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Unsere aktuellen Projekte

Ausbau der Schule in Giarare-Diahere

Schule in Giarare-Diahere

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Als Dirk und ich bei unserer Reise in den Senegal im April die Schule in Giarare-Diahere besuchten, wollten wir uns lediglich von dem fertigen Zustand, der von uns finanzierten und errichteten Gebäude ein Bild machen. Wir kamen in das Dorf gefahren und sahen schon die zusätzliche Strohhütte neben unseren drei fertigen Klassenräumen. Uns war sofort klar, dass die Kapazität der vorhandenen Gebäude nicht ausreicht. Eine der Schulklassen war gezwungen in der ärmlichen Strohhütte Unterricht zu bekommen. Bei starkem Wind fegt der Sand nur so durch die Strohwände, bei Regen fällt der Unterricht zwangsläufig ganz aus. Wir sprachen mit den äußerst freundlichen Lehrern über diesen Zustand. Noch vor Ort entschieden wir, dass die Schule nach der Regenzeit im September ein weiteres Gebäude bekommen soll. Weiterhin baten uns die Lehrer um den Bau von Toiletten. Darüber mussten wir nicht weiter nachdenken, denn es ist eine Notwendigkeit für Schüler und Lehrer gleichermaßen. Unsere Mitarbeiter Jean-Paul und Demba informierten uns bereits im Juni, dass die Toiletten schon fertig gebaut wurden.

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Zudem werden wir zu Beginn des neuen Schuljahres in Erfahrung bringen, wie gut die Schulklassen mit Materialien (Bücher, Hefte etc.) ausgestattet sind, um auch hier wie in Rôff permanent aktiv diese Bildungseinrichtung zu unterstützen.

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Die Schule in Rôff

Ein belgischer Verein hat am Dorfrand von Rôff einen großen Kindergarten gebaut. Dadurch wurde das von uns einst gebaute Kindergartengebäude auf dem Schulgelände in Rôff frei und wird seitdem durch eine Schulklasse genutzt. Ein schönes Beispiel, wie Entwicklungshilfe über Grenzen hinweg funktioniert.

Wie auch in den vergangenen Jahren werden wir dafür sorgen, dass jede Schülerin und jeder Schüler ein Schulbuch erhält und mit einer Schulweste ausgestattet wird.

Nach der Regenzeit werden sämtliche Gebäude ausgebessert und bekommen einen nachhaltigen Anstrich, der weniger optisch, als mehr zum Schutz vor Witterungseinflüssen dient.

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Im Gespräch mit den Lehrern erfuhren wir, dass die Nahrungsmittelvorräte zur Essensversorgung der Kinder nur noch bis Anfang Mai gereicht hätten, die Schulferien aber erst Ende Juni beginnen. Diese Versorgungslücke hätte besonders die Kinder hart getroffen, die einen langen Fußweg zur Schule zurücklegen müssen. An den Tagen, an denen ganztägig unterrichtet wird, hätte das für diese Kinder bedeutet, dass sie bis zu ihrer Heimkehr am späten Nachmittag hungern müssten. Selbstverständlich haben wir die Versorgung mit Nahrungsmitteln zum Kochen einer Mahlzeit am Mittag, bestehend aus Reis, Öl und Gemüse, sofort zugesagt.

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In früheren Jahren gab es eine staatliche Organisation, die sich genau dieses Themas der Essensversorgung in den Schulen angenommen hatte. Seit aber ca. drei Jahren bleiben die Hilfen aus und auch unsere Schule in Rôff ist seitdem auf Spenden angewiesen, um die Kinder mit Essen zu versorgen. Wir werden hier auch in Zukunft die nötige Hilfe leisten.

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Die Lehrer hatten uns schon in den letzten Jahren gefragt, ob wir das Solarpanel, das an ihrem kleinen Lehrerwohnhaus gestohlen wurde, ersetzen können. Damals war uns die Notwendigkeit nicht wirklich bewusst. Wir mussten aber erkennen, dass es hier nicht um private Bedürfnisse geht. Die fehlende Stromversorgung führt dazu, dass z.B. standardisierte Prüfungsbögen nicht selbst gedruckt werden können. Die Lehrer sind gezwungen nach Nianing zu fahren, um im Internetcafé zunächst sich die Arbeitsbögen zu besorgen, um sie dann in einem Kopierladen vervielfältigen zu lassen. Dieses erscheint uns alles so umständlich, dass wir nun entschieden haben, nachdem wir Kostenvoranschläge für solch ein Solarpanel erhalten haben und der Preis für uns akzeptabel ist, dieses wieder installieren zu lassen.

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In dem Zusammenhang kam auch wieder die Idee einer kleinen Computerklasse auf. Das Thema hatten wir vor Jahren schon mal diskutiert, es aber zu Gunsten der Brunnenprojekte nicht weiter verfolgt. Um aber einen Fortschritt in der Bildung der Schüler in Rôff zu erzielen, werden wir nach Ermittlung sämtlicher Kosten, hierzu gehört dann ebenfalls die Stromversorgung, im Herbst entscheiden, ob wir das Projekt nicht doch angehen. Wir haben natürlich die Hoffnung, dass der eine oder andere Spender sich von diesem Projekt besonders angesprochen fühlt und dieses unterstützen möchte.

Die Sanitätsstation in Rôff

Die Sanitätsstation hat nun in den wichtigsten Räumen, in denen sich die Patienten aufhalten, Glasfenster. Das führt zu einer erheblichen Schmutzreduzierung, besonders durch den feinen Sand.

Es fehlt noch ein Schutzgitter für den Akku der Solaranlage. Dieses wird nun umgehend angebracht, damit sich niemand an dem Akku verletzen kann.

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Auch in diesem Jahr haben wir die Sanitätsstation in Rôff mit unterschiedlichen Medikamenten versorgt. Dabei gab es einen besonders schönen Moment, als uns kurz vor der Besorgung der Medikamente eine Nachricht von Filomena Giuliani aus Italien erreichte, die prompt die Medikamente bezahlen wollte. Hierzu sollte man wissen, dass Filomena 84 Jahre alt ist und die Spende trotz ihrer kleinen Rente ermöglicht hat. An dieser Stelle ein besonderer Dank nach Italien, auch im Namen der Dorfbewohner von Rôff.

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Brunnen

Ein nicht befestigter Brunnen, der nur eine Saison übersteht

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Einer unserer betonierten Brunnen, der viele Jahre hält

Wir bleiben natürlich nicht bei unseren derzeit 50 Brunnen stehen. Jean-Paul und Demba haben ständig Anfragen von Dorfbewohnern aus der Savanne, damit wir in ihrem jeweiligen Dorf einen Brunnen bauen. Unsere beiden verantwortungsbewussten Mitarbeiter entscheiden dann vor Ort, wo die größte Notwendigkeit besteht und ob ein Bau auf Grund der benötigten Tiefe überhaupt möglich ist. Neben dem Schulbau in Giarare-Diahere werden die Brunnenbauprojekte in jedem Fall weiter geführt und haben immer höchste Priorität.

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Während unserer Reise hatten wir viele unserer alten Brunnen besichtigt, um uns über deren Erhaltungszustand zu informieren. Der bauliche Zustand war an keinem der Brunnen zu bemängeln. Die beiden von uns dauerhaft eingesetzten Brunnenbauer leisten sehr gute Arbeit. Lediglich bei drei unserer Brunnen mussten wir feststellen, dass sie nicht ausreichend Wasser führten. Bereits nach unserer Abreise hatten Jean-Paul und Demba veranlasst die betroffenen Brunnen tiefer graben zu lassen. Diese Arbeiten sind schon vollendet. Alle Brunnen führen wieder ausreichend Wasser.

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Bei der Besichtigung der Brunnen hatten wir die Dorfbewohner gebeten, dass sie im Falle von Wassermangel umgehend mit Jean-Paul oder Demba Kontakt aufnehmen, damit der Mangel dann schnellstens behoben werden kann.

Einer der gespendeten Brunnen des Ehepaars Sigle

Einer der gespendeten Brunnen des Ehepaars Sigle

Kurze Zeit nach unserer Rückkehr erreichte uns die Spende für einen weiteren Brunnen. Das Ehepaar Sigle hat erneut einen Brunnen gespendet und diesen ihrem Sohn gewidmet. Für diese großzügige regelmäßige Spendenbereitschaft und das uns damit entgegen gebrachte Vertrauen können wir nicht genug danken.

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Medizinische Hilfen

Sombel

Es war mehr ein Zufall, dass wir auf Sombel Ngom trafen, als wir einen Teil unserer Brunnen bei Diohine inspizierten. Als wir Sombel begrüßten, konnten wir das riesige Geschwür an seiner linken Wange nicht übersehen. Wir entschieden mit Sombels Einverständnis die Wange untersuchen zu lassen, um einen bösartigen Tumor auszuschließen. Wir planten Sombel in M’Bour bei dem uns vertrauten privatem Krankenhaus Bilbassi untersuchen zu lassen. Unsere gut gemeinte Hilfe konnte nicht mehr in die Tat umgesetzt werden. Sombel verstarb im Juli wie wir von unseren Mitarbeitern erfuhren. Unser Mitgefühl gilt Sombels Familie.

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Jean-Paul

Vor ca. zwei Jahren begannen die gesundheitlichen Probleme bei unserem Mitarbeiter Jean-Paul.
Als zuvor leidenschaftlicher Fußballspieler und vor allem als Kleinbauer, wurden sämtliche seiner Bewegungen so schmerzhaft, dass er das Fußballspielen komplett aufgeben musste und die Feldarbeit nur noch sehr eingeschränkt verrichten konnte. Die Schmerzen traten erst in den Füßen, später in den Händen auf. Wir mussten dann bei unserem diesjährigen Besuch im April feststellen, dass Jean-Paul so weit in seiner Bewegung eingeschränkt war, dass er bei vielen Strecken, die wir zu Fuß zurücklegten, schmerzbedingt auf das Auto angewiesen war um uns zu folgen. Die verabreichten Medikamente, die er seit einem halben Jahr zu sich nahm, zeigten keine zufriedenstellende Wirkung. Kurzfristig fuhren wir mit Jean-Paul zum Krankenhaus Bilbassi in M’Bour. Bei der Untersuchung wurde chronisches Rheuma diagnostiziert. Ein Schlag für den 37-jährigen Jean-Paul. Der freundliche Arzt aber hatte ein gutes Gespür, wie Jean-Paul medikamentös einzustellen ist. Seine neuen verschriebenen Medikamente zeigten noch während unseres Aufenthalts eine Besserung von Jean-Pauls Zustand. Da die Erstmedikation recht teuer war, hatten wir diese bezahlt. Für einen Senegalesen mit einem durchschnittlichen Gehalt von € 100 monatlich, sind solche Medikamente kaum bezahlbar. Nicht nur, dass mit Jean-Paul und Demba unsere Projekte stehen und fallen, wir sehen uns als „Arbeitgeber“ in der Pflicht für das Wohl der beiden zu sorgen, die uns nahezu seit der ersten Stunde unserer Vereinsarbeit erfolgreich begleiten und für andere immer da sind.

Die glückliche Thérèse, der lachende Mustafa und der stolze Issa

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Thérèses Mutter wandte sich damals an uns, da das Mädchen eine extreme Fehlstellung der Beine hatte, die für ihre Zukunft ein Leben an Gehhilfen bedeutet hätte. Ohne die von uns veranlasste Operation zur Korrektur der Beine, hätten wir Thérèse bei unserem Besuch im April nicht so glücklich spielend mit anderen Kindern sehen können. Zwar muss Thérèse immer mal aus einer Bewegungseinschränkung heraus kurz sitzen, aber sie hat einen Trick entwickelt, wie sie schnell wieder in den Stand kommt. Insgesamt bewegt sich Thérèse sehr sicher. Das aufgeweckte Mädchen ist gegenüber anderen Kindern zwar körperlich minimal benachteiligt, was beim Spielen aber kaum auffällt. Es war wirklich ein großes Glück für uns zu sehen, wie ihr mit euren Spenden Thérèse ein weitgehend normales Leben ermöglicht.

Mustafa konnten wir medizinisch nicht weiterhelfen, wie wir bereits berichteten. Die gute Absicht, seine von Geburt an schwerste Behinderung in irgendeiner Form medizinisch zu unterstützen, verlief nach den von uns arrangierten Untersuchungen im Krankenhaus leider ergebnislos. Bei dem Gespräch mit Mustafas Eltern erfuhren wir, dass er immer wieder unter epileptischen Anfällen leidet, die sich aber weitestgehend durch die Verabreichung eines Medikaments in Grenzen halten. Die nicht teuren Medikamente bezahlen die Eltern selbst. Wir konnten somit nicht mehr helfen, als Mustafa eine Matratze zu kaufen, sowie bei unserem Besuch Kissen und Decken zum bequemeren Liegen mitzubringen… und den Stofftieraffen! Mustafas Lachen über diesen Affen bleibt für uns unvergesslich. Wir machten Selbstauslöserfotos (Selfis) mit dem Smartphone, wobei Mustafa sich und uns im Display sah und weiter lachte. Dieses Lachen dieses schwerstbehinderten Jungen ist die größte Belohnung für all unsere Bemühungen im Senegal. Mehr an Motivation bedarf es für uns nicht…

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Wir berichteten in einem unserer letzten Infobriefe über Issa Ka und seine Familie. Der intelligente Junge, der unter epileptischen Anfällen leidet, wurde am Schulbesuch gehindert, da sein Schulgeld nicht bezahlt werden konnte. Unser ständiger Begleiter Werner Dienst hatte damals dafür gesorgt, dass das Schulgeld bezahlt wurde und Issa voller Stolz zur Schule gehen konnte. Selbst, wenn wir einzelnen Familien in der Regel materiell nicht helfen (außer medizinisch), so müssen wir auf die extreme Armut dieser Familie hinweisen, die unter erbärmlichen Bedingungen lebt. Die 12-köpfige Familie teilt sich zwei winzige Hütten in absolut desolatem Zustand. Werner hatte bereits das Ausbessern der Dächer veranlasst. Dauerhaft ist das aber keine Lösung für die Familie. Daher haben Werner und wir uns zum Ziel gesetzt neben unseren ständigen Bau-Projekten zu versuchen das Geld für ein kleines Gebäude zusammen zu bekommen. Für dieses kleine Gebäude würden € 1.250 benötigt werden und die Familie wäre vor Witterungseinflüssen geschützt. Zudem müsste die Familie nicht mehr derartig beengt auf dem Boden schlafen wie es jetzt der Fall ist. Werner hatte, auch im Namen unseres Vereins, für Issas Familie schon einen Spendenaufruf in einer Zeitung des Landkreises Stade gestartet. Leider ist die Resonanz eher dürftig und somit hoffen wir, dass wir durch eure aktive Mithilfe das Geld für Issas Familie zusammen bekommen.

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Schicksale wie diese können und wollen wir nicht ignorieren. Diese Art zu helfen ist nicht die Hauptintention unseres Vereins und dennoch gehört sie zur humanitären Hilfe dazu. Es wäre ethisch und moralisch für uns nicht zu vertreten, diesen Menschen unsere Hilfe zu verweigern.