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  1. Aktuelles August 2017

    10. September 2017 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    dank eurer Spenden ist unser im Januar gestecktes Ziel, in diesem Jahr den 50. Brunnen im Senegal zu bauen, bereits jetzt erreicht worden. Während des Senegal-Besuchs von uns (Elke, Karin, Dirk, Torsten) im Frühjahr 2017 hatten wir den Bau sechs weiterer Brunnen geplant, wovon inzwischen bereits fünf fertig gestellt sind. Zwei der neuen Brunnen sind in den Schulen von Rôff und Louly Mbafaye gebaut worden, da die Schüler sehr weite Wege bis zum nächsten Brunnen zurücklegen müssen um an Wasser zu gelangen. Außerdem kann in beiden Schulen weder der Schulgarten, um den Umgang mit Pflanzen zu erlernen, unterhalten werden, noch die Toilette benutzt werden. Drei weitere Brunnen sind in der Region um Passy gebaut worden. Die Bewohner der Dörfer Keur Layene Drame, Ndianke Ali und Kebe Medina haben sich bei unseren Mitarbeitern Jean-Paul Sarr und Demba Diouf für diese lebenswichtige Unterstützung bedankt. Dieser Dank gilt jedem von euch! In der entlegenen Savannenregion um Passy (ca. 140 km südöstlich von Mbour, Fahrzeit ca. 3-4 Stunden) war bereits ein Brunnenbauprojekt Anfang des Jahres von uns vollendet worden. Diese Region ist extrem heiß und trocken. Wir empfanden die Vegetation im Vergleich zu der Savanne rund um Rôff oder Diohine, wo die meisten unserer Brunnen bislang entstanden sind, hier in Passy noch karger. Für die Dorfbewohner ist unser Brunnen ein echter Segen. Ein Dorfbewohner sagte uns, dass es keine Arbeit gibt und der Brunnen nun dafür sorgt, dass er sein eigenes kleines Feld bestellen kann, um somit seine Familie ernähren zu können. Diese Aussage war für uns eine zusätzliche Bestätigung an diesem Ort einen Brunnen gebaut zu haben. Dass die Menschen trotz dieser schwierigen klimatischen Bedingungen versuchen ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, indem sie kleinbäuerliche Landwirtschaft betreiben, als einzige Möglichkeit um ihre Existenz zu sichern, hat uns einmal mehr beeindruckt. Unser Hauptaugenmerk bleibt der Brunnenbau, um einem Teil der Savannenbevölkerung den Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen – ein Menschenrecht!

    Brunnen in Aga Biram

    Der Brunnen in Aga Biram, der durch ein Schulprojekt der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg gespendet wurde

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  2. Aktuelles Januar 2016

    1. Februar 2016 von Torsten

    Liebe Senegal-Freunde,

    das Projektjahr 2015 war in Bezug auf den Spendeneingang das bislang erfolgreichste in unserer nahezu 10-jährigen Vereinsgeschichte. Insgesamt kamen dank der Mitgliedsbeiträge und Spenden fast € 15.000 zusammen. Es gab im letzten Jahr einige Großspender, darunter die P.R. Trans GmbH, Dr. Fella Industriebedarf, CT Logistics GmbH, eine Steuerkanzlei aus Hamburg und mehrere private Großspender, bei denen wir uns im Namen der senegalesischen Menschen, die unsere Hilfe erreicht, herzlich bedanken. Gleichzeitig sprechen wir euch Mitgliedern unseren Dank für euer langjähriges Vertrauen in unsere Projekte aus. Durch diese sichere Basis eurer Mitgliedsbeiträge lassen sich unsere Projekte jedes Jahr erneut gut planen und umsetzen.

    Ende letzten Jahres haben wir noch die Solaranlage in der Krankenstation in Rôff installieren lassen können. Sie funktioniert einwandfrei und neben dem sofort verfügbaren Strom während der Sonnenstunden am Tage, speichern die Akkus genügend Strom um eine sichere Versorgung auch in der Nacht zu gewährleisten. Sämtliche Räume haben nun Licht und ausreichend Steckdosen um medizinische Geräte bei Bedarf anschließen zu können. Einen Kühlschrank zur Aufbewahrung von Medikamenten werden unsere Mitarbeiter Jean-Paul Sarr und Demba Diouf in den nächsten Wochen besorgen. Die Bewohner in Rôff und auch die Savannenbewohner in der Umgebung nutzen die Krankenstation permanent. Einige Kinder wurden schon in der Krankenstation geboren. Die Mütter gebären seit dem Umbau der Station fast ausschließlich hier und nicht mehr Zuhause. Aber auch bei Verletzungen oder Erkrankungen nehmen die Bewohner das Angebot an medizinischer Versorgung gerne an.

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    Ankunft der Solaranlage (rechts im Bild: Jean-Paul)

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    Neben der Installation der Solaranlage, wurden nun auch die fehlenden Fenster als Schutz gegen Sand und Schmutz eingebaut, was zu einer erheblichen hygienischen Verbesserung beiträgt. (more…)


  3. Schulbücher für die Kinder in Rôff

    26. März 2008 von Torsten

    Die Kinder von Rôff

    Einige Kilometer südöstlich von Nianing liegt das kleine Savannendorf Rôff. Hier haben wir eine fürchterliche Versorgung der Schüler sehen müssen.

    Schule in Rôff

    Die Schule hat derzeit 124 Schüler, verteilt auf drei Klassen. Kinder aus Dörfern im Umkreis bis zu 5 km werden vom sechsten bis 14. Lebensjahr hier unterrichtet. Die Schule beginnt um 8.00h und an mehreren Tagen endet der Unterricht erst um 17.00h. Das bedeutet, dass die Kinder gegen 6.30h von Zuhause loslaufen, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Der Direktor sagte uns, dass nur die starken Kinder einer Familie dieses auf sich nehmen können, denn die Kinder bekommen den ganzen Tag nichts zu Essen und laufen um 17.00h den ganzen Weg hungrig zurück, um endlich bei der Familie eine Mahlzeit zu bekommen.

    Die Kinder von Rôff

     

    Die Schule in Rôff

    Andere wenige Schulen in der Savanne haben das Glück mittlerweile eine Kantine zu besitzen, wo die Mütter aus naheliegenden Dörfern mittags das Essen zubereiten. Der Direktor der Schule in Rôff beantragt seit Jahren bei der Regierung den dringenden Bau der Kantine. Er musste erfahren, dass die Regierung jedes Jahr für jedes Département (Regierungsbezirk) nur eine Kantine genehmigt. Ein Regierungsbezirk umfasst ca. 100 bis 200 Dörfern mit Schulen. Das bedeutet, dass selbst in 100 Jahren nicht jede Savannenschule eine Kantine besitzt und die Chance, dass gerade die Schule in Rôff bei der nächsten Genehmigung berücksichtigt wird, ist verschwindend gering.

    Schuldirektor in Rôff

    Zitat des Direktors: „Die Kinder müssen den Hunger ertragen um Bildung zu bekommen!“

    Ein weiteres Problem ist der Mangel an Schulbüchern. Vier Kinder müssen sich ein Schulbuch teilen. Da ergibt sich das Problem, dass nach der Schule exakt drauf geachtet werden muss, dass vier Kinder aus nahe beieinander liegenden Dörfern sich die Schulbücher teilen, damit diese so effizient wie möglich eingesetzt werden. Die für den Unterricht benötigten Texte aus den Schulbüchern muss der Lehrer komplett an die Tafel schreiben, damit alle Schüler den Text lesen können. Dieses verzögert das Lernen ungemein.

    Als erste Maßnahme ließen wir Jean Paul mit dem Direktor ein Essen für den nächsten Schultag zu organisieren. Bei diesem Essen baten wir dann um die Kostenauflistung der Bücher und für den Bau der Kantine. Als wir zu dem Essen kamen, wurden wir durch lauten Applaus begrüßt.

    Kosten für 220 Schulbücher: € 470,-– Kosten für den Bau der Kantine: € 2.700,–

    Wir waren schockiert, dass so wenig Geld benötigt wird um die Situation der Schüler erheblich zu verbessern. Leider haben wir nicht mehr genügend Spendengelder um die Kosten für beide Vorhaben zu decken. Die Schulbücher können noch von unseren Spendengeldern bezahlt werden. Leider fehlen für den Bau der Kantine € 1.600,–. Da hoffe ich auf Eure Unterstützung! Als letzte Konsequenz würde ich den fehlenden Betrag selbst aufbringen.