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  1. Lepradorf Mbaling

    8. März 2010 von Torsten

    Wie schon bei unserem Besuch im März 2009, haben wir auch dieses Jahr der Krankenstation in Mbaling Medikamente und Verbandsmaterial mitgebracht. Bei dem Gespräch mit einer Krankenschwester fanden wir heraus, dass die Medikamente und Verbandsmaterialien um ein vielfaches billiger sind als in Deutschland. So kosten z.B. 10 Paracetamol in Deutschland ca. 50 Eurocent, im Senegal aber gerade mal 10 Eurocent. Auch wir können durch solche Erfahrungen nur hinzu lernen und haben daher beschlossen, das Jean-Paul sich mit der zuständigen Krankenschwester in regelmäßigen Abständen in Verbindung setzt und nachhakt, welche Medikamente gerade benötigt werden. Da wir nie Geld an Dritte geben, wird Jean-Paul mit der Krankenschwester zu dem entsprechenden Händler fahren, die Rechnung vor Ort bezahlen und die Medikamente in Empfang nehmen.

    Lepradorf Mbaling

    Lepradorf Mbaling


  2. Sanitätsstation in Rôff

    7. März 2010 von Torsten

    Für die werdenden Mütter in der Sanitätsstation in Rôff soll eine Liege angeschafft werden, damit diese eine bessere Möglichkeit haben ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Bislang geschieht das auf einer Matte auf dem Fußboden.Wir müssen erneut feststellen, dass die Menschen selbst für solche, in unseren Augen kleinen Anschaffungen, einfach kein Geld haben.

    Sanitätsstation in Rôff

    Jean-Paul in der Krankenstation von Rôff

    Sanitätsstation in Rôff

    Sanitätsstation in Rôff

    Die Krankenstation von Rôff

     

     


  3. Bau der Schulkantine in Rôff

    7. Januar 2010 von Torsten

    Die Kinder von Rôff

    Im März 2008 berichteten wir über die geplante Schulkantine in Rôff.

    Inzwischen konnte der Bau unserer Schulkantine abgeschlossen und der Betrieb aufgenommen werden. Vielen Dank allen Spendern!

    Schüler in der Schulkantine in Rôff

    Schüler in der Schulkantine in Rôff


  4. Brunnenbau in Louly Nak und Balabougou

    30. Juli 2009 von Torsten

    Wassermangel in der Savanne

    Brunnenbau in Louly Nak und Balabougou

    Der Wassermangel in der trockenen Savanne ist ein immer wiederkehrendes Problem, da es pro Jahr nur eine kurze Regenzeit von vier Monaten Dauer gibt, die Ende Juni beginnt und im Oktober schon wieder endet. Unser senegalesischer Mitarbeiter Jean-Paul Sarr hatte bereits vor unserer Ankunft zwei weitere Dörfer ausfindig gemacht, wo dringend Brunnen benötigt werden, um den Wasserbedarf der dort lebenden Familien zu sichern. Eines der Dörfer ist das Dorf Balabougou (einige Kilometer hinter dem Dorf Rôff gelegen), ein weiteres ist das Dorf Louly Nak, welches linker Hand der Nationalstraße von M’Bour Richtung Fatick in der Savanne liegt. In beiden Dörfern ergeben sich dieselben Probleme. Es gibt in einigen hundert Metern Entfernung lediglich nicht befestigte Brunnen, die maximal eine Saison halten, da sie durch die fehlende Zementierung während der Regenzeit aufgeweicht werden und in sich zusammenfallen. Beide derzeit existierenden Brunnen haben zudem durch die unzureichende Tiefe von knapp sieben Metern nie genügend Wasservorrat für alle umliegend wohnenden Familien.

    Brunnenbau in Louly Nak und Balabougou

    Nachdem wir die beiden Dörfer und die Bauplätze der Brunnen besichtigt hatten, gab es für uns nur eine Entscheidung: Da die Menschen in beiden Dörfern dringend einen ganzjährigen Wasservorrat brauchen, lassen wir unseren zweiten und dritten Brunnen im Senegal bauen. Die neuen Brunnen werden, wie schon unser erster Brunnen bei Diohine, zementiert und ca. 15m tief, mit ausreichendem Wasservorrat für das ganze Jahr. Die Kosten für die Brunnen belaufen sich auf rund € 1.000,–, welche wir durch eure Spenden bezahlen können. Am 30. April haben wir durch einen Anruf von Jean-Paul erfahren, dass beide Brunnen schon im Bau sind und es ausreichend Wasser gibt. In wenigen Tagen werden beide Brunnen nach ca. vierwöchiger Bauzeit fertig gestellt.

    Brunnenbau in Louly Nak und Balabougou


  5. Feldbewässerung bei Rôff

    26. März 2008 von Torsten

    Feldbewässerung bei Rôff

    Unweit von der Schule in Rôff gibt es ein acht Hektar großes Feld, das nur unter schweren Bedingungen bestellt werden kann. Ungefähr 70% des Feldes sind momentan nicht nutzbar, da der Boden steinhart ist und die Bewässerung ein massives Problem darstellt.

    Vor fünf Jahren hatte ein Franzose den Menschen dort geholfen das Feld bewirtschaften zu können. Er sorgte für kleine Wasserleitungen, die in die Erde eingelassen wurden um nah an den Wurzeln für eine effektive Bewässerung zu sorgen. Für das Pumpen in die Wasserleitungen sorgte ein Motor, der mit Diesel betrieben wird. Der Franzose bezahlte die Feldarbeiter, kassierte im Gegenzug die Ernte. Nach einigen Jahren stellte er die Hilfe ein.

    Das Problem der Menschen ist auch hier der Geldmangel. Sie besitzen nicht mal soviel Geld, um am Tag sechs Liter Diesel für den Motor kaufen zu können, welcher für ca. fünf Stunden am Tag die Felder bewässern könnte. Zu Eurer Information, ein Liter Diesel kostet im Senegal soviel wie bei uns (derzeit ca. € 1,25).

    Savanne bei Rôff

    Von einem der Feldarbeiter erfuhren wir, dass neben dem fehlenden Diesel, mittlerweile die desolaten Zäune ein weiteres Problem darstellen, da Tiere sich über die Pflanzen hermachen und auch das Wasser wittern. Aus diesem Grunde errichten wir bei unserem Brunnenbau in Diohine ein Tierbassin, das sich außerhalb des Feldes befindet.

    Weiterhin kann der brachliegende Teil des Feldes nicht mehr per Hand gepflügt werden. Hierzu muss ein Traktor eingesetzt werden, welcher ca. € 60,– je Hektar zum Umpflügen kosten würde.

    Uns kam während der Besprechung mit dem Feldarbeiter folgende Idee

    Probeweise schaffen wir für zwei Hektar die Vorraussetzung für die Feldbestellung:

    (1) Traktor mieten zum ersten Umpflügen
    (2) Pflanzensamen
    (3) Diesel für den vorhandenen Motor zum Bewässern
    (4) Stacheldraht zum Schutz vor Tieren

    Feldbewässerung bei Rôff

    Anders als der Franzose, wollen wir die Menschen für ihre Feldarbeit nicht bezahlen, sondern sie sollen nach dem Erfolgsprinzip arbeiten und 90% der Ernte für sich behalten dürfen, egal ob sie sie verzehren oder damit handeln wollen. Die restlichen 10% fordern wir für die Allgemeinheit, um z.B. der Schule in Rôff regelmäßig etwas zu Essen liefern zu können. Der Start für dieses Projekt wird mit Jean Paul und dem Dorf Rôff noch abgestimmt.