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  1. Aktuelles September 2010

    4. September 2010 von Torsten

    Vor dem Erscheinen unseres nächsten Infobriefs, gibt es eine tolle Spendenaktion von der wir vorab an dieser Stelle auf unserer Internetseite und bei Facebook berichten wollen.

    Einmal mehr hat sich gezeigt, wie wichtig unser Internetauftritt ist. Schon an dieser Stelle einmal wieder ein großes Dankeschön an unsere Mitglieder Elke & Richard de Vries (Fa. netzintern, Harsefeld), die unsere Homepage in Absprache mit dem Vorstand gestalten und diese permanent pflegen.

    Durch unsere tolle Internetpräsenz ist die Lehrerin Martina Sigle der Friedrich von Keller Schule aus Abtsgmünd auf uns aufmerksam geworden. Sie kontaktierte uns im Juni und erzählte uns, dass ihre Klasse 2b im Rahmen einer Sammelaktion, durch den Verkauf von Gebäck, 270 Euro eingenommen hatte. Die Klasse 2b, die Eltern und Lehrer waren sich einig, dass uns der Betrag zukommen soll, um einen weiteren Brunnen bauen zu können. Die Klasse 2b war zunächst etwas enttäuscht, dass sie durch ihren Spendenbeitrag einen Brunnen nicht voll bezahlen können. Da der Bau eines Brunnens ungefähr 1.000 Euro kostet, hat Martina Sigle die Spende noch sehr großzügig aufgestockt, sodass wir nur einen ganz geringen Teil aus anderen Spenden benötigen, um dieses neue Brunnenbauprojekt realisieren zu können.

    klasse2b

     

    Liebe Martina Sigle, liebe Klasse 2b,

    als wir die Email von Martina Sigle im Juni erhielten, waren wir sehr erfreut und gerührt über das Vertrauen, das ihr in unseren Verein und unsere Projekte habt.

    Wir möchten uns von ganzem Herzen über diesen tollen Beitrag bedanken, der er es ermöglicht, einen weiteren Brunnen bauen zu können.

    Der neue Brunnen wird in der Savanne im Dorf GUEDJ (8 km von dem Dorf Rôff entfernt) gebaut werden. Baubeginn wird im Oktober sein.

    Ganz bestimmt könnt ihr stolz von „eurem“ Brunnen sprechen, den ihr im Senegal den Menschen des Dorfes GUEDJ gespendet habt und der das Leben dort nun etwas leichter werden lässt.

    Einen herzlichen Gruß aus Buxtehude,
    Torsten


  2. Aktuelles März 2010

    9. März 2010 von Torsten

    „Wir sind arm und ihr seht jetzt was Armut bedeutet!“, übersetzt unser senegalesischer Mitarbeiter Jean-Paul den Dorfvorsteher und den Schuldirektor von Rôff. Er fährt fort: „Wir wollen euch nicht immer nach mehr Hilfe fragen, denn ihr habt schon sehr viel für unser Dorf getan.“ Was folgt, ist eine Aufzählung unserer Hilfen, die wir für das Dorf Rôff geleistet haben.

    IMG_5434Das achtstündige Fest auf dem Schulgelände in Rôff

    Diese Zitate sind ein Teil der Dankesreden während des achtstündigen Festes, welches das Dorf  Rôff zu Ehren von Jean-Paul, Demba und unserem Verein während unseres Aufenthaltes  Ende März im Senegal abgehalten hat. Während des Festes wurden traditionelle Tänze aufgeführt, gesungen, musiziert, ein Essen wurde gekocht und uns wurden die verfügbaren Nahrungsmittel der Region nahe gebracht. Zum Schluss gab es noch ein Fußballspiel am Rande des Dorfes auf unebenen Savannenboden neben Rinderherden. Die gehörten Dankesreden haben uns (Dagmar, Dirk, Torsten) sehr berührt. Uns wurde einmal mehr bewusst, wie gut unsere Hilfe die Menschen erreicht, und dass wir in jedem Fall mehr Hilfe leisten wollen.

    Eine bemerkenswerte Geschichte erzählt der Schuldirektor während seiner Rede: „Dank des Kindergartens, den ihr für uns gebaut habt, sind die Kinder jetzt gut untergebracht. Im letzten Jahr, als der Kindergarten noch aus einer Strohhütte bestand, gab es einen Vorfall. Es hatte sich eine Schlange in der Hütte befunden, welche durch den Sand in das Innere der Strohhütte gekommen war. Alle Kinder waren schreiend hinaus gerannt. Die Kindergärtnerin und die Lehrer waren in großer Sorge. Jetzt sind die Kinder sicher.“

    IMG_5167 Jean-Paul und Demba mit Lehrern und Kindern vor unserem Kindergartengebäude

    Einerseits sind wir stolz auf das bislang Erreichte in Rôff, andererseits möchten wir erfahren, wo wir noch helfen können. Daraus ergeben sich die unterschiedlichsten Bedürfnisse und zugleich unsere neuen Projekte in Rôff:

    (1) Verarbeitung von Nahrungsmitteln

    Eine der dorfältesten Frauen wünscht sich, dass die mechanische Mühle zum Hirsemahlen repariert wird, da die traditionelle Methode des Stanzens  sehr kräftezehrend ist.

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    (2) Sanitätsstation

    Weiterhin würde sie sich wünschen, dass für die werdenden Mütter eine Liege für die Sanitätsstation in Rôff angeschafft wird, damit diese eine bessere Möglichkeit haben ihre Kinder auf die Welt zu bringen. Bislang geschieht das auf einer Matte auf dem Fußboden.Wir müssen erneut feststellen, dass die Menschen selbst für solche, in unseren Augen kleinen Anschaffungen, einfach kein Geld haben.

    IMG_5134Jean-Paul in der Krankenstation von Rôff

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    IMG_5142Die Krankenstation in Rôff

    (3) Schule und  Kindergarten

    Kindergarten:

    Der Kindergarten benötigt an Ausstattung eine Tafel und der Fußboden muss gefliest werden.

    IMG_5143Kinder in unserem Kindergartengebäude

    Schule:

    Eines der Schulgebäude muss den kompletten Boden erneuert bekommen, da dieser durch Verwendung von schlechtem bzw. zu wenig Zement große Löcher bekommen hat.Es werden zwei weitere Toiletten benötigt, da die vorhandenen zwei Toiletten für 183 Schulkinder + Lehrer + 50 Kindergartenkinder nicht ausreichen.Es gibt keine guten Möglichkeiten, um Schulhefte und Bücher zu lagern. Daher soll jedes Schulgebäude Schränke bekommen, in denen Schulmaterialien gut untergebracht werden können.Zudem benötigen alle Gebäude einen neuen Anstrich.

    IMG_5177Löcher im Boden des Schulgebäudes

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    (4) Verbesserte Schulbildung

    „Wir wollen die beste Schule im Senegal werden!“, ruft der Schuldirektor zum Ende seiner Dankesrede aus. Zuvor hatte er erklärt, dass man die Anzahl der Schulstunden erhöhen und an allen Nachmittagen unterrichten müsste (bislang findet an drei von fünf Tagen der Unterricht ganztägig statt). Das Problem gegenwärtig: Die vier Lehrer der Schule wären bereit auch an den beiden ausstehenden Nachmittagen zu unterrichten, bekommen aber kein Geld vom Staat. Die Bitte des Direktors richtet sich an uns, den Lehrern die Stunden an eben den beiden Nachmittagen zu bezahlen. Seine Bitte und sein Engagement für die Schule beeindruckten uns.

    IMG_5417Der Schuldirektor von Rôff  trägt stolz  unser Vereins-T-Shirt.

    Durch die Motivation des Direktors beflügelt, kommen uns weitere Ideen, wie der Schulunterrichtet verbessert werden könnte: Bildung kleinerer Klassen (derzeit ca. 40-50 Schüler in einer Klasse). Weiterhin gibt es keine Computer, die für uns die Grundlage bilden, um gewisse Berufe ergreifen zu können. Wir planen die Anschaffung von Computern.

    IMG_5440

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    (5) Fußballverein

    Kein Sport fasziniert die Senegalesen mehr als Fußball. Es gab die Bitte des Fußballvereins von Rôff, ob wir Fußballschuhe und Schienbeinschoner kaufen könnten. Viele der Spieler haben keine Sportschuhe, die meisten spielen mit normalen Schuhen, teils auch nur mit einem Schuh oder sogar barfuß. Dieses führt auf dem harten Savannenboden schnell zu Verletzungen.

    IMG_5489Kinder am Torpfosten

    IMG_5485Jean-Paul

    Bei der Ausstattung des Fußballvereins hoffen wir auf eure Mithilfe. Vielleicht kennt ihr einen Fußballverein, der eventuell gute gebrauchte Schuhe oder Schienbeinschoner abgeben kann. Noch besser wäre natürlich, wenn wir durch ein Sportgeschäft an neue Sachen kämen oder einen Sponsor fänden, der uns diese zu kaufen ermöglicht.

    Vielen Dank schon jetzt für eure Unterstützung bei dem Fußballprojekt.

    IMG_5484Fußball spielen mit Gummischuhen auf hartem Savannenboden

    (6) Feldbewässerung

    Das von uns vor einiger Zeit schon ins Auge gefasste Feldbewässerungsprojekt konkretisiert sich jetzt. Wir werden ein 1ha großes Feld bewässern. Hierfür werden auf dem Feld drei Brunnen gebaut (welche glücklicherweise nicht so tief sein müssen, wie unsere regulären Brunnen). Ein vorhandener Dieselmotor wird um einen zweiten Motor ergänzt. Hinzu kommen Maschendrahtzäune und Stacheldraht, die verhindern sollen, dass umherlaufende Tiere wie beispielsweise Rinder auf das Feld gelangen. Vier bis fünf junge Männer erhalten durch dieses Projekt Arbeit als Feldarbeiter. Sie können somit in Rôff wohnen bleiben und ihre Familien unterstützen. Die Ernten werden verkauft. Ein Teil der Ernte bzw. ein Teil des erwirtschafteten Geldes wird der Schule in Rôff zugute kommen. Unsere Hilfe bei der Feldbewässerung zeigt wie unsere Projekte zur Selbsthilfe den Menschen dienen.

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    IMG_5245Demba, Jean-Paul und Jean-Pauls Bruder zeigen uns wie die Feldbewässerung funktioniert

    Lepradorf Mbaling

    Wie schon bei unserem Besuch im März 2009, haben wir auch dieses Jahr der Krankenstation in Mbaling Medikamente und Verbandsmaterial mitgebracht. Bei dem Gespräch mit einer Krankenschwester fanden wir heraus, dass die Medikamente und Verbandsmaterialien um ein vielfaches billiger sind als in Deutschland. So kosten z.B. 10 Paracetamol in Deutschland ca. 50 Eurocent, im Senegal aber gerade mal 10 Eurocent. Auch wir können durch solche Erfahrungen nur hinzu lernen und haben daher beschlossen, das Jean-Paul sich mit der zuständigen Krankenschwester in regelmäßigen Abständen in Verbindung setzt und nachhakt, welche Medikamente gerade benötigt werden. Da wir nie Geld an Dritte geben, wird Jean-Paul mit der Krankenschwester zu dem entsprechenden Händler fahren, die Rechnung vor Ort bezahlen und die Medikamente in Empfang nehmen.

    IMG_5335Die Krankenstation von Mbaling für Leprakranke

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    Brunnen

    Wir sind wirklich stolz, dass mittlerweile SECHS BRUNNEN im Senegal dank eurer Spenden gebaut werden konnten. Dieses etablierte Projekt wird in jedem Fall parallel zu allen anderen Projekten immer weiterverfolgt. Die drei neuesten Brunnen bei NGANGOU, LOULY MBAFFAYE und DIOHINE führen allesamt ganzjährig Wasser und sind eine wirkliche Notwendigkeit für das Leben der Menschen in diesen Dörfern. Als wir den Brunnen in Ngangou besuchten, haben die Menschen uns zum Dank das gegeben, was sie geben konnten. In diesem Fall waren es zwei lebende Hühner. Diese haben wir unserem Mitarbeiter Demba überlassen, um sie groß zu ziehen. Die Dankbarkeit der Menschen ist oft überwältigend und beschämt uns teilweise. Während des Besuchs in Ngangou gab es direkt vor Ort Anfragen anderer Dörfer, ob wir dort nicht auch einen Brunnen bauen könnten. Jean-Paul wird die Notwendigkeit prüfen und mit den Dorfvorstehern in Kontakt bleiben.

    IMG_5196Balabougou

    IMG_5263Louly Nak

    IMG_5206Ngangou

    Schulbau in Keur Martin

    Der langersehnte Bau eines Schulgebäudes wird nun Wirklichkeit. Wie wir euch im letzten Jahr berichteten, wird in dem Dorf Keur Martin in Strohhütten mit einfachster Ausstattung unterrichtet. Dank eurer Spenden schaffen wir es immerhin dem Dorf der Schule eines der vier benötigten  Schulgebäude sowie Toiletten zu bauen. Unser Ziel ist es, der Schule auch die weiteren drei Schulgebäude zu errichten, damit alle Schüler eine gute räumliche Möglichkeit des Lernens bekommen. Das derzeitige Problem der Strohhütten ist immer noch, dass Unterricht bei Regen nicht stattfinden kann und die Einrichtung provisorisch ist. Schulsachen können nicht sicher untergebracht werden und auch hier ergeben sich die Probleme durch Ungeziefer, Schlangen und Skorpione, denen die Schüler durch den Sandboden ausgesetzt sind. Das Projekt wird noch kurzfristig vor der Regenzeit im Sommer begonnen.

    IMG_5307Die Schulhütten von Keur Martin gehören bald der Vergangenheit an

    IMG_5301Als wir von unseren Absichten erzählten, bald das erste Schulgebäude bauen zu lassen, stimmten Lehrer und Schüler spontan ein Lied an

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    IMG_5419Jean-Paul mit seinen Nichten in Rôff

    In eigener Sache

    Wir sorgen mit unserem Verein dafür, dass die Menschen im Senegal ein Minimum an lebensnotwendiger Versorgung bekommen. Dazu gehört die permanente Verfügbarkeit von Wasser durch den Bau von Brunnen, die Verbesserung der Schulbildung und der medizinischen Versorgung. Wir reden bislang noch nicht einmal von einer notwendigen Versorgung durch Strom. Diesen findet man so gut wie nie in der Savanne.

    Allerdings wird Strom für unseren Verein auch ein Thema in naher Zukunft sein, spätestens dann, wenn wir die Schule in Rôff bestmöglich unterstützen wollen, „DIE BESTE SCHULE IM SENGENAL ZU WERDEN!“. Denn ohne Frage werden wir bei der Einrichtung einer Computerklasse Strom benötigen. Dieser könnte durch Dieselaggregate erzeugt werden, welche zwar in der Anschaffung zwar nicht sehr teuer sind, dafür aber im Unterhalt. Es  bleibt zu überlegen, ob wir eine Solaranlage errichten. Diese ist in der Anschaffung allerdings sehr teuer. Da hoffen wir auf eure und fremde Mithilfe.

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    IMG_5466In der Schule von Rôff

    Wir möchten für insgesamt zwei unserer Projekte einen zusätzlichen Spendenaufruf starten. Das betrifft einerseits den Bau der drei fehlenden Schulgebäude in Keur Martin und andererseits die oben beschriebene Einrichtung einer Computerklasse, samt Stromversorgung in der Schule von Rôff.

    Wir sind stolz, dass wir es Dank aller Mitglieder zu der Umsetzung von soviel Hilfsleistungen  bringen und freuen uns, dass uns nahezu alle Mitglieder seit ihrem Eintritt in unseren Verein die Treue halten, unsere Arbeit unterstützen und an unsere Projekte glauben. Solltet ihr um Spenden oder Mitgliedschaften bei Freunden, Bekannten, Kollegen oder innerhalb eurer Familie werben, weist bitte darauf hin, dass wir jeden Euro den Menschen im Senegal zur Verfügung stellen. Weder die Reisen oder Fahrten, die vor Ort im Senegal unternommen werden, nicht einmal das Porto für die Infobriefe nehmen wir aus euren Spenden. Zudem bieten wir an, nach Absprache mit dem Vorstand, in unsere Buchhaltung zu schauen.

    IMG_5130Die trockene Savannenlandschaft bei Rôff

    Unser kleiner Verein bewirkt gezielt und vor allem nahe an den Menschen eine Menge Hilfe. Die Menschen, denen wir helfen, sind arm. Aber Dank unserer Hilfe wird das Leben für diese Menschen etwas leichter. Das ist nicht zuletzt der große Verdienst von unseren beiden Helfern vor Ort. An dieser Stelle unser größter Dank und Respekt für die enorme Arbeit, die Jean-Paul Sarr und Demba Diouf  leisten.

    Herzliche Grüße aus Buxtehude!


  3. Aktuelles Januar 2010

    20. Januar 2010 von Torsten

    Das Jahr 2009 war für unsere Projekte und die Menschen, die wir damit im Senegal erreichen, wieder sehr erfolgreich.

    Wir haben, Dank eurer großzügigen Spenden, die zwei Brunnen in Balabougou und in Louly Nak sowie das Kindergartengebäude für die Schule in Rôff bauen können. Weiterhin konnten wir die Schule in Rôff mit ausreichend Schulmaterialien versorgen, uns um eine bessere Ernährung der Kinder kümmern und beim Instandsetzen des Schulgartens (zum Erlernen des Anbaus von Pflanzen) helfen.

    Der Brunnen in Balabougou

    Kinder in Balabougou

    DSC00843Der Brunnen in Louly Nak

    SNV36165Das Kindergartengebäude in Rôff

    SNV36162Kindergarten in Rôff

    Hinzu kommen die vielen Hilfen, die unser Mitarbeiter Jean-Paul leistet: Er organisiert Arzttermine und sorgt für eine eventuell notwendige Medikation, er ist Ansprechpartner für die Schule in Rôff, wenn es Versorgungsengpässe gibt, er sucht in der Savanne nach Dörfern, die dringend eine Wasserversorgung durch einen eigenen Brunnen benötigen und er hält Ausschau nach einem Dorf, das eine eigene Schule benötigt. Immer wieder besucht Jean-Paul auch frühere von uns medizinisch versorgte Menschen, wie etwa den kleinen Modou (Bauchnabel-Operation 2008), um sicher zu sein, dass es diesen Menschen gut geht. An dieser Stelle schon ein großes Dankeschön an Jean-Paul, ohne den wir unsere Projekte bei weitem nicht so gut realisieren könnten.

    IMGP2065bModou und seine Mutter

    DSC00899Schüler in unserer Schulkantine in Rôff

    Für das Jahr 2010 stehen jetzt schon einige Projekte an, die wir im Frühjahr im Senegal mit Jean-Paul besprechen und umsetzen wollen: Die Schule in Rôff benötigt dringend für 183 Kinder „Schuluniformen“, da sehr viele Kinder nur kaputte Shirts und Hemden tragen. Zudem fördert die Schuluniform den Gemeinschaftssinn und die Unterschiede zu den Ärmsten der Armen bleiben weitestgehend verborgen. Die Schulhemden werden mit unserem Vereinslogo versehen. Dieses Projekt kann schon jetzt durch die großzügigen Spenden der Fa. Pro-Logistik-Team, Oberaudorf und meiner Kollegin Bärbel Hintringer bezahlt werden.

    183 ähnliche Hemden werden wir für die Schüler in Rôff besorgen

    Weiterhin werden wir zwei Frauen mit gesundheitlichen Problemen begleiten, diese medizinisch versorgen lassen und eventuelle Operationen organisieren. Parallel hierzu werden wir selbstverständlich unsere Bauprojekte weiter verfolgen. Wir werden Bauplätze für Brunnen und Schulgebäude besichtigen und erforderliche Bauprojekte zügig in die Tat umsetzen.

    IMGP2114bDie 31 Jahre alte Fatou Sene leidet an einer Schilddrüsenunterfunktion

    DSC01115Instandsetzung des Schulgartens in Rôff

    Es gab 2009 eine Großspende der PVS (Privatärztliche Verrechnungsstelle) in Mülheim an der Ruhr, für die ich mich an dieser Stelle besonders bedanken möchte. Ich bedanke mich im gleichen Maße bei allen Mitgliedern und Spendern für das mittlerweile langjährige Vertrauen in unseren Verein und die Projekte, die wir für die Menschen im Senegal durchführen. Nur durch eure permanente Unterstützung können wir unsere Hilfe in dieser Form für die Menschen im Senegal leisten.

    Herzliche Grüße aus Buxtehude und alles Gute für 2010!

     


  4. Aktuelles Mai 2009

    15. Mai 2009 von Torsten

    Unsere Reise im März in den Senegal war ein voller Erfolg!

    Wir konnten uns davon überzeugen, dass wir mit unseren Bauprojekten den Menschen im Senegal eine wirkliche Unterstützung bieten. Unsere Vorstandsmitglieder Dagmar Krapoth und Dirk Schlottmann, die beide mit mir zum ersten Mal im Senegal waren, konnten sich ein Bild von der Bedürftigkeit der Menschen machen.

    IMG_2310v.l.n.r.: Dagmar, Dirk, Jean-Paul, Demba, ein Bauer, Torsten

    Am Anfang unserer Reise hatten wir das Dorf Diohine besucht, wo 2008 unser erster Brunnen entstand.

    Dagmar hatte ihre Eindrücke sehr treffend beschrieben: “Wasser ist in der Savanne das höchste Gut! Es ist ein wunderbares Gefühl zu sehen, wie glücklich die Menschen über unseren Brunnen sind. Die Dankbarkeit in den Augen der Männer, die bei unserem Eintreffen direkt eine Dorfversammlung abgehalten haben, ist kaum zu beschreiben. Jeder einzelne hatte sich persönlich bedankt und erklärt, was der Brunnen für das Dorf bewirkt hat, z. B. dass nicht mehr alle jungen Männer das Dorf verlassen müssen, um an der Küste nach Arbeit zu suchen.

    IMG_2355

    IMG_2369Die Bewohner von Dionine bedanken sich bei uns für den Brunnen

    Ein Teil der jungen Männer kann jetzt im Dorf bleiben und sich um die Landwirtschaft kümmern. Alle Männer sahen sehr zufrieden aus und wir scheinen einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation im Dorf geleistet zu haben. Selbst der über 80-jährige Dorfälteste, der blind und bettlägerig ist, wollte sich bedanken. Es war sehr anrührend, dass ich diesem Mann an seinem Bett die Hand reichen konnte und seine Dankbarkeit entgegennehmen durfte. Allein schon dieses Erlebnis hat mich darin bestärkt, dass wir weitere Brunnen bauen müssen!“

    Der Wassermangel in der trockenen Savanne ist ein immer wiederkehrendes Problem, da es pro Jahr nur eine kurze Regenzeit von vier Monaten Dauer gibt, die Ende Juni beginnt und im Oktober schon wieder endet. Unser senegalesischer Mitarbeiter Jean-Paul Sarr hatte bereits vor unserer Ankunft zwei weitere Dörfer ausfindig gemacht, wo dringend Brunnen benötigt werden, um den Wasserbedarf der dort lebenden Familien zu sichern. Eines der Dörfer ist das Dorf Balabougou (einige Kilometer hinter dem Dorf Rôff gelegen), ein weiteres ist das Dorf Louly Nak, welches linker Hand der Nationalstraße von M’Bour Richtung Fatick in der Savanne liegt. In beiden Dörfern ergeben sich dieselben Probleme. Es gibt in einigen hundert Metern Entfernung lediglich nicht befestigte Brunnen, die maximal eine Saison halten, da sie durch die fehlende Zementierung während der Regenzeit aufgeweicht werden und in sich zusammenfallen. Beide derzeit existierenden Brunnen haben zudem durch die unzureichende Tiefe von knapp sieben Metern nie genügend Wasservorrat für alle umliegend wohnenden Familien.

    IMG_2705Brunnenbauplatz in Louly Nak

    Nachdem wir die beiden Dörfer und die Bauplätze der Brunnen besichtigt hatten, gab es für uns nur eine Entscheidung: Da die Menschen in beiden Dörfern dringend einen ganzjährigen Wasservorrat brauchen, lassen wir unseren zweiten und dritten Brunnen im Senegal bauen. Die neuen Brunnen werden, wie schon unser erster Brunnen bei Diohine, zementiert und ca. 15m tief, mit ausreichendem Wasservorrat für das ganze Jahr. Die Kosten für die Brunnen belaufen sich auf rund € 1.000,–, welche wir durch eure Spenden bezahlen können. Am 30. April haben wir durch einen Anruf von Jean-Paul erfahren, dass beide Brunnen schon im Bau sind und es ausreichend Wasser gibt. In wenigen Tagen werden beide Brunnen nach ca. vierwöchiger Bauzeit fertig gestellt.

    IMG_2491Karge Savannenlandschaft in der Gegend von Rôff

    Neben der Wasserversorgung haben unsere Schulprojekte ebenfalls höchste Priorität. Bei unserem Besuch der Schule in Rôff, die wir letztes Jahr mit Büchern ausgestattet hatten und der wir eine Schulkantine haben bauen lassen, wurde in den Gesprächen mit den vier Lehrern weiterer Versorgungsmangel deutlich:

    (1) Es gibt jetzt einen Kindergarten innerhalb der Schule, welcher nur aus Strohwänden und Strohdach besteht, was bedeutet, dass bei Regen der Kindergarten ausfällt.

    (2) Der einst betriebene Schulgarten zum Erlernen des Umgangs mit landwirtschaftlichen Pflanzen ist in einem derart desolaten Zustand, dass er derzeit nicht zu benutzen ist. Es fehlen Zäune und Pflanzen. Selbst das Wasser, welches € 12,– im Monat kosten würde, um die Unterhaltung des Gartens zu sichern, kann nicht bezahlt werden.

    (3) Die Schulkantine kann in den nächsten Monaten den Kindern in Rôff an den zwei Schultagen, an denen ganztägig unterrichtet wird, keine Mahlzeiten zubereiten, da kein Geld für Reis und Speiseöl vorhanden ist.

    (4) Allen Klassen fehlen Schulhefte zum Schreiben und Rechnen.

    IMG_2452Jean-Paul verteil Schulmaterialien an die Kinder der Schule in Rôff

    Es war für uns keine Frage, dass wir der Schule bei allen Punkten unsere Hilfe zukommen lassen würden. Bereits am nächsten Tag kümmerten wir uns gemeinsam mit Jean-Paul und Demba Diouf, einem langjährigen Freund von Jean-Paul (der uns immer wieder helfend bei vielen organisatorischen Angelegenheiten zur Seite steht) um die Besorgung der benötigten Schulmaterialien. Der Bau des Kindergartens, die Instandsetzung des Schulgartens und die Nahrungsmittelversorgung für die Zeit bis zum Schuljahresende wurden unsererseits ebenfalls zugesagt und von Jean-Paul, Demba und den Lehrern schon zum Teil organisiert und umgesetzt. Mit dem Bau des Kindergartengebäudes wird noch im Mai begonnen.

    IMG_2439

    Nachstehend findet ihr unsere aktuellen Projekte und Hilfsleistungen zusammengefasst:

    (1) Bau eines Brunnens in Balabougou € 1.000,–
    (2) Bau eines Brunnens in Louly Nak € 1.000,–
    (3) Bau des Kindergartens in Rôff € 2.800,–
    (4) Schulgarteninstandsetzung in Rôff € 400,–
    (5) Essenssicherung der Schule in Rôff für 3 Monate € 150,–
    (6) Schulhefte für die Schule in Diohine € 40,–
    (7) Schulhefte für die Schule in Rôff € 100,–
    (8) Reis und andere Nahrungsmittel für Rôff/Diohine € 160,–
    (9)Verteilung von ca. 80 kg Hilfsgütern bestehend aus diversen Schulmaterialien, Medikamenten, Fußbällen, Kleidung u.v.m., die wir aus Deutschland mitgenommen hatten.

    IMG_2434Die Sanitätsstation in Rôff …

    IMG_2638 … und die Sanitätsstation für Leprakranke in Mbour haben wir mit Medikamenten versorgt

     

    Jean-Paul hatte vor unserer Reise bereits eine Schule in Keur Martin (von M’Bour aus an der Nationalstraße in Richtung Kaolack gelegen) ausfindig gemacht, in der ca. 80 Schüler in drei Klassen unterrichtet werden. Diese Schule besteht nur aus Strohwänden und Strohdächern. Hier ergibt sich dasselbe Problem wie für den Kindergarten in Rôff, bei schlechter Witterung kann kein Unterricht mehr stattfinden. Zudem ist die Einrichtung als sehr spärlich zu bezeichnen. Wir hatten Kostenvoranschläge eingeholt, da wir der Schule gerne ein festes Gebäude für die drei Klassen sowie ein separates Toilettengebäude errichtet hätten.

    IMG_2394Die Schule von Keur Martin

    Leider mussten wir feststellen, dass der günstigste Kostenvoranschlag immer noch bei € 23.000,– liegt. Daher bitten wir hier dringend um eure Mithilfe bei der Suche nach Spendern, damit wir dieses Projekt nach der Regenzeit im Oktober konkretisieren können. Ähnlich schwer gestaltet sich die Finanzierung unseres Projekts zum Bau einer Schule, die durch unseren Verein dauerhaft als Privatschule unterhalten werden soll.

    IMG_2391Strohhütten dienen in Keur Marin als Klassenräume

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    IMG_2663

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    Wir sind in jedem Fall auf einem guten Weg und haben trotz der Ausgaben für die o.g. Projekte in diesem Jahr noch Rücklagen von knapp € 8.000,–, die nicht zuletzt durch die großzügigen Spenden von Dagmar Krapoth und ihrem Arbeitgeber, der PVS in Mülheim-Ruhr, entstanden sind. Hierfür gilt mein besonderer Dank! Bei allen anderen Spendern bedanke ich mich ebenfalls recht herzlich, auch im Namen der Menschen im Senegal. Ihr bestätigt uns immer wieder durch eure Spenden und das uns damit entgegengebrachte Vertrauen, dass die Ziele unserer Projektarbeit richtig gesteckt sind.

    Bitte macht weiter so mit eurer Unterstützung für die Menschen im Senegal!!!

    Einen herzlichen Gruß aus Buxtehude

    Torsten

    IMG_2303

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  5. Aktuelles Januar 2009

    5. Januar 2009 von Torsten

    Dank Eurer Spenden konnten wir im Jahr 2008 einige Projekte, wie den Ausbau der Sanitätsstation in Nianing, den Bau unseres ersten Brunnens bei Diohine und unser bislang größtes Projekt, den Bau der Kantine für die Schule in Rôff finanzieren und realisieren. Neben diesen Bauprojekten konnten wir die Schüler in Rôff mit Schulbüchern ausstatten. Akute Hilfen, wie die Bauchoperation des kleinen Modou und die Versorgung mancher Familien mit Nahrungsmitteln, konnten ebenso verwirklicht werden. All diese Projekte wurden von unserem senegalesischen Mitarbeiter vor Ort, Jean-Paul Sarr, begleitet und erfolgreich umgesetzt.

    schulkantine_roff_1

    schulkantine_roff_2

    Die Schulkantine in Rôff mit gerade fertigem Anstrich. Bänke, Tische, Teller, Besteck und Küchenutensilien wurden ebenfalls durch unsere Spenden zur Verfügung gestellt.

    Für 2009 haben wir uns als großes Ziel gesetzt, unsere erste eigene Schule zu bauen und diese dauerhaft zu unterhalten. Hierfür hat Jean-Paul Sarr bereits zwei Regionen in der Savanne erkundet, in denen eine Schule dringend benötigt wird. Weit ab von größeren Dörfern oder Städten gibt es kaum Bildungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund wollen wir unsere Schule in einer armen ländlichen Gegend errichten. Ende März fliegen drei unserer Vorstandsmitglieder in den Senegal um dieses Projekt zu konkretisieren.

    Parallel hierzu werden wir natürlich weiterhin spontane Hilfe leisten und die Menschen im Senegal mit Nahrungsmitteln und Schulbedarf unterstützen, sowie eine gewisse medizinische Versorgung gewährleisten.

    Da wir nicht nur für den Bau der Schule und deren Einrichtung größere finanzielle Mittel benötigen, sondern auch für den dann laufenden Betrieb der Schule, bitte ich Euch weiterhin so großzügig zu spenden und andere Menschen für unsere Projekte zu begeistern.

    Alles Gute für 2009 und einen herzlichen Gruß aus Buxtehude!