für sechs weitere Brunnen bereitgestellt! Ein Dank gilt auch den Spendern, die monatlich durch Daueraufträge spenden. Das ist neben den jährlichen Mitgliedsbeiträgen eine sichere Basis, um helfen zu können. Und noch einmal… jede Spende, jeder einzelne Euro hilft!

Dann gilt mein Dank Elke de Vries, die unsere Internetseite immer prompt aktualisiert, sobald ein neuer Infobrief erscheint. Ein großer Dank auch an unseren Kassenwart Dirk Schlottmann, der den unglaublichen Aufwand der Jahresabschlüsse jedes Mal mit Hingabe meistert.

Und zum Schluss gibt es einen Menschen, dem ich besonders danken will, unserem Mitarbeiter und Freund Jean-Paul Sarr. Wir haben Jean-Paul in den letzten Jahren durch die vielen Bauprojekte sehr gefordert. Egal welches Projekt wir verfolgen oder welchen Menschen wir helfen wollen, Jean-Paul ist der Macher im Senegal und er erledigt die gestellten Aufgaben nicht irgendwann, sondern eher heute als morgen. Jean Paul hat das Herz am rechten Fleck für die Bedürfnisse der eigenen Bevölkerung. Man spürt seinen Stolz für seine Mitmenschen Hilfe leisten zu können.

Du darfst stolz auf dich sein Jean-Paul! Wir sind es allemal!

Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Mit den Eindrücken vom Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing, verabschieden wir uns aus dem Projektjahr 2025. Jean-Paul hatte am 10.12.2025 im Namen von uns allen eine Weihnachtslieferung an Lebensmitteln und Hygieneprodukten überreicht. Im März 2026 werden Dirk und ich wieder in den Senegal reisen und freuen uns schon, Thérèse, Moustafa und die Kinder von LA PUPONNIERE wieder lachen sehen zu können.
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing

Ich wünsche euch allen, die die Menschen im Senegal so großartig unterstützen, ein friedvolles Weihnachtsfest und alles erdenklich Gute für 2026!

Torsten

Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Im Waisenhaus LA POUPONNIERE in Nianing
Helfende Hände Senegal
Helfende Hände Senegal