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30 Brunnen!

5. Dezember 2014 von Torsten

In der letzten Woche informierten uns unsere Mitarbeiter Jean-Paul Sarr und Demba Diouf voller Stolz der 30. Brunnen durch eure Spenden im Dorf GOHE entstehen wird. Die Welle des Dankes, die uns bei jedem einzelnen Bauprojekt entgegenschlägt, geben wir immer wieder gerne an euch weiter. Dank eurer kontinuierlichen Spendenbereitschaft haben wir in den letzten Jahren sehr vielen Menschen in der senegalesischen Savanne nachhaltig helfen können.  Eine Vielzahl an Menschen sind durch unsere Brunnen nun nicht mehr gezwungen abzuwandern, da sie durch die Bereitstellung von Wasser kleinbäuerliche Landwirtschaft betreiben, sich selbst versorgen und zum Teil mit dem Ernteüberschuss sogar Handel treiben können. Das Vertrauen der Spender und die Erfolge im Senegal motivieren uns. Wir wollen genauso weiter machen, um noch mehr Menschen die Existenz zum Leben durch die Bereitstellung von Wasser aus unseren Brunnen  zu sichern. Jeder Mensch hat ein Recht auf Zugang zu Wasser! Lasst uns bitte gemeinsam weiter dafür sorgen.

Der Brunnenabuer beim Bau des 28. Brunnen in GADIOL

Der Brunnenabuer beim Bau des 28. Brunnen in GADIOL

Die Krankenstation in Rôff

Parallel zu unseren Brunnenprojekten hatten wir in diesem Jahr unser bislang größtes Projekt, den kompletten Um- und Ausbau der Krankenstation in Rôff, vollenden können. In den letzten Monaten haben wir dafür gesorgt, dass die Krankenstation mit Liegen, Matratzen, Stühlen, Tischen und Schränken ausgestattet wurde. Die Dame, die bislang die alte marode Krankenstation betreute, macht derzeit eine Ausbildung zur Sanitäterin um in Zukunft erste Hilfe leisten zu können. Für schwerere Krankheitsfälle wird sie in Absprache mit Jean-Paul und Demba dafür sorgen, dass diese in den Krankenhäusern von  MBour oder Pointe Sarène behandelt werden. Gemeinsam werden sie dann den Transport organisieren und den Kranken zum Arzt begleiten. Auch dieses Projekt ist nachhaltig und wird dauerhaft zur Verbesserung der Lebenssituation der Savannenbewohner beitragen.

Die Krankenstation Rôff

Die Krankenstation Rôff

Sanitäterin in Ausbildung

Sanitäterin in Ausbildung

Einrichtung der Krankenstation

Einrichtung der Krankenstation

Die Schule in Rôff

Nicht zu vergessen, dass wir auch dieses Jahr die Schule und den Kindergarten in Rôff mit allen notwendigen Materialien versorgt haben. Unser anhaltendes Engagement kommt derzeit 164 Schülern und 15 Kindergartenkindern zu Gute. Sobald ein Bedarf an Büchern, Heften oder sonstigen Schulmaterialien entsteht, erhalten unsere Mitarbeiter umgehend eine Information seitens der Lehrer. Weiterhin sorgen wir dafür, dass die Schulgebäude in einem guten Zustand bleiben. Reparaturarbeiten an den Gebäuden werden schnellstens durchgeführt, damit durch die Witterung, besonders in der Regenzeit, weitere Schäden vermieden werden.

Unser neues Bauprojekt: Die Schule in Garare-Diahere

Im November nahmen die Bewohner von Garare-Diahere Kontakt zu Jean-Paul auf, um ihn auf den Zustand ihrer drei Schulgebäude hinzuweisen und um Hilfe zu bitten. Lediglich ein Schulgebäude ist bislang fertig gestellt worden. Die beiden anderen Gebäude sind weder vollständig gemauert, noch haben sie ein festes Dach. Die derzeitigen provisorischen Strohdächer halten weder starkem Wind stand, noch überstehen sie die Regenzeit. Allzu oft konnten die Schüler aus diesem Grund nicht unterrichtet werden. Jean-Paul hatte auf unsere Bitte hin einen Kostenvoranschlag eingeholt, damit wir diesem unhaltbaren Zustand entgegenwirken können. Die Kosten der Baumaßnahmen betragen € 2.000,  allerdings ohne Fenster und Türen. Die € 2.000 werden spontan von der Firma CT Logistics GmbH in Frechen übernommen, auch mit dem Hintergrund, dass wir die Brunnenprojekte parallel weiter betreiben können. Diese Großspende ist eine unglaubliche Hilfe, wofür die Menschen in Garare-Diahere enorm dankbar sind. Wir benötigen für die Türen und Fenster noch einmal ca. € 600 um die Gebäude komplett fertig gestellt zu bekommen. Hier hoffen wir auf eure Mithilfe und auf den einen oder anderen Spender. Wirklich jeder Euro hilft und jede noch so kleine Spende ist wichtig!

Die Schule in Garare-Diahere

Die Schule in Garare-Diahere

Zum Schluss möchte ich euch eine kurze Geschichte des Helfens von Jean-Paul erzählen.  Als wir vor einigen Jahren das erste Kindergartengebäude in der Schule in Rôff errichtet hatten, sind wir davon ausgegangen, dass die uns damals vorliegenden Kosten durch unsere Spenden bezahlt waren. Wie so oft bei Bauprojekten, fehlen am Ende einige Euro zur Vollendung. Wir hatten erst dieses Jahr erfahren, dass unser Mitarbeiter Jean-Paul damals einen Teil seines Gehaltes gespendet hatte, um diese Kostenlücke zu decken. Dafür zollen wir Jean-Paul unseren größten Respekt!

Jean-Paul

Jean-Paul

Kind im Senegal

Vielleicht wird uns durch diese Geste Jean-Pauls gegenüber seinen Mitmenschen wieder einmal bewusst, dass wir, die in einem gesicherten Sozialsystem leben, doch viel Geld für recht unwichtige Dinge ausgeben. Und vielleicht bewirkt diese Geschichte von Jean-Pauls Nächstenliebe, dass der eine oder andere mehr für eine bessere Lebensexistenz der Menschen in der senegalesischen Savanne sorgen möchte. Die Menschen in der Savanne rücken zusammen und helfen sich, nehmen wir sie doch als Vorbild! Mit relativ überschaubaren Beträgen haben wir in den letzten Jahren Enormes bewirkt. Die Zahl der Menschen, die unsere Hilfe erreicht, ist schwer zu berechnen. Aber eins ist sicher, wenn nur ein Mensch von einem Brunnen etwas Gemüse hat anbauen können, damit der und seine Familie überleben, dann hat sich unser gesamtes Projekt schon gelohnt! Seid gewiss, dass es durch unsere 30 Brunnen Hunderte von Menschen sind, denen wir gemeinsam geholfen haben.

Feldbewässerung

Unbefestigter Brunnen

Einer der unbefestigten, nicht zementierten Brunnen bei Diohine. Durch die extreme Witterung halten diese Brunnen meistens nur ein Jahr. An diesem Brunnen hatten wir 2008 entschieden uns im Brunnenbau zu engagieren. Unsere zementierten Brunnen können die Wasserversorgung für Jahrzehnte sichern.

Wir bedanken uns, auch im  bei jedem Mitglied unseres Vereins und jedem Spender für das uns entgegengebrachte Vertrauen. Die Treue unserer Mitglieder über die Jahre hinweg und die Spenden, die uns aus so vielen Regionen Deutschlands erreichen, sind für uns ein immer wiederkehrendes Zeichen, dass wir die richtigen Ziele verfolgen. Spendet bitte weiter, damit wir noch mehr Menschen in der senegalesischen Savanne helfen können!

Euch und euren Familien wünschen wir eine besinnliche Weihnachtszeit und schon jetzt alles erdenklich Gute für 2015!