RSS Feed
  1. Aktuelles August 2008

    5. August 2008 von Torsten

    Unser Flyer ist fertig!

    Download Flyer als PDF (1,9 MB)

     

    hhs_flyer_seite1

    hhs_flyer_seite2


  2. Aktuelles Juli 2008

    20. Juli 2008 von Torsten

    Wir können mit Stolz berichten, dass wir unseren ersten Brunnen im Senegal fertiggestellt haben! Die Bewohner von Diohine sind sehr dankbar über diesen massiven Brunnen, der einen sicheren Wasservorrat für das tägliche Leben bedeutet. Das kleine Feld bei unserem Brunnen kann somit gut bewässert werden. Für die Tiere wurde ein separates Bassin gebaut, das als Tränke dient.

    brunnen_diohine1

    brunnen_diohine2

    brunnen_diohine3

     

    Der Schulkantinenbau in Rôff steht kurz vor der Vollendung. Es fehlen nur noch die Gitterfenster, sowie Bänke, Tische und einige Kochgegenstände. Zum neuen Schuljahr im Oktober wird alles fertig sein, so dass die Verpflegung der Kinder von da an gesichert sein wird.

    schulkantine1

    schulkantine2

    schulkantine3

     

    Die Schule in Rôff hat uns bereits einen langen Dankesbrief geschickt, in dem sich die Lehrer und Schüler herzlichst für unsere Unterstützung bedanken, sowohl für den Bau der Kantine, als auch für unsere im Mai gelieferten Bücher.

    schulbuecher1

    schulbuecher2

    schule

    Unser Mitarbeiter Jean Paul im Senegal hat sich organisatorisch bei allen Projekten wirklich bewiesen. Für eines unserer nächsten Projekte ist er momentan dabei zu erkunden, in welcher Region eine Privatschule benötigt wird. Wir haben bereits hierzu eine Anfrage aus der Gegend um Theis erhalten. Jean Paul wird jedoch noch mehrere Regionen erforschen und wir werden dann nach Bedürftigkeit entscheiden. Im nächsten Infobrief werden wir Euch über die Kosten für den Bau der Schule, sowie für den laufenden Betrieb der Schule informieren, schon jetzt mit der Bitte, so viele Spenden wie möglich zusammenzubringen, damit wir die Schule beginnend mit dem Schuljahr im Oktober 2009 eröffnen können.

    schule2

    jean_paul

     

    Es ist wirklich erfreulich, dass wir einen weit größeren Spendenzulauf verzeichnen können seit wir uns aus den Patenschaftsprojekten zurückgezogen haben.

    Dieses Mal möchte ich mich wieder bei mehreren Menschen bedanken: Ein besonderer Dank gilt Dagmar, Isabel, Michelle und Martin aus Mülheim-Ruhr, die durch eine ganz besondere Spendenaktion für unseren Verein bislang über € 1.100,– gesammelt haben. Weiterhin möchte ich mich bei Marianne und Angela aus San Benedetto del Tronto (Italien) bedanken, die es in Ihrem italienischen Wohnort geschafft haben, Gelder für unseren Verein zu sammeln.

    Macht bitte alle weiter so. Wir sind auf einem tollen Weg!


  3. Feldbewässerung bei Rôff

    26. März 2008 von Torsten

    Feldbewässerung bei Rôff

    Unweit von der Schule in Rôff gibt es ein acht Hektar großes Feld, das nur unter schweren Bedingungen bestellt werden kann. Ungefähr 70% des Feldes sind momentan nicht nutzbar, da der Boden steinhart ist und die Bewässerung ein massives Problem darstellt.

    Vor fünf Jahren hatte ein Franzose den Menschen dort geholfen das Feld bewirtschaften zu können. Er sorgte für kleine Wasserleitungen, die in die Erde eingelassen wurden um nah an den Wurzeln für eine effektive Bewässerung zu sorgen. Für das Pumpen in die Wasserleitungen sorgte ein Motor, der mit Diesel betrieben wird. Der Franzose bezahlte die Feldarbeiter, kassierte im Gegenzug die Ernte. Nach einigen Jahren stellte er die Hilfe ein.

    Das Problem der Menschen ist auch hier der Geldmangel. Sie besitzen nicht mal soviel Geld, um am Tag sechs Liter Diesel für den Motor kaufen zu können, welcher für ca. fünf Stunden am Tag die Felder bewässern könnte. Zu Eurer Information, ein Liter Diesel kostet im Senegal soviel wie bei uns (derzeit ca. € 1,25).

    Savanne bei Rôff

    Von einem der Feldarbeiter erfuhren wir, dass neben dem fehlenden Diesel, mittlerweile die desolaten Zäune ein weiteres Problem darstellen, da Tiere sich über die Pflanzen hermachen und auch das Wasser wittern. Aus diesem Grunde errichten wir bei unserem Brunnenbau in Diohine ein Tierbassin, das sich außerhalb des Feldes befindet.

    Weiterhin kann der brachliegende Teil des Feldes nicht mehr per Hand gepflügt werden. Hierzu muss ein Traktor eingesetzt werden, welcher ca. € 60,– je Hektar zum Umpflügen kosten würde.

    Uns kam während der Besprechung mit dem Feldarbeiter folgende Idee

    Probeweise schaffen wir für zwei Hektar die Vorraussetzung für die Feldbestellung:

    (1) Traktor mieten zum ersten Umpflügen
    (2) Pflanzensamen
    (3) Diesel für den vorhandenen Motor zum Bewässern
    (4) Stacheldraht zum Schutz vor Tieren

    Feldbewässerung bei Rôff

    Anders als der Franzose, wollen wir die Menschen für ihre Feldarbeit nicht bezahlen, sondern sie sollen nach dem Erfolgsprinzip arbeiten und 90% der Ernte für sich behalten dürfen, egal ob sie sie verzehren oder damit handeln wollen. Die restlichen 10% fordern wir für die Allgemeinheit, um z.B. der Schule in Rôff regelmäßig etwas zu Essen liefern zu können. Der Start für dieses Projekt wird mit Jean Paul und dem Dorf Rôff noch abgestimmt.


  4. Brunnenbau in Diohine – Realisierung im Frühjahr 2008

    26. März 2008 von Torsten

    Die Brunnenkrater von Diohine

    Brunnenbau in Diohine

    Ungefähr 70 km in der Savanne besuchten wir ein Dorf, das Probleme mit dem Erhalt seiner Brunnen hat. Die Brunnen werden bis auf fünf Meter Tiefe gegraben. Da aber kein Geld für Zement und Draht vorhanden ist, können die Brunnen nicht gefestigt werden und brechen irgendwann durch den Wechsel von extremer Dürre und starkem Regen während der Regenzeit (von Juli bis Anfang Oktober) wieder in sich zusammen.

    Wir haben auf einem Feld vier Brunnenkrater hintereinander vorgefunden. Ein auszementierter Brunnen würde viel länger erhalten bleiben und man könnte ihn bis auf zehn Meter Tiefe graben, was einen sicheren Wasservorrat bedeutet.

    Brunnenbau in Diohine

     

    Auch diesem Dorf haben wir Soforthilfe zugesagt und werden schon Mitte März mit dem Bau eines Brunnens beginnen. Wir hatten über Jean Paul und unserem Freund Demba einen Brunnenbauer kennengelernt. Der hatte sich an einem Tag ein Bild vor Ort gemacht. Er informierte uns dann, dass er einen Monat für den Bau des Brunnens benötigen wird. Die Baukosten betragen € 1.100,–, welche durch die großzügige Spende von Pro-Logistik Team, Oberaudorf gedeckt werden.

    Allerdings möchten wir den Brunnenbauer permanent einsetzen, um weiteren Dörfern zu helfen. Das ist eine der Arbeiten von Jean Paul, der jetzt in der Region Rôff nach bedürftigen Dörfern forscht.

    Brunnenbau in Diohine

     


  5. Bau der Schulkantine in Rôff

    26. März 2008 von Torsten

    Die Kinder von Rôff

    Einige Kilometer südöstlich von Nianing liegt das kleine Savannendorf Rôff. Hier haben wir eine fürchterliche Versorgung der Schüler sehen müssen.

    roff_schule_1

    Die Schule hat derzeit 124 Schüler, verteilt auf drei Klassen. Kinder aus Dörfern im Umkreis bis zu 5 km werden vom sechsten bis 14. Lebensjahr hier unterrichtet. Die Schule beginnt um 8.00h und an mehreren Tagen endet der Unterricht erst um 17.00h. Das bedeutet, dass die Kinder gegen 6.30h von Zuhause loslaufen, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Der Direktor sagte uns, dass nur die starken Kinder einer Familie dieses auf sich nehmen können, denn die Kinder bekommen den ganzen Tag nichts zu Essen und laufen um 17.00h den ganzen Weg hungrig zurück, um endlich bei der Familie eine Mahlzeit zu bekommen.

    roff_schule_11

    roff_schule_5

    Andere wenige Schulen in der Savanne haben das Glück mittlerweile eine Kantine zu besitzen, wo die Mütter aus naheliegenden Dörfern mittags das Essen zubereiten. Der Direktor der Schule in Rôff beantragt seit Jahren bei der Regierung den dringenden Bau der Kantine. Er musste erfahren, dass die Regierung jedes Jahr für jedes Département (Regierungsbezirk) nur eine Kantine genehmigt. Ein Regierungsbezirk umfasst ca. 100 bis 200 Dörfern mit Schulen. Das bedeutet, dass selbst in 100 Jahren nicht jede Savannenschule eine Kantine besitzt und die Chance, dass gerade die Schule in Rôff bei der nächsten Genehmigung berücksichtigt wird, ist verschwindend gering.

    Zitat des Direktors: „Die Kinder müssen den Hunger ertragen um Bildung zu bekommen!“

    roff_schule_3

    Ein weiteres Problem ist der Mangel an Schulbüchern. Vier Kinder müssen sich ein Schulbuch teilen. Da ergibt sich das Problem, dass nach der Schule exakt drauf geachtet werden muss, dass vier Kinder aus nahe beieinander liegenden Dörfern sich die Schulbücher teilen, damit diese so effizient wie möglich eingesetzt werden. Die für den Unterricht benötigten Texte aus den Schulbüchern muss der Lehrer komplett an die Tafel schreiben, damit alle Schüler den Text lesen können. Dieses verzögert das Lernen ungemein.

    Als erste Maßnahme ließen wir Jean Paul mit dem Direktor ein Essen für den nächsten Schultag zu organisieren. Bei diesem Essen baten wir dann um die Kostenauflistung der Bücher und für den Bau der Kantine. Als wir zu dem Essen kamen, wurden wir durch lauten Applaus begrüßt.

    Kosten für 220 Schulbücher: € 470,-– Kosten für den Bau der Kantine: € 2.700,–

    Wir waren schockiert, dass so wenig Geld benötigt wird um die Situation der Schüler erheblich zu verbessern. Leider haben wir nicht mehr genügend Spendengelder um die Kosten für beide Vorhaben zu decken. Die Schulbücher können noch von unseren Spendengeldern bezahlt werden. Leider fehlen für den Bau der Kantine € 1.600,–. Da hoffe ich auf Eure Unterstützung! Als letzte Konsequenz würde ich den fehlenden Betrag selbst aufbringen.