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  1. Sanitätsstation in Nianing – Fertigstellung März 2008

    26. März 2008 von Torsten

    Sanitätsstation in Nianing

    Wir freuen uns, der Bitte des Leiters der Sanitätsstation in Nianing folgen zu können und haben den Bau eines Versorgungszimmers finanziert. Die Kosten hierfür lagen bei gerade einmal  € 400,–. Dieser Bau konnte noch von vorhandenen Spendengeldern bezahlt werden. Unser Koordinator Jean Paul hatte in Zusammenarbeit mit der Sanitätsstation den Baubeginn noch während unseres Aufenthalts organisiert.

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    Sanitätsstation in Nianing

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  2. Operation des kleinen Modou – ermöglicht im Februar 2008

    26. März 2008 von Torsten

    Moudou

    Der kleine Modou Wase hatte von Geburt an einen nach außen gewachsenen Nabel, der beutelartig vor seinem Bauch hing. Wir haben ihn im Krankenhaus untersuchen lassen, um sicher zu gehen, dass dieser Beutel nicht gesundheitsgefährdend ist. Der Chirurg kam zu dem Ergebnis, dass der Nabel in diesem Zustand für den kleinen Modou nicht gefährlich sei, allerdings auf Dauer stark beeinträchtigend sein wird. Aus diesem Grunde planten wir die Operation des kleinen Modou und hatten einen Spendenaufruf gestartet.
    Unser neuer Koordinator Jean Paul hatte er vor unserem Eintreffen im Februar 2008 schon die Operation des kleinen Modou organisiert, welche erfolgreich verlaufen ist. Modous Nabel ist nun viel kleiner. Dieses wird ihm sein Leben in Zukunft erleichtern.

    Vielen Dank allen Spendern!


  3. Schulbücher für die Kinder in Rôff

    26. März 2008 von Torsten

    Die Kinder von Rôff

    Einige Kilometer südöstlich von Nianing liegt das kleine Savannendorf Rôff. Hier haben wir eine fürchterliche Versorgung der Schüler sehen müssen.

    Schule in Rôff

    Die Schule hat derzeit 124 Schüler, verteilt auf drei Klassen. Kinder aus Dörfern im Umkreis bis zu 5 km werden vom sechsten bis 14. Lebensjahr hier unterrichtet. Die Schule beginnt um 8.00h und an mehreren Tagen endet der Unterricht erst um 17.00h. Das bedeutet, dass die Kinder gegen 6.30h von Zuhause loslaufen, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Der Direktor sagte uns, dass nur die starken Kinder einer Familie dieses auf sich nehmen können, denn die Kinder bekommen den ganzen Tag nichts zu Essen und laufen um 17.00h den ganzen Weg hungrig zurück, um endlich bei der Familie eine Mahlzeit zu bekommen.

    Die Kinder von Rôff

     

    Die Schule in Rôff

    Andere wenige Schulen in der Savanne haben das Glück mittlerweile eine Kantine zu besitzen, wo die Mütter aus naheliegenden Dörfern mittags das Essen zubereiten. Der Direktor der Schule in Rôff beantragt seit Jahren bei der Regierung den dringenden Bau der Kantine. Er musste erfahren, dass die Regierung jedes Jahr für jedes Département (Regierungsbezirk) nur eine Kantine genehmigt. Ein Regierungsbezirk umfasst ca. 100 bis 200 Dörfern mit Schulen. Das bedeutet, dass selbst in 100 Jahren nicht jede Savannenschule eine Kantine besitzt und die Chance, dass gerade die Schule in Rôff bei der nächsten Genehmigung berücksichtigt wird, ist verschwindend gering.

    Schuldirektor in Rôff

    Zitat des Direktors: „Die Kinder müssen den Hunger ertragen um Bildung zu bekommen!“

    Ein weiteres Problem ist der Mangel an Schulbüchern. Vier Kinder müssen sich ein Schulbuch teilen. Da ergibt sich das Problem, dass nach der Schule exakt drauf geachtet werden muss, dass vier Kinder aus nahe beieinander liegenden Dörfern sich die Schulbücher teilen, damit diese so effizient wie möglich eingesetzt werden. Die für den Unterricht benötigten Texte aus den Schulbüchern muss der Lehrer komplett an die Tafel schreiben, damit alle Schüler den Text lesen können. Dieses verzögert das Lernen ungemein.

    Als erste Maßnahme ließen wir Jean Paul mit dem Direktor ein Essen für den nächsten Schultag zu organisieren. Bei diesem Essen baten wir dann um die Kostenauflistung der Bücher und für den Bau der Kantine. Als wir zu dem Essen kamen, wurden wir durch lauten Applaus begrüßt.

    Kosten für 220 Schulbücher: € 470,-– Kosten für den Bau der Kantine: € 2.700,–

    Wir waren schockiert, dass so wenig Geld benötigt wird um die Situation der Schüler erheblich zu verbessern. Leider haben wir nicht mehr genügend Spendengelder um die Kosten für beide Vorhaben zu decken. Die Schulbücher können noch von unseren Spendengeldern bezahlt werden. Leider fehlen für den Bau der Kantine € 1.600,–. Da hoffe ich auf Eure Unterstützung! Als letzte Konsequenz würde ich den fehlenden Betrag selbst aufbringen.


  4. Aktuelles März 2008

    5. März 2008 von Torsten

    jean_paul2

    Heidi und ich sind gerade aus dem Senegal zurück gekehrt. Wir haben dieses Mal Menschen und ihre schlechten Lebensbedingungen kennen gelernt, die weit über unsere Vorstellungen hinaus gingen. Ihre Geschichte und Schicksale haben uns zutiefst bewegt und haben uns zu einem Umdenken unserer Vereinsarbeit veranlasst.

    Bevor ich die Lebenssituationen der Menschen genauer schildere, möchte ich etwas Positives vermelden! Wir haben einen Arbeitsplatz geschaffen und sind ab sofort durch einen Koordinator permanent im Senegal vertreten. Jean Paul ist 29 Jahre alt, spricht fließend Deutsch und Französisch. Dieses verdankt er seinem Bruder, der in frühen Jahren seine Schule abbrach, um als Fischer seine Familie zu versorgen und auch Jean Pauls Studium bezahlte. Jean Paul genießt unser vollstes Vertrauen und hat sich ein Jahr lang durch die Betreuung unserer Praktikanten bewiesen. Zudem hatte er vor unserem Eintreffen schon die Operation des kleinen Modou organisiert, welche erfolgreich verlaufen ist. Modous Nabel ist nun viel kleiner. Dieses wird ihm sein Leben in Zukunft erleichtern.

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    Die Kinder von Nianing

    Hielten wir bislang die Lebensbedingungen der Menschen in Nianing in der Nähe einiger Hotels an der Küste für schlecht, so wurde unsere Sicht auf die Lebenssituationen der Menschen, durch Besuche armer Dörfer in der Savanne, grundlegend geändert. Die Menschen in Nianing profitieren eindeutig von den Touristen, die immer mal irgendwelche Sachen dort verteilen, aus Privat- bzw. Vereinsinitiative Patenschaften übernehmen oder Familien individuell unterstützen. Insgesamt kann man sagen, dass die Menschen in Nianing versorgt sind, auch was den Schulbesuch der Kinder angeht. Das Schulgeld, welches bezahlt werden muss, bringen die Familien mittlerweile selbst auf. Zudem stehen unsere Patengelder in keinem Verhältnis zu dem, was arme Dorfschulen in der Savanne damit erzielen könnten.

    Natürlich bedeutet das nicht, dass wir gar nicht mehr in Nianing helfen wollen. Allerdings wird unsere Hilfe dort und generell nicht mehr über die Ausschüttung von Geldern an Familien oder Schulen geschehen. Jean Paul wird in Zukunft in Erfahrung bringen wo Hilfe benötigt wird. Diese wird sich in erster Linie auf Projekte beziehen, die der Allgemeinheit zu Gute kommen und nicht mehr dem Einzelnen, wie bei den bisher geführten Patenschaften. Während unseres Aufenthalts hatten wir, neben den Besuch der bisherigen Patenkinder mit der Übergabe von Geschenken, auch einer Familie mit 50 kg Reis geholfen, die den Todesfall des Familienvaters zu beklagen hatte.

    Weiterhin sind wir der Bitte des Leiters der Sanitätsstation in Nianing gefolgt und haben den Bau eines Versorgungszimmers finanziert. Die Kosten hierfür lagen bei gerade einmal € 400,–. Dieser Bau konnte noch von vorhandenen Spendengeldern bezahlt werden. Jean Paul hatte in Zusammenarbeit mit der Sanitätsstation den Baubeginn noch während unseres Aufenthalts organisiert.

    Abschließend möchte ich mich bei allen Mitgliedern bedanken, die mir und der Arbeit unseres Vereins soviel Vertrauen entgegenbringen.

    Ein besonderer Dank gilt meiner Kollegin Bärbel Hintringer bei Pro-Logistik Team, Oberaudorf, die unsere Hilfsprojekte nicht nur durch sehr großzügige Spenden unterstützt, sondern mich auch immer wieder zu motivieren weiß, wenn es mal nicht so läuft, wie ich es gerne hätte.

    Ebenfalls möchte ich mich bei den Abteilungsleitern von Pro-Logistik Team bedanken, die durch eine Entscheidung dafür gesorgt hatten, dass unserem Verein ein großer Betrag gespendet wurde, der es erlaubte, dass wir unseren ersten Brunnen im Senegal bauen können.

    ausbildung06t

    Auch, wenn wir die Patenschaften einstellen, so hoffe ich, dass Ihr unserer Absicht folgen wollt und die o.g. Projekte weiterhin unterstützt. Unser Bestreben ist es, die Spendengelder so effektiv wie möglich einzusetzen um möglichst vielen Menschen helfen zu können. Der Mitgliedsbeitrag wird mit € 60,– (Minimum) bestehen bleiben, welcher bitte bis zum 01. Juli zu bezahlen ist. Die meisten von Euch bezahlen mittlerweile per Bankeinzug. Ich möchte aber diejenigen bitten, die bislang noch nicht per Bankeinzug bezahlen (gilt nur für deutsche Bankkonten), mir die beigefügte Bankeinzugsermächtigung unterschrieben zurückzuschicken, um den Verwaltungs-aufwand so gering wie möglich zu halten. Erfolgt von Eurer Seite kein Widerruf der Mitgliedschaft bis zum 01. Juni 2008, werden die vorliegenden Bankeinzüge für die Patenschaften automatisch in Mitgliedsbeiträge für die neuen Projekte umgewandelt. Ich bitte diejenigen, die nicht per Bankeinzug bezahlen wollen, unbedingt Ihren Mitgliedsbeitrag zum 01. Juli auf unser Bankkonto zu überweisen bzw. einzuzahlen, damit wir neue Projekte schnellstmöglich beginnen können.

    Da wir nach knapp zwei Jahren Vereinsarbeit immer noch nahezu 0% Kosten an Verwaltungsaufwand haben und alle Kosten, wie Reise-, Telefon-, Portokosten aus privaten Mitteln bezahlt werden, können wir garantieren, dass jeder gespendete Euro für die Projekte im Senegal eintrifft. Aus diesem Grunde werden wir im Laufe des Jahres das Spendensiegel beantragen.

    Ich wünsche allen Mitgliedern (und die es noch werden wollen!) eine schöne Osterzeit und bedanke mich schon jetzt für Eure weitere Unterstützung der Menschen im Senegal…
    TORSTEN