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Aktuelles August 2014

19. August 2014 von Torsten

Im Juli hat die Regenzeit im Senegal begonnen. Dieses bedeutet einerseits, dass das dringend benötigte Wasser für die Menschen im Senegal ausreichend für die nächsten Wochen zur Verfügung steht, andererseits bedeutet das für unsere Bauprojekte einen kurzen Baustopp, da während des Regens keine Baumaßnahmen möglich sind. Diese gehen dann wie jedes Jahr Ende September/Anfang Oktober wieder weiter.

Nicht nur die Menschen in der Savanne sind glücklich über die vollendeten Bauprojekte, auch wir sind sehr froh, unsere gesteckten Ziele bis zur Regenzeit erreicht zu haben. Jeglicher Dank, der uns über unsere Mitarbeiter Jean-Paul Sarr und Demba Diouf von den Bewohnern der jeweiligen Dörfer erreicht, geben wir hiermit nur zu gerne an euch weiter. Ihr könnt stolz sein auf eure geleistete Hilfe! Ohne eure fortwährende Unterstützung und euer Vertrauen wären wir nach über sechs Jahren nicht nachhaltig so erfolgreich.

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Unsere Brunnenprojekte

Eines unserer Mitglieder sprach einmal von einer „Perlenkette“ aus Brunnen, die wir in der Savanne wachsen lassen. Diese schöne Bild einer Kette aus Brunnen ist seit dem Jahreswechsel um weitere vier Brunnen verlängert worden, so dass wir bei Brunnen Nr. 25 angelangt sind. Die Dorfbewohner von BOYARD, MBIN MODY, VELINGARA und DIOHINE erfahren durch unsere Brunnen eine erhebliche Verbesserung ihrer Lebenssituation. Wasser steht den Menschen dort nun ausreichend zu jeder Jahreszeit zur Verfügung, sei es zum Trinken, Kochen, Waschen oder Bewässern. Für uns Europäer ist die Verfügbarkeit von Wasser eine Selbstverständlichkeit, für viele Senegalesen hingegen, insbesondere in der Savanne, ist Wasser immer noch ein rares Gut. Nicht selten müssen die Savannenbewohner mehrere Kilometer zurücklegen um an eine Wasserquelle zu gelangen. Dank eurer Hilfe ist die Versorgung dieser Menschen mit Wasser nun permanent gesichert!

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Rechts am Brunnen unser Mitarbeiter Demba Diouf

Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, nicht nur Brunnen bauen zu lassen, sondern diese auch zu betreuen. Sollte es Probleme mit einem Brunnen geben, wie z.B. durch Versalzung oder drohende Austrocknung, werden unsere senegalesischen Mitarbeiter von den Dörfern informiert. Wir werden dann in jedem Fall Lösungen finden, um die Dorfbewohner nicht ihrem Schicksal zu überlassen, ohne Wasser auskommen zu müssen.

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Der Erfolg unserer Brunnen: Zwiebelfelder sind entstanden

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Landwirtschaft ist nun in der Savanne möglich

Auf diesem Bild sieht man rechts unten am Rand etwas ausgewaschene Erde. Dieses ist ein aus einfachsten Mitteln angelegtes Bewässerungssystem. Neben unserem Brunnen befindet sich ein Bassin, dass der Bauer befüllt. Da die Erde hier eher lehmig ist, nutzt der Bauer hier das natürliche Gefälle vom Bassin zu den gesetzten Pflanzen, um diese durch ein einfach ausgehobenes Kanalsystem zu bewässern. Dieses funktioniert nicht bei sandigen Böden, da das Wasser sofort versickern würde.

 

Die Krankenstation in Rôff

Eines unserer bislang größten Projekte ist der Umbau bzw. in größten Teilen Neubau der Krankenstation in Rôff. Neben dem desolaten Zustand des bestehenden Gebäudes, war auch der Mangel an Räumen ein Problem. Um in Zukunft eine ausreichende medizinische Versorgung in Rôff zu gewährleisten, wurde die Krankenstation vergrößert. In der letzten Woche erreichten uns die Fotos von der fertigen Krankenstation. Somit konnte auch dieses Bauprojekt nach gut sechs Monaten, parallel zu unseren Brunnenprojekten, unmittelbar vor der Regenzeit noch abgeschlossen werden. Es gibt nun vier Räume in der Krankenstation: Ein Behandlungszimmer, zwei Krankenzimmer und ein Zimmer, das sowohl als Krankenzimmer, als auch zur Unterbringung von Familienangehörigen, die den Kranken mitversorgen, genutzt werden kann. Zudem gibt es Toiletten und ein Wasserversorgungssystem, das über zwei an den Wänden befindliche große Behälter gespeist wird. Das Gefälle sorgt dafür, dass das Wasser in eine Leitung gelangt. Das Gebäude mit allen Räumen und einem Flur ist jetzt mehr als doppelt so groß wie die alte Krankenstation.

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Abrissarbeiten

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Neubau – im Hintergrund alter Gebäudeteil

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Der Flur zwischen dem alten und neuen Gebäude entsteht

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Fliesen für die Krankenstation (Case de Santé)

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Der fertige Flur

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Gefliester Behandlungsraum

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Das Schild wurde aus Dank schon vor der Fertigstellung angebracht

Wir möchten uns im Namen der Bewohner von Rôff noch einmal von ganzen Herzen bei dem Ehepaar Dr. Fella bedanken, das durch seine großzügige Spende und sein Vertrauen in unsere Arbeit die Realisierung dieses Projekts ermöglicht hat. Die Menschen in Rôff haben ihren Dank auf ihre Art ausgedrückt. Die Krankenstation trägt nun den Namen „CASE DE SANTE DR. FELLA DE RÔFF“.

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Das Wassersystem

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Die Krankenstation jetzt mehr als doppelt so groß

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Ein Krankenzimmer

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Die Wasserbehälter werden installiert

Das Bauprojekt ist nunmehr zwar abgeschlossen, aber es fehlen Einrichtungsgegenstände wie zwei Liegen, einige Stühle und ein Tisch, sowie Medikamente. Diese werden durch unsere Mitarbeiter kurzfristig besorgt. Weiterhin werden wir noch ein Dieselaggregat anschaffen, um für den Bedarfsfall Strom für Licht oder medizinische Geräte zur Verfügung zu haben.

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Die derzeitige Betreuerin voller Stolz in der neuen Krankenstation

 

Die Schule in Rôff

Neben dem Brunnenbau, gehört auch die Schule in Rôff zu unseren permanenten Hilfsprojekten. So bekommt die Schule auch in diesem Jahr wieder alle notwendigen Schulmaterialien wie Bücher, Hefte und Stifte durch unseren Verein gestellt. Jean-Paul Sarr und Demba Diouf beschaffen alle notwendigen Dinge, damit jedes Kind zum Schulstart gut ausgerüstet ist. Bevor unser Verein sich der Schule in Rôff angenommen hatte, mussten oftmals zwei Kinder sich ein Buch teilen, was bedeutete, dass das Unterrichten erschwert und ein Lernen nach Schulschluss kaum möglich war.

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Schulkinder in Rôff mit den aus Vereinsmitteln besorgten Schulwesten

Zum Schluss will ich noch auf eine Aktion hinweisen, die bei einer Mitarbeiterfeier der Firma Dr. Fella Industriebedarf GmbH stattfand. Es wurden bei dieser Feier Kaffee und Kuchen zu Gunsten unseres Vereins verkauft. Vielleicht fühlt sich der eine oder andere von euch ja durch diese Idee beflügelt, etwas Ähnliches in die Tat umzusetzen. Denn… jeder gespendete Euro hilft unsere Projekte voran zu bringen! Jeder gespendete Euro kommt garantiert im Senegal an!

Genau wie eure dauerhafte, langjährige Treue gegenüber unserem Verein, bekommen wir über solche Spendenaktionen die Bestätigung, dass unsere Projekte nicht nur wichtig, sondern vor allem richtig sind. Unsere Hilfe erreicht die Menschen im Senegal! Wir danken euch dafür, dass ihr uns immer wieder motoviert und uns an eine noch längere „Perlenkette“ aus Brunnen festhalten lasst.

Nach der Regenzeit werden wir weitere Brunnen bauen lassen. Wir hoffen, dass wir am Ende des Jahres bei unserem 30. Brunnen angelangt sind. Mit eurer Hilfe schaffen wir das!!!