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  1. Aktuelles November 2007

    5. November 2007 von Torsten

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    Im Oktober hatte das neue Schuljahr für unsere Patenkinder in Nianing begonnen. Mit Freude kann ich berichten, dass alle Familien ihr Patengeld erhalten haben und der Besuch des Kindergartens oder der Schule des jeweiligen Patenkindes bis Juli 2008 gesichert ist. Die Kinder, für die wir noch keine Paten gefunden hatten, wurden durch großzügige Spenden unterstützt, um auch ihnen den Schul- bzw. Kindergartenbesuch zu ermöglichen. 61 Kinder und 14 Praktikanten werden somit durch unseren Verein unterstützt. Für diesen Erfolg möchte ich mich bei allen Paten recht herzlich im Namen der Kinder von Nianing bedanken.

    Neben der Sicherung der Patenschaften, haben wir noch weitere unterstützende Maßnahmen getroffen:

    Der 7 Monate alte Modou Wase hat von Geburt an einen nach außen gewachsenen Nabel, der beutelartig vor seinem Bauch hängt. Wir haben ihn im Krankenhaus untersuchen lassen, um sicher zu gehen, dass dieser Beutel nicht gesundheitsgefährdend ist. Der Chirurg kam zu dem Ergebnis, dass der Nabel in diesem Zustand für den kleinen Modou nicht gefährlich sei, allerdings auf Dauer stark beeinträchtigend sein wird. Aus diesem Grunde werden wir den kleinen Modou im April 2008 operieren lassen. Wer speziell für die Operation etwas spenden möchte, kann dieses gerne unter dem Stichwort „Modou“ tun.

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    Weiterhin haben wir einen Hilfstransport finanziell unterstützt. Den Bewohnern von Nianing konnten dadurch Güter, wie Matratzen, Nähmaschinen, Medikamente, Schuleinrichtungsgegenstände, Textilien und Werkzeug überreicht werden.

    Zum Schluss möchte ich mich bei allen Paten für das Vertrauen in unseren Verein und in unsere Aktivitäten bedanken. Ein besonderer Dank gilt Elke de Vries (Fa. netzintern, Harsefeld), die unserem Verein kostenfrei diese erstklassige Homepage erstellt hat.

    Allen Paten eine schöne Vorweihnachtszeit!


  2. Presseartikel vom 20. Juni 2007

    20. Juni 2007 von Torsten

    „Das war wie ein Zeichen für mich“

    Torsten Rosenfels gründet den Verein „Kinderhilfe Senegal“

    Buxtehude (wt). Die Lektüre eines Artikels im MITTWOCHSJOURNAL hat das Leben von Torsten Rosenfels aus Buxtehude verändert. Im Herbst 2005 hatte das JOURNAL über den neu gegründeten Verein „Kinderhilfe Senegal“ berichtet. „Das war wie ein Zeichen für mich“, erinnert sich Rosenfels: „Ich wollte mich schon immer in Afrika in der
    Entwicklungshilfe engagieren.“ Mittlerweile hat Torsten Rosenfels den gemeinnützigen Verein „Helfende Hände Senegal“ gegründet, mit dem die Arbeit der „Kinderhilfe“ ergänzt werden soll. Nun werden weitere Mitglieder gesucht, die Patenschaften für Schüler und Praktikanten im Senegal übernehmen. Nachdem er den Artikel gelesen hatte, nahm Torsten Rosenfels umgehend Kontakt auf mit den Initiatoren der „Kinderhilfe“, wurde Vereinsmitglied.

    Auf einer Reise in den Senegal im April 2006 konnte sich der 38-jährige Speditionskaufmann selbst ein Bild von dem Entwicklungsland machen: „Ich hatte gedacht, der Senegal wäre weiter entwickelt, war entsetzt über die Armut in der ländlichen Region, in der wir uns aufhielten. Die Menschen wohnen dort in Verschlägen, die wie Schweinebuchten aussehen.“

    Eine Woche vor dem Ende der Reise überlegte sich Torsten Rosenfels: „Was packe ich noch konkret an?“ Da kam ihm die Idee mit den Patenschaften. Er machte Porträtaufnahmen von 40 Schülern, für die er in Deutschland Paten suchen wollte, um so den regelmäßigen Schulbesuch ermöglichen zu können.

    Zurück in Buxtehude machte er sich an die Gründung seines Vereins „Helfende Hände Senegal“. Doch damit begann zunächst einmal ein Papierkrieg in Deutschland. Es dauerte fast drei Monate, bis die Gemeinnützigkeit des Vereins anerkannt wurde: „Das war eine richtige Bürokratie-Erfahrung. Zwischenzeitlich wollte ich schon aufgeben. Jetzt weiß ich, dass Helfen nicht einfach ist.“

    Im Juli 2006 war dann die Gemeinnützigkeit anerkannt, Mitglieder wurden geworben im Kollegen- und Freundeskreis. Relativ schnell waren 40 Paten gefunden. So kamen in drei Monaten rund 2000 Euro zusammen.

    Eine Patenschaft für einen Schüler kostet 60 Euro im Jahr, damit werden alle Schulutensilien wie Stifte, Hefte, Bücher finanziert. Die Familien wurden zuvor nach Bedürftigkeit ausgesucht, das Geld sollte von einer Kontaktperson vor Ort ausgezahlt werden. Doch nun gab es ein neues Problem. Die Vertrauensperson erwies sich als wenig vertrauenswürdig. Das Geld wurde nicht wie vereinbart an die Familien ausgezahlt, sondern der einheimische Kontaktmann behielt es für sich mit dem Argument: „Ich verwalte das Geld für euch.“ Erst nach Intervention des „Kinderhilfe“-Initiators Werner Dienst aus Stade konnte der Vorfall geregelt werden. „Ich bin da wohl etwas blauäugig herangegangen“, sagt Rosenfels: „Korruption ist in einem armen Land immer ein Problem.“

    Jetzt werden die Gelder von Vereinsmitgliedern direkt an die Familien gegeben. Neue Paten für die „Helfenden Hände Senegal“ sind willkommen. Zurzeit werden für zwölf Kinder Paten in Deutschland gesucht. Weitere Paten werden benötigt für ein neues Projekt. Um den Schulabgängern eine Ausbildung in handwerklichen Berufen zu ermöglichen, werden 14 Praktikumsplätze in verschiedenen Betrieben angeboten. Die Kosten für ein Jahr liegen bei 100 Euro. Ab Oktober soll die Förderung beginnen. Das Fernziel dieses Projektes ist „Hilfe zur Selbsthilfe“. So werden zum Beispiel Möbel für die Einrichtung der Schule in der Tischlerei gekauft, die Praktikanten ausbildet.

    Weitere Informationen: bei Torsten Rosenfels, Telefon 01 73 / 2 74 10 06.

    © Zeitungsverlag Krause GmbH & Co. KG


  3. Aktuelles März 2007

    18. März 2007 von Torsten

    Wir haben uns neue Ziele gesteckt und Verbesserungen auf den Weg gebracht:

    Das Geld für die Patenschaft wird nur noch direkt an die Familien ausbezahlt. Dieses geschieht vorläufig nur noch durch den Besuch eines unserer Mitglieder bzw. einer von uns hier beauftragten Person und nicht mehr durch einen Dritten vor Ort. Die Vorgabe an die Familien ist, weiterhin das Geld in erster Linie als Schulgeld zu verwenden. Allerdings wollen wir den Familien nicht vorschreiben, für welches ihrer Kinder dieses Geld zu verwenden ist, da wir ihnen die Entscheidung über die Notwendigkeit innerhalb der Familie offen lassen wollen.

    Die Patenschaft bekommt bzw. behält das „Gesicht“ des vermittelten Kindes. Wir wollen erreichen, dass die Patenschaft über den Aspekt Schule hinausgeht und die Familie als Ganzes mehr einbindet. Man kann hier also von einer Art Familienpatenschaft sprechen. Falls es vom Paten erwünscht ist, kann direkter Kontakt zu den Familien hergestellt werden bzw. der Versand kleiner Zuwendungen organisiert werden. Wir weisen allerdings auf das Risiko von Bettelbriefen hin und raten dazu, jegliche Korrespondenz über den Verein abzuwickeln.