RSS Feed

Projekt Gesundheit

Medizinische Hilfe zur Behandliung von Masern

 

Bitte klicken Sie auf die Links in Klammern, um zu den jeweiligen Details zu gelangen.

 

Die Sanitätsstation in Rôff

Die Sanitätsstation hat nun in den wichtigsten Räumen, in denen sich die Patienten aufhalten, Glasfenster. Das führt zu einer erheblichen Schmutzreduzierung, besonders durch den feinen Sand.

Es fehlt noch ein Schutzgitter für den Akku der Solaranlage. Dieses wird nun umgehend angebracht, damit sich niemand an dem Akku verletzen kann.

medikamente

Auch in diesem Jahr haben wir die Sanitätsstation in Rôff mit unterschiedlichen Medikamenten versorgt. Dabei gab es einen besonders schönen Moment, als uns kurz vor der Besorgung der Medikamente eine Nachricht von Filomena Giuliani aus Italien erreichte, die prompt die Medikamente bezahlen wollte. Hierzu sollte man wissen, dass Filomena 84 Jahre alt ist und die Spende trotz ihrer kleinen Rente ermöglicht hat. An dieser Stelle ein besonderer Dank nach Italien, auch im Namen der Dorfbewohner von Rôff.

sanitaetsstation-roff

 

Medizinische Hilfen

Sombel

Es war mehr ein Zufall, dass wir auf Sombel Ngom trafen, als wir einen Teil unserer Brunnen bei Diohine inspizierten. Als wir Sombel begrüßten, konnten wir das riesige Geschwür an seiner linken Wange nicht übersehen. Wir entschieden mit Sombels Einverständnis die Wange untersuchen zu lassen, um einen bösartigen Tumor auszuschließen. Wir planten Sombel in M’Bour bei dem uns vertrauten privatem Krankenhaus Bilbassi untersuchen zu lassen. Unsere gut gemeinte Hilfe konnte nicht mehr in die Tat umgesetzt werden. Sombel verstarb im Juli wie wir von unseren Mitarbeitern erfuhren. Unser Mitgefühl gilt Sombels Familie.

medizinische-hilfe-sombel-01

medizinische-hilfe-sombel-02

Jean-Paul

Vor ca. zwei Jahren begannen die gesundheitlichen Probleme bei unserem Mitarbeiter Jean-Paul.
Als zuvor leidenschaftlicher Fußballspieler und vor allem als Kleinbauer, wurden sämtliche seiner Bewegungen so schmerzhaft, dass er das Fußballspielen komplett aufgeben musste und die Feldarbeit nur noch sehr eingeschränkt verrichten konnte. Die Schmerzen traten erst in den Füßen, später in den Händen auf. Wir mussten dann bei unserem diesjährigen Besuch im April feststellen, dass Jean-Paul so weit in seiner Bewegung eingeschränkt war, dass er bei vielen Strecken, die wir zu Fuß zurücklegten, schmerzbedingt auf das Auto angewiesen war um uns zu folgen. Die verabreichten Medikamente, die er seit einem halben Jahr zu sich nahm, zeigten keine zufriedenstellende Wirkung. Kurzfristig fuhren wir mit Jean-Paul zum Krankenhaus Bilbassi in M’Bour. Bei der Untersuchung wurde chronisches Rheuma diagnostiziert. Ein Schlag für den 37-jährigen Jean-Paul. Der freundliche Arzt aber hatte ein gutes Gespür, wie Jean-Paul medikamentös einzustellen ist. Seine neuen verschriebenen Medikamente zeigten noch während unseres Aufenthalts eine Besserung von Jean-Pauls Zustand. Da die Erstmedikation recht teuer war, hatten wir diese bezahlt. Für einen Senegalesen mit einem durchschnittlichen Gehalt von € 100 monatlich, sind solche Medikamente kaum bezahlbar. Nicht nur, dass mit Jean-Paul und Demba unsere Projekte stehen und fallen, wir sehen uns als „Arbeitgeber“ in der Pflicht für das Wohl der beiden zu sorgen, die uns nahezu seit der ersten Stunde unserer Vereinsarbeit erfolgreich begleiten und für andere immer da sind.

Die glückliche Thérèse, der lachende Mustafa und der stolze Issa

medizinische-hilfe-therese-01 medizinische-hilfe-therese-02

Thérèses Mutter wandte sich damals an uns, da das Mädchen eine extreme Fehlstellung der Beine hatte, die für ihre Zukunft ein Leben an Gehhilfen bedeutet hätte. Ohne die von uns veranlasste Operation zur Korrektur der Beine, hätten wir Thérèse bei unserem Besuch im April nicht so glücklich spielend mit anderen Kindern sehen können. Zwar muss Thérèse immer mal aus einer Bewegungseinschränkung heraus kurz sitzen, aber sie hat einen Trick entwickelt, wie sie schnell wieder in den Stand kommt. Insgesamt bewegt sich Thérèse sehr sicher. Das aufgeweckte Mädchen ist gegenüber anderen Kindern zwar körperlich minimal benachteiligt, was beim Spielen aber kaum auffällt. Es war wirklich ein großes Glück für uns zu sehen, wie ihr mit euren Spenden Thérèse ein weitgehend normales Leben ermöglicht.

Mustafa konnten wir medizinisch nicht weiterhelfen, wie wir bereits berichteten. Die gute Absicht, seine von Geburt an schwerste Behinderung in irgendeiner Form medizinisch zu unterstützen, verlief nach den von uns arrangierten Untersuchungen im Krankenhaus leider ergebnislos. Bei dem Gespräch mit Mustafas Eltern erfuhren wir, dass er immer wieder unter epileptischen Anfällen leidet, die sich aber weitestgehend durch die Verabreichung eines Medikaments in Grenzen halten. Die nicht teuren Medikamente bezahlen die Eltern selbst. Wir konnten somit nicht mehr helfen, als Mustafa eine Matratze zu kaufen, sowie bei unserem Besuch Kissen und Decken zum bequemeren Liegen mitzubringen… und den Stofftieraffen! Mustafas Lachen über diesen Affen bleibt für uns unvergesslich. Wir machten Selbstauslöserfotos (Selfis) mit dem Smartphone, wobei Mustafa sich und uns im Display sah und weiter lachte. Dieses Lachen dieses schwerstbehinderten Jungen ist die größte Belohnung für all unsere Bemühungen im Senegal. Mehr an Motivation bedarf es für uns nicht…

medizinische-hilfe-mustafa-01

medizinische-hilfe-issa-ka-01

Wir berichteten in einem unserer letzten Infobriefe über Issa Ka und seine Familie. Der intelligente Junge, der unter epileptischen Anfällen leidet, wurde am Schulbesuch gehindert, da sein Schulgeld nicht bezahlt werden konnte. Unser ständiger Begleiter Werner Dienst hatte damals dafür gesorgt, dass das Schulgeld bezahlt wurde und Issa voller Stolz zur Schule gehen konnte. Selbst, wenn wir einzelnen Familien in der Regel materiell nicht helfen (außer medizinisch), so müssen wir auf die extreme Armut dieser Familie hinweisen, die unter erbärmlichen Bedingungen lebt. Die 12-köpfige Familie teilt sich zwei winzige Hütten in absolut desolatem Zustand. Werner hatte bereits das Ausbessern der Dächer veranlasst. Dauerhaft ist das aber keine Lösung für die Familie. Daher haben Werner und wir uns zum Ziel gesetzt neben unseren ständigen Bau-Projekten zu versuchen das Geld für ein kleines Gebäude zusammen zu bekommen. Für dieses kleine Gebäude würden € 1.250 benötigt werden und die Familie wäre vor Witterungseinflüssen geschützt. Zudem müsste die Familie nicht mehr derartig beengt auf dem Boden schlafen wie es jetzt der Fall ist. Werner hatte, auch im Namen unseres Vereins, für Issas Familie schon einen Spendenaufruf in einer Zeitung des Landkreises Stade gestartet. Leider ist die Resonanz eher dürftig und somit hoffen wir, dass wir durch eure aktive Mithilfe das Geld für Issas Familie zusammen bekommen.

hilfe-issa-ka-03

hilfe-issa-ka-02

Schicksale wie diese können und wollen wir nicht ignorieren. Diese Art zu helfen ist nicht die Hauptintention unseres Vereins und dennoch gehört sie zur humanitären Hilfe dazu. Es wäre ethisch und moralisch für uns nicht zu vertreten, diesen Menschen unsere Hilfe zu verweigern.