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Aktuelles März 2008

5. März 2008 von Torsten

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Heidi und ich sind gerade aus dem Senegal zurück gekehrt. Wir haben dieses Mal Menschen und ihre schlechten Lebensbedingungen kennen gelernt, die weit über unsere Vorstellungen hinaus gingen. Ihre Geschichte und Schicksale haben uns zutiefst bewegt und haben uns zu einem Umdenken unserer Vereinsarbeit veranlasst.

Bevor ich die Lebenssituationen der Menschen genauer schildere, möchte ich etwas Positives vermelden! Wir haben einen Arbeitsplatz geschaffen und sind ab sofort durch einen Koordinator permanent im Senegal vertreten. Jean Paul ist 29 Jahre alt, spricht fließend Deutsch und Französisch. Dieses verdankt er seinem Bruder, der in frühen Jahren seine Schule abbrach, um als Fischer seine Familie zu versorgen und auch Jean Pauls Studium bezahlte. Jean Paul genießt unser vollstes Vertrauen und hat sich ein Jahr lang durch die Betreuung unserer Praktikanten bewiesen. Zudem hatte er vor unserem Eintreffen schon die Operation des kleinen Modou organisiert, welche erfolgreich verlaufen ist. Modous Nabel ist nun viel kleiner. Dieses wird ihm sein Leben in Zukunft erleichtern.

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Die Kinder von Nianing

Hielten wir bislang die Lebensbedingungen der Menschen in Nianing in der Nähe einiger Hotels an der Küste für schlecht, so wurde unsere Sicht auf die Lebenssituationen der Menschen, durch Besuche armer Dörfer in der Savanne, grundlegend geändert. Die Menschen in Nianing profitieren eindeutig von den Touristen, die immer mal irgendwelche Sachen dort verteilen, aus Privat- bzw. Vereinsinitiative Patenschaften übernehmen oder Familien individuell unterstützen. Insgesamt kann man sagen, dass die Menschen in Nianing versorgt sind, auch was den Schulbesuch der Kinder angeht. Das Schulgeld, welches bezahlt werden muss, bringen die Familien mittlerweile selbst auf. Zudem stehen unsere Patengelder in keinem Verhältnis zu dem, was arme Dorfschulen in der Savanne damit erzielen könnten.

Natürlich bedeutet das nicht, dass wir gar nicht mehr in Nianing helfen wollen. Allerdings wird unsere Hilfe dort und generell nicht mehr über die Ausschüttung von Geldern an Familien oder Schulen geschehen. Jean Paul wird in Zukunft in Erfahrung bringen wo Hilfe benötigt wird. Diese wird sich in erster Linie auf Projekte beziehen, die der Allgemeinheit zu Gute kommen und nicht mehr dem Einzelnen, wie bei den bisher geführten Patenschaften. Während unseres Aufenthalts hatten wir, neben den Besuch der bisherigen Patenkinder mit der Übergabe von Geschenken, auch einer Familie mit 50 kg Reis geholfen, die den Todesfall des Familienvaters zu beklagen hatte.

Weiterhin sind wir der Bitte des Leiters der Sanitätsstation in Nianing gefolgt und haben den Bau eines Versorgungszimmers finanziert. Die Kosten hierfür lagen bei gerade einmal € 400,–. Dieser Bau konnte noch von vorhandenen Spendengeldern bezahlt werden. Jean Paul hatte in Zusammenarbeit mit der Sanitätsstation den Baubeginn noch während unseres Aufenthalts organisiert.

Abschließend möchte ich mich bei allen Mitgliedern bedanken, die mir und der Arbeit unseres Vereins soviel Vertrauen entgegenbringen.

Ein besonderer Dank gilt meiner Kollegin Bärbel Hintringer bei Pro-Logistik Team, Oberaudorf, die unsere Hilfsprojekte nicht nur durch sehr großzügige Spenden unterstützt, sondern mich auch immer wieder zu motivieren weiß, wenn es mal nicht so läuft, wie ich es gerne hätte.

Ebenfalls möchte ich mich bei den Abteilungsleitern von Pro-Logistik Team bedanken, die durch eine Entscheidung dafür gesorgt hatten, dass unserem Verein ein großer Betrag gespendet wurde, der es erlaubte, dass wir unseren ersten Brunnen im Senegal bauen können.

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Auch, wenn wir die Patenschaften einstellen, so hoffe ich, dass Ihr unserer Absicht folgen wollt und die o.g. Projekte weiterhin unterstützt. Unser Bestreben ist es, die Spendengelder so effektiv wie möglich einzusetzen um möglichst vielen Menschen helfen zu können. Der Mitgliedsbeitrag wird mit € 60,– (Minimum) bestehen bleiben, welcher bitte bis zum 01. Juli zu bezahlen ist. Die meisten von Euch bezahlen mittlerweile per Bankeinzug. Ich möchte aber diejenigen bitten, die bislang noch nicht per Bankeinzug bezahlen (gilt nur für deutsche Bankkonten), mir die beigefügte Bankeinzugsermächtigung unterschrieben zurückzuschicken, um den Verwaltungs-aufwand so gering wie möglich zu halten. Erfolgt von Eurer Seite kein Widerruf der Mitgliedschaft bis zum 01. Juni 2008, werden die vorliegenden Bankeinzüge für die Patenschaften automatisch in Mitgliedsbeiträge für die neuen Projekte umgewandelt. Ich bitte diejenigen, die nicht per Bankeinzug bezahlen wollen, unbedingt Ihren Mitgliedsbeitrag zum 01. Juli auf unser Bankkonto zu überweisen bzw. einzuzahlen, damit wir neue Projekte schnellstmöglich beginnen können.

Da wir nach knapp zwei Jahren Vereinsarbeit immer noch nahezu 0% Kosten an Verwaltungsaufwand haben und alle Kosten, wie Reise-, Telefon-, Portokosten aus privaten Mitteln bezahlt werden, können wir garantieren, dass jeder gespendete Euro für die Projekte im Senegal eintrifft. Aus diesem Grunde werden wir im Laufe des Jahres das Spendensiegel beantragen.

Ich wünsche allen Mitgliedern (und die es noch werden wollen!) eine schöne Osterzeit und bedanke mich schon jetzt für Eure weitere Unterstützung der Menschen im Senegal…
TORSTEN